Warum wir mit dem Älterwerden immer freier werden können | Alexa Hennig von Lange

Shownotes

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Älterwerden, alte Familienmuster und der Roman „Alte Pfade": Alexa Hennig von Lange im Gespräch mit Petra Bracht.

Viele Regeln aus der Kindheit sprechen mit 60 noch in uns mit, und trotzdem kann das Alter freier machen.

Die Schriftstellerin hat über Jahrzehnte mit dem Essen gekämpft und schreibt heute über Väter, Töchter und das Älterwerden.

Du erfährst, wie man alte Muster loslässt, beim Essen, in der Familie und im Kopf, auch spät im Leben.

Darum geht es in dieser Folge:

  • Wie Familienmuster bis ins Verhältnis zum Essen reichen
  • Wie man seinen Eltern im Alter noch einmal neu begegnet
  • Warum Schweigen in Familien so lange nachwirkt
  • Was am Ende bleibt

Hinweis: Dies sind keine medizinischen Ratschläge. Alle Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken. Bei gesundheitlichen Fragen bitte einen Arzt aufsuchen. Die geäußerten Einschätzungen geben die persönliche Auffassung des Gastes wieder. Wenn du selbst von einer Essstörung betroffen bist, hol dir bitte ärztliche oder therapeutische Unterstützung.

Mehr über Alexa Hennig von Lange: Webseite: https://www.alexahennigvonlange.de/ Instagram: https://www.instagram.com/alexahennigvonlange/ Roman-Akademie: https://www.alexahennigvonlange.de/roman-akademie

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Kapitel:
00:00:00 Vorschau
00:01:06 Willkommen und worum es heute geht
00:04:33 Der Roman „Alte Pfade" und die Reise nach Schottland
00:06:33 Wie viel von Alexa in ihren Romanen steckt
00:08:21 Was ihr Vater als junger Mann gesucht hat
00:16:17 Der lange Kampf mit dem Essen und die Kontrolle
00:19:17 Der Wendepunkt: eine Meditation und ein Buch im Bioladen
00:27:03 Ihr Sohn, der Rest auf dem Teller, und das Leben in der Fülle
00:30:52 Familienmuster sind nicht persönlich, sondern universell
00:33:32 Der 89-jährige Vater: am Telefon wie ein Vierzigjähriger
00:38:22 Früher penibel, heute „Ist doch egal"
00:41:34 Mit 53 im eigenen Alter ankommen
00:46:19 Die Gurke ohne Natron: alte Beschränkungen ablegen
00:58:03 Wenn ein Elternteil plötzlich verletzlich wird
01:07:17 „So sieht also Familienleben aus": der Satz des Vaters
01:14:39 Der Vater entdeckt spät das Reisen
01:34:21 Wut in der Familie: der Rat mit dem Sofakissen
01:45:48 Beim Gehen reden: der Sonntagsspaziergang und ihr Sohn
01:51:12 Einsam zu zweit, und eine Entscheidung mit 18
02:12:06 „Jetzt ist nicht die Zeit": gegen das nächtliche Grübeln
02:13:22 Wechseljahre und die Kraft der eigenen Entscheidung
02:20:55 Was am Ende wirklich bleibt

Transkript anzeigen

00:00:00: Wie viel von dir steckt eigentlich in diesem Roman?

00:00:04: Was hat dein Vater eigentlich gesucht, den Schottland.

00:00:07: Was hat er wirklich gesucht?

00:00:09: Das was er nicht erlebt hat, das was er erlebt hat...

00:00:13: Ich wollte nie sagen so ist es so sondern ich wollte fragen muss es so sein!

00:00:18: Ich gucke mir nie Kochbücher irgendwo an und wenn ich dann nach Hause komme erschrecke ich mich Wer mir die Tür aufmacht.

00:00:26: Ich fühle mich sehr wohl mit meinem Alter, ja?

00:00:30: Und ich finde es herrlich und dann sitzt mein Vater da auf dem Sofa und sagt so sieht also Familienleben

00:00:39: aus!

00:00:41: Wir sollen doch nicht sagen wie's Leben funktioniert.

00:00:45: wir müssen uns doch selbst herausfinden.

00:00:47: in jeder von

00:00:48: uns egal welch Schmerzen entstehen ich werde immer sagen wie ich mich fühle.

00:00:55: In diesem Buch, Alte Pfarte steht der Satz ein Roman über das was bleibt.

00:01:06: Was bleibt?

00:01:07: Herzlich willkommen zum neuen Podcast Über Das Elterwerden!

00:01:11: Mein heutiger Gast ist die Schriftstellerin Alexa Hennig von Lange.

00:01:16: Ihr neues Buch, sofort erreicht, weil es um etwas geht das irgendwann fast jeden von uns betrifft.

00:01:28: Unsere Eltern werden alt sie werden verletzlich Sie sterben und plötzlich verändert sich auch unser Blick auf unser eigenes Leben.

00:01:39: In alte Pfade begleitet eine erwachsene Tochter ihren neunundachtzigjährigen Vater durch die schottischen Highlands.

00:01:47: Er möchte doch einmal ein Weg gehen, der als junger Mann gegangen ist und aus dieser Wanderung wird eine Reise in die Vergangenheit einer Familie.

00:01:58: Es geht um Kriegskinder es geht um alte Verletzungen um die Frage was unsere Eltern uns bewusst und unbewusst mitgegeben haben.

00:02:06: Und ob wir irgendwann entscheiden können, welche dieser alten Fahde wir weitergehen und welche nicht?

00:02:15: Und Alexa hat selbst eine sehr persönliche Geschichte die genau dazu passt.

00:02:19: Eine Geschichte über fast dreißig Jahre Essstörung, über Kontrolle, den Wunsch nach Freiheit und das Wiederfinden natürlich auch von Genuss, von sich selbst, von Leben und von Liebe.

00:02:37: Wie schön, dass du heute hier bist, liebe Alexa!

00:02:41: Wie bist du zu deinem neuen Roman gekommen?

00:02:45: Also du hast einen neuen Roman geschrieben, lieber Alexa... Der Name dieses Romans oder der Titel dieses Romanz lautet Alte Pfade Und ich habe ja mitbekommen dass du um diesen Roman zu schreiben hast, du dich wirklich auf einen Weg gemacht.

00:03:12: Auf welchen Weg hast du dich eigentlich gemacht?

00:03:15: Ja also grundsätzlich... ist die alte Pfade mein, ich hole ein bisschen weiter aus.

00:03:23: Bitte wir haben alle Zeit der Welt!

00:03:25: Ja schön danke Petra.

00:03:26: vielen Dank erst mal dass ich hier mit dir sitzen darf.

00:03:29: ich freue mich so sehr das wir uns jetzt wieder sehen.

00:03:32: es ist ja schon paar jährchen her dass wir das letzte Mal solange miteinander gesprochen haben.

00:03:38: umso schöner ist es da sich jetzt bei dir sitze und über alte Pfade spreche.

00:03:45: Ja, ich habe nicht genau gezählt aber ungefähr mein dreißigster Roman und ich schöpfe beim Schreiben grundsätzlich aus meiner Familiengeschichte.

00:03:57: Und alte Pfade erzählt diesmal auch wieder einen Aspekt aus meiner Familiengeschichte und zwar von der Vater-Tochterbeziehung Und mir ist aufgefallen, da kriege ich jetzt schon ein bisschen Gänsehaut.

00:04:15: Weil mir ist auf gefallen dass in der Literatur die Beziehung zwischen Vater und Tochter sehr selten behandelt wird.

00:04:23: Oftmals geht es um die Töchter und Mütter oder die Beziehen vom Kind zur Mutter aber selten die Bezierung zwischen Kind zum Vater.

00:04:34: Um mich diesem Thema zu nähern bin ich nach Schottland gereist um nochmal auf den alten Pfaden meines Vaters zu wandern, der in den Sechziger Jahren als junger Student dorthin gereist ist.

00:04:50: Ja ich kann es nur vermuten aber im Grunde genommen um zu sehen wer er sein kann, wer sein will jenseits seiner kindlichen Kriegserfahrung, kindlichen Prägungen und aber auch den gesellschaftlichen Erwartungen an ihn als Mann.

00:05:10: Mein Vater hat nie viel von sich erzählt, früher in der Kindheit und Jugend.

00:05:15: Ich wusste nur ein paar Geschichten und die haben mich auch nicht sonderlich interessiert muss ich sagen weil ich habe mich mehr mit mir natürlich beschäftigt als... Jugendliche junge Frau wollte wissen, was wird aus mir und diese Geschichten meines Vaters.

00:05:31: Die waren zwar schon einprägsam aber ich habe mich nicht wirklich gefragt, was haben die mit ihm gemacht?

00:05:37: Und je älter ich wurde desto mehr hab' ich mich natürlich a-gefragt wer ist mein Vater, wer ins Leben begleitet hat.

00:05:46: Was habe ich von ihm bekommen?

00:05:47: Was hat er mir vermittelt, bewusst unbewusst?

00:05:51: Welche Prägungen hat er erfahren?

00:05:53: Was davon ist auf mich übergegangen?

00:05:56: Was hält mich zurück?

00:05:57: aber was hab' ich auch kostbares von ihm bekomme?

00:05:59: und in Schottland wollte ich ja einmal sehen wer hat eigentlich mein Vater sein wollen?

00:06:06: und wie hat er sich möglicherweise als junger Mann ganz allein in diesen weiten gefühlt?

00:06:12: Dein Vater lebt noch.

00:06:14: Ja, er ist neunundachtzig.

00:06:16: Er isst neun undachtzig?

00:06:17: Welch Zufall?

00:06:18: Ja genau wie der Papa im Buch richtig.

00:06:21: Der

00:06:21: Papa in dem Buch nur heißt die Hauptfigur oder eine der beiden Hauptfiguren nicht Alexa,

00:06:30: sondern Liliane.

00:06:35: Wie viel von dir steckt eigentlich in diesem Roman?

00:06:39: also Ich würde sagen, dass in jedem Roman sehr viel von mir steckt.

00:06:48: Und zwar nicht absolut meine Geschichte, mein Lebensverlauf sondern das was mich emotional wie gefühlsmäßig beschäftigt und was ich beobachte welche Fragen ich ans Leben habe.

00:07:00: und diese Fragen die ich ans leben habe die stellt Liliane ihrem Vater in alte Pfade.

00:07:11: Keine Autobiografie, es ist am Ende Fiktion.

00:07:14: Aber Fiktionen angereichert mit dem was mich als Privatperson aber auch als Schriftstellerin beschäftigt.

00:07:21: Ich

00:07:21: hab mir eben gerade überlegt warum habe ich hier so eine Frage gestellt?

00:07:23: Eigentlich is der Roman also das was dort erzählt wird bist ja ganz du.

00:07:28: Ja

00:07:29: weil auch deine deine Fiktions bist dir auch du.

00:07:32: Also von daher hatte ich auch so das Gefühl dass Das bist du, als ich das gelesen habe und manchmal dachte ich es könnte auch Alexa da stehen.

00:07:43: Ich kenne dich ja!

00:07:44: Ja

00:07:45: genau aber das ist eben das Interessante dass also wie Du ja weißt hab ich fünf Kinder ich bin verheiratet und diese Liliane im Buch geschieden, hat ein Sohn.

00:07:56: Und doch hast du das Wesenhafte beim Lesen natürlich so stark rausziehen können dass es eben Alexa wiederum ist.

00:08:05: also die äußeren Umstände die ich in Roman Schildere diese ändern sich aber das wesenhafe und was die Person oder die Hauptfigur für Fragen als Leben hat sie sind doch eng mit mir verknüpft.

00:08:21: Was hat denn dein Vater eigentlich gesucht in Schottland?

00:08:24: Was hat er wirklich gesucht, das was er nicht erlebt hat.

00:08:28: Das was er erlebt hat...was hatte er gesucht?

00:08:33: Ich denke dass es als Tochter antworte ich das und ich denke dass sich mit meinem Vater sobald er alte Pfade gelesen hat auch noch mal sehr intensiv darüber sprechen werde.

00:08:45: aber ich denke er hat sich gesucht!

00:08:48: Er hat Nach einem Menschen oder nach einem Wesen in sich gesucht, dass frei ist von gesellschaftlichen Erwartungen und frei von Prägung.

00:09:04: Und frei von den erschütternden Ereignissen die sich in seiner Kindheit eben zum Kriegsende hinereignet hatten.

00:09:14: er wollte frei sein.

00:09:17: Da fällt mir natürlich sofort Auch dein allererster Roman, ein Relax.

00:09:25: Das war dein Debüt-Roman der dich auch richtig bekannt gemacht hat.

00:09:29: Der hatte dich ja richtig auf den Podest gestellt.

00:09:33: Du hast die Sprache damals dieser ganzen jungen Menschen tatsächlich gefunden.

00:09:39: es ging eigentlich um die Fülle des Lebens in jeder Hinsicht.

00:09:45: also es ging.

00:09:46: es ging um Liebe Es ging um Sex, es ging um Drogen.

00:09:51: Es ging darum, um Rausch und um Grenzen überschreiten.

00:09:58: Und es ging darum dass das zwei Menschen die sich liebten ist aber nicht geschafft haben aufgrund ihrer vielleicht auch ihrer Verhältnisse zu ihren Eltern.

00:10:18: Das nicht hinbekommen haben als Paar dann aus dieser Zeit rauszugehen.

00:10:23: Und

00:10:25: du hast eben ganz oft gesagt, das Wort frei benutzt und das ist ja auch so ein Thema was ich glaube mit dem Älterwerden zusammenhängt dass wenn wir uns erlauben dass wir im älter werden auch frei werden.

00:10:51: Aber es ist ein Riesenprozess, in die Freiheit zu kommen und du hast glaube ich immer nach Freiheit gesucht.

00:11:00: Ich kenne dich ja jetzt wirklich ein bisschen und bilde mir auch ein dass ich ganz viel von dir spüre aber natürlich auch nur Anteile und die haben schon was mit Freisein zu tun.

00:11:16: und auf der anderen Seite hast du dich ja auch in Zwängen wiedergefunden,

00:11:24: die

00:11:24: eben diese Freiheit nicht gelassen haben.

00:11:28: Ich weiß nicht vielleicht ist das gerade jetzt doch der Punkt ich wollte es eigentlich erst später besprechen dass wir über deine Essstörung sprechen, die dich ja sehr gezwungen

00:11:41: hat

00:11:43: und das ist auch die Geschichte wie wir zusammengekommen sind.

00:11:48: Du hörst diesen Podcast ganz regelmäßig und das finde ich super schön.

00:11:53: Tausend, tausend Dank dafür!

00:11:55: Könnte es sein dass du ihn vielleicht noch nicht abonniert hast?

00:11:58: Dann würde ich dich jetzt einfach bitten hier zu klicken nämlich auf abonnieren.

00:12:05: und dann danke ich dir von ganzem Herzen dafür, weil dann fällt es mir leichter so grandiose wundervolle Menschen in meinem Podcast begrüßen zu können wie im heutigen Podcast nämlich die wundervelle Schriftstellerin Alexa Hennig von Lange.

00:12:27: Magst du einfach mal darüber erzählen, weil es ist ja auch ein Leben und auch Du bist ja jetzt schon etwas älter geworden.

00:12:36: Und wie war dieser Verlauf?

00:12:39: Lass uns einfach darüber sprechen!

00:12:40: Ja sehr gerne, sehr gerne.

00:12:43: Petra also erstmal hast du jetzt sehr viele Aspekte angerissen und ich versuche die so präzise und sortiert wie möglich zu beantworten.

00:12:57: Also erstmal zu deiner ersten Frage, der Aspekt des Freiseins?

00:13:03: Und ich rede – das ist uns ja klar nicht davon frei sein im Sinne von Ich möchte jetzt mal Urlaub haben sondern dem inneren Gefühl egal wie die äußeren Umstände sind bei mir zu sein ein tiefes Empfinden von innerer Unabhängigkeit wahrzunehmen.

00:13:31: Und ich denke, dass das der Grund ist, warum ich sehr früh angefangen habe zu schreiben und sehr früh dieses erste Buch Relax geschrieben habe weil ich gesehen habe wie beispielsweise meine Eltern in ihrer Ehe sich nicht frei gefühlt haben und nach Wegen gesucht haben, zu einer inneren Freiheit zu kommen.

00:13:58: Und ich habe immer mehr gesehen wie viele Menschen, junge wie ältere Menschen große Schwierigkeiten haben sich frei zu fühlen, sich gesehnt zu fühln überhaupt ein tiefes Empfinden für sich zu haben und obwohl sie sich womöglich lieben nicht zueinander finden und sich furchtbar abhängig fühlen.

00:14:21: Das Schreiben hat mir geholfen, zu verstehen warum das so ist.

00:14:26: Und ich wollte nie sagen, so ist es so sondern ich wollte fragen muss es so sein?

00:14:31: und ich finde das wunderschön und das berührt mich sehr dass du siehst und empfindest dass mein Thema immer gleichgeblieben ist egal ob ich über junge Menschen geschrieben habe die Drogen nehmen oder über eine Ent-vierzigjährige Frau, die mit ihrem Vater wie ein Alte Pfade noch einmal nach Schottland aufbricht.

00:14:51: Das Thema ist gleich geblieben und dieses Bedürfnis – wenn du mich fragst, wonach hat mein Vater gesucht?

00:14:56: Ich denke das habe ich von ihm subkutan ohne dass mir das bewusst war vermittelt bekommen, dass das das höchste Gut ist.

00:15:03: Alexa sei innerlich unabhängig!

00:15:08: Das heißt nicht, dass das eine Ego-Bewegung ist sondern, dass es ein selbstloser Zustand ist der mit dem Außen zurechtkommt.

00:15:19: Und das war auch für mich einerseits schreibend ein Prozess und ist es natürlich noch immer.

00:15:24: und gleichzeitig – jetzt komme ich zu der Magersucht – war das auch ein innerer Prozess weil ich als junges Mädchen sehr früh gemerkt habe Ich fühle mich sehr gefangen und ich kann nicht in die Entfaltung gehen.

00:15:56: an der familiären Struktur, in der ich aufgewachsen bin und ohne... Ich sage das sehr neutral weil ich in absolutem Frieden mit meiner Mutter bin.

00:16:11: Dass meine Mutter auf mehreren Ebenen sehr ängstlich war.

00:16:20: Ich habe darauf mit einer Magersucht reagiert und ich verstehe bis heute Magersuch als ein Versuch, in sich ein Gebiet herzustellen im Körper.

00:16:35: über den ich autonom wachen kann, den nur ich kontrollieren kann.

00:16:41: Das heißt Magersucht war ein Aspekt einen Versuch in diese innere Unabhängigkeit zu kommen.

00:16:48: Das ist natürlich auch wieder nur ein Schritt.

00:16:50: das heißt nicht dass magersucht zur unabhängigkeit führt.

00:16:53: im gegenteil es ist ein riesiges gefängnis aber Ein Versuch, der mir natürlich auch gezeigt hat dass ich letztendlich für mich ein immenses Gefängnis selbst erzeugt habe.

00:17:08: Über Jahrzehnte.

00:17:09: Magst du gerade die Geschichte erzählen wie du rausgekommen bist?

00:17:11: Ja!

00:17:12: Natürlich Petra!

00:17:14: Ich hab mir noch eben überlegt Marga sucht heißt ja auch ständig in der Kontrolle zu sein und mit dem was du erlebt hast warst du Also dieses ganze Extreme, dass auch viele junge Menschen erleben.

00:17:34: Das hat ja auch was damit zu tun mit dem Gegenteil einfach Kontrolle herzugeben.

00:17:40: Keine Kontrolle mehr haben zu müssen.

00:17:42: Auch Kontrollverlust zulassen zu können.

00:17:45: aber das kann natürlich auch in die falsche Richtung gehen.

00:17:50: Den Aspekt hatte ich ja auch noch an meinem Leben.

00:17:52: Aber dann kommen wir später dazu.

00:17:58: Tatsächlich fing meine Magersucht mit drei, zehn, vier, fünfzehn Jahren an.

00:18:04: Das war ein schleichender Prozess weil ich erstmal übergewichtig war und natürlich erst mal ja auch meines Körpers immer bewusster wurde und erstmal schlank sein wollte.

00:18:17: und das Schlangsein ist dann schließlich in die Magersuch gekippt Und ich habe schlussendlich im Grunde genommen bis vor sechs Jahren, ziemlich genau vor sechs Jahre gehungert.

00:18:31: Das heißt nicht dass sich...

00:18:33: akut

00:18:34: magersüchtig war die letzten Jahre, sondern mein Körper war so daran gewöhnt dass ich sehr sehr wenig zu mir nehme das sich sehr schnell zugenommen habe.

00:18:46: Das heißt dieses sehr wenige Essen war über die letzten jahre nicht freiwillig.

00:18:53: Ich hätte gerne längst mehr gegessen weil ich diese Kontrolle dieses im Darben im Hungern.

00:19:03: Ich war so satt.

00:19:04: Ich hatte das Gefühl, es passt wirklich gar nicht mehr zu mir und ich fühlte mich nach außen hin längst autonom, längst unabhängig.

00:19:14: aber der Stoffwechsel hat nicht mehr mitgemacht.

00:19:17: Und dann bin ich tatsächlich eines Tages Es waren auch wieder zwei Prozesse.

00:19:24: Ich meditiere und ich habe jeden Abend meditiert.

00:19:28: in einer Meditation kam plötzlich Von ganz tief unten dieses tiefe, tiefe Bedürfnis Alexa.

00:19:38: Ich möchte nicht mehr

00:19:40: hungern.".

00:19:41: Das war so stark aber ich wusste nicht wie ich das umsetzen kann.

00:19:46: und dann war ich im Bioladen und ich gehe mit meinem Mann an diesem Ständer vorbei in dem diese Kochbücher stehen, diese von GU ganz unterschiedlicher Und ich gehe vorbei und mein Mann guckt noch irgendetwas.

00:20:05: Und plötzlich sagt etwas in mir, Alexa dreh dich um!

00:20:11: Dann drehe ich mich um und ich gucke direkt auf ein wunderschönes türkises Buch, auf dem Intervall Fasten steht.

00:20:20: Ich gucke mir nie Kochbücher irgendwo an, nie!

00:20:24: Ich gehe vorbei, ich pack schnell die Sachen.

00:20:26: Wir haben fünf Kinder wir haben es eilig und plötzlich Dieses Buch zog mich magisch an und dann steht da Dr.

00:20:34: Petra Pracht drauf und ich stelle, naja, nehme das raus und ich blätter durch und dieses ganze Buch sagt nimm mich mit!

00:20:44: Und ich sehe es noch heute.

00:20:45: mein Mann war längst zur Kasse gegangen hatte die Sachen aus Band gelegt und ich leg das Kochbuch dahin.

00:20:52: Das nehme ich mit.

00:20:54: Und dann ist wirklich, es war unglaublich!

00:20:56: Ich bin nach Hause gegangen.

00:20:57: mein Mann du kennst ihn erst der zauberhafteste Mensch überhaupt auf der ganzen Welt hat zuhause die Einkäufer ausgepackt.

00:21:04: Ich habe mich auf die Bettkante gesetzt hab angefangen dein Buch durchzublättern.

00:21:08: Ich bin in die Küche gegangen, habe zu meinem Mann gesagt das ist meine Rettung und ich habe am nächsten Tag angefangen mit dem Intervallfasten.

00:21:15: Ich hab exakt diese zwei Wochen durchgekocht Obwohl ich mehr gegessen habe als je zuvor seit ich dreizehn Jahre alt war.

00:21:27: Und so, seit sechs Jahren liebe Petra mache ich Intervallfasten ernähre mich Vollwertig vegan, erlaube mir aber auch ab und zu mal ein schönes Abendessen mit Freunden jenseits des Intervallfastens.

00:21:44: Und kehre dann wieder zurück.

00:21:45: also es ist kein Korsett sondern mit den Jahren hat sich eine Leichtigkeit eingestellt möchte ich sagen in der das intervall Fasten eben nicht zum nächsten Korsette geworden ist Sondern zu meinem Anker.

00:22:02: Das heißt Ich kann Entschwinden, kann zurückkommen.

00:22:07: Ich weiß mir passiert nichts und es ist eine große Leichtigkeit

00:22:11: entstanden.".

00:22:12: Das ist ja genau das, wonach du in deinem ganzen Leben immer wieder spürst

00:22:19: nach

00:22:19: der Freiheit.

00:22:20: Genau.

00:22:21: Bist

00:22:21: du da?

00:22:21: Wie so ein Spürhund habe ich mir gerade vorgestellt!

00:22:24: Du schnüffelst überall.

00:22:25: wo ist denn

00:22:26: Freiheit?!

00:22:27: Ja

00:22:27: weil das ist dein Thema und du kommst glaube Stück für Stück immer mehr daran, aber ich fand es auch so schön als ich diese Geschichte in der Süddeutschen gelesen habe.

00:22:41: Da gab's ja ein ganz großes Interview darüber und ich konnte das gar nicht fassen.

00:22:46: und dann weiß ich noch dass ich dann gedacht hab ob ich diese Alexa Hennig von lange einfach mal anschreiben sollte und es war dann so schön, so herzlich!

00:22:56: Und seitdem sind wir in Kontakt Glaublich schön.

00:23:02: Und was du vorhin gesagt hast, dass du diese Essstörung eigentlich irgendwo hättest du sagen können?

00:23:10: Das habe ich alles im Griff ist vorbei.

00:23:12: Du hast es aber gespürt das immer noch da

00:23:15: ist ja und

00:23:16: ich glaube das ist ganz vielen Menschen die diese Esssteuerung haben so geht

00:23:22: Ja

00:23:24: dass sie so viel gemacht haben, um damit zu leben.

00:23:27: Dass es auch nach außen hin gar nicht mehr auffällt aber, dass sie innerlich genau das spüren, dass da immer noch etwas ganz Wichtiges auch fehlt.

00:23:40: ich weiß jetzt nicht ob es nur die Umstellung war, nur den Stoffwechsel anders mobilisieren oder ob mit diesem Wissen auch was Neues noch mal auszuprobieren.

00:24:04: Ob das nicht vielleicht auch mittein Grund war, um dich zu befreien?

00:24:10: Keine Ahnung weiß ich nicht weil es ist ja schon auch.

00:24:15: du hast in dem Intervall fast durchaus auch solche... Du hast Anker wieder!

00:24:22: Du hast die Zeit Anker von sechszehn, acht oder wie auch immer du das machst.

00:24:27: Du erlaubst dir auch mal auszubrechen was ich extrem wichtig finde weil alles andere ist genau wieder.

00:24:34: diese Fesselung dieses Dogma mag ich überhaupt nicht!

00:24:39: Du hast es und du hast trotzdem deine Anker auf die du dann immer wieder zurückgreifen kannst.

00:24:46: Ja, also wir haben ja damals auch zwei oder drei Jahre Intervallfasten gemacht.

00:24:54: Da haben wir gesprochen und deswegen habe ich jetzt nochmal den schönen Vergleich zu unserem Gespräch damals und ich spüre eine noch viel größere Freiheit als ich sie damals schon empfunden habe was das Essen anbelangt.

00:25:11: braucht dich noch viel mehr vom Gefühl her diesen Anker des Intervallfastens, als ich den heute, den nehme ich heute gar nicht mehr wahr.

00:25:20: Und du hast recht!

00:25:23: Natürlich wusste ich zuerst durch das Intervallspasten und du erklärst es ja auch wunderschön in deinen verschiedenen Büchern was das im Körper bewirkt – und ich habe das aufgesogen Und ich konnte gar nicht genug von all diesen Informationen bekommen.

00:25:40: Weil ich dadurch Sicherheit bekommen habe, ich wusste Alexa dir kann nichts passieren und mir ist in diesem ersten zwei Wochen Intervall fast nur passiert dass ich abgenommen hab obwohl ich mehr gegessen habe.

00:25:53: Ich denke, dass auf der psychologischen Ebene noch etwas passiert ist oder man könnte fast sagen auf der seelischen Ebne das ich losgelassen habe.

00:26:04: Und dieses Loslassen bedeutet wieder Freiheit und dieses Los lassen bedeutet... Mir passiert nichts.

00:26:12: Ich kann über Wasser laufen und was das Essen anbelangt, ich hätte das nie für möglich gehalten ist es tatsächlich dass ich den Eindruck habe ich kann überwasser laufen.

00:26:24: Ich esse kein Fleisch, aber auch nicht weil ich es mir nicht verbiete.

00:26:31: Sondern ich hab das Bedürfnis ist nicht mehr da ja?

00:26:34: Aber wenn ich mal im Hotel bin... ...ich bin viel unterwegs und dann gibt es da jetzt nur ein Cappuccino mit Milch und nicht mit Hafermilch.

00:26:42: Dann trinke ich den und ich denke nicht drüber nach und dann kehre ich zu Hause wieder zurück und zu meiner Hafermilch oder meiner Cashew-Milch und alles ist gut!

00:26:55: Und dieses dieses Loslassen hat nicht nur auf mich eine Auswirkung gehabt, sondern auch die ganze Familie.

00:27:03: Und mein Sohn ist beispielsweise... Mein großer ist dreiundzwanzig und wenn er bei uns ist dann lässt er immer einen kleinen Rest auf dem Teller liegen und ich weiß das hat der von mir weil er mit einer Mutter aufgewachsen ist den nie aufgegessen hat und ich rede nicht davon, ist was auf dem Teller liegt.

00:27:23: Das meine ich nicht sondern die sich nie gestartet hat mal in die Fülle zu gehen

00:27:31: Genau.

00:27:31: Und die vollen auch zu leben,

00:27:33: ja?

00:27:33: Ja und jetzt ist mein Sohn viel!

00:27:37: Also er ist auch kräftig.

00:27:39: aber ich sehe daran trotzdem Kinder beobachten und sie kriegen mit.

00:27:46: gehen die Eltern in die Fülle oder leben Sie in der Enge?

00:27:51: und ich bin so glücklich dass sich meinen Kindern zeigen kann Mama lebt in der Füllen Nicht im Überfluss, aber in der Fülle.

00:28:01: Und sie hat Freude an dieser Füllen.

00:28:04: und egal ob es nur Kartoffeln mit Möhren sind dann ist halt da der Teller voll.

00:28:08: oder es ist mal die schöne vegane Lasagne meiner siebenundzwanzig Jahre alten Tochter von der ich wirklich sehr viel echt

00:28:18: große Portion genehmigt.

00:28:20: Wie genial ist das?

00:28:22: Hast du das deinem Sohn gesagt?

00:28:26: Warum eher?

00:28:27: Möglicherweise immer, also was der Grund ist.

00:28:29: Dass er immer auf dem Teller liegen ist.

00:28:31: und das ist eine interessante Frage Petra Näs habe ich ihm tatsächlich jetzt wo wir darüber reden.

00:28:36: du hast

00:28:37: dieses

00:28:37: Buch geschrieben.

00:28:38: Du

00:28:38: wolltest Dinge von deinem Vater erfahren die er nicht ausgesprochen hat.

00:28:45: Ja du

00:28:45: sagst es mir jetzt super schön in diesem Gespräch.

00:28:49: würdest du das bitte auch deinem Sohn sagen?

00:28:52: ja dann

00:28:53: versteht ihr einfach ein ganz großes Stück von dir mehr.

00:28:57: Das ist eine Kleinigkeit,

00:28:59: du

00:29:01: beobachtest es aber das ist eine große Wichtigkeit die dahinter ist für ihn.

00:29:08: Ja

00:29:08: ja schön dass du das nochmal so sagst.

00:29:11: mir fällt gerade auf man nimmt es viele Dinge so bewusst und unbewusst wahr und denkt ja ja so ist es.

00:29:17: aber du hast recht es ist an der Zeit da sich das mal zu ihm sage

00:29:23: Da würde ich auch jetzt gerade gerne nochmal zurückkommen auf dein neues Buch, weil du gehst ja.

00:29:31: Du gehst da glaube ich auch den Fragen hinterher was... Wo gibt es noch keine Antworten für mich?

00:29:41: Welche Fragen habe ich?

00:29:43: Welcher Antworten habe ich nicht?

00:29:46: und es gibt dann glaube ich irgendwann einen Moment wo wir ahnen dass unsere Eltern auch älter werden.

00:29:58: Ja,

00:30:00: was passiert in dem Moment?

00:30:03: oder wann hast du denn das erste Mal überhaupt gemerkt?

00:30:05: Auch, dass deine Eltern älTER werden auf der einen Seite aber um weiterzuschauen auch alt geworden sind?

00:30:19: Was ist da mit dir passiert, was hast du gespürt?

00:30:22: Hattest du dann das Gefühl jetzt muss ich aber gucken.

00:30:25: Jetzt muss ich fragen damit mir noch ganz viele Antworten gegeben werden.

00:30:30: Also dadurch dass in meinen Büchern seit ich Anfang zwanzig bin mich sehr intensiv mit meiner Familiengeschichte beschäftige oder mit unserem Familienleben, sagen wir so.

00:30:42: Mit familiären Mustern und mit familiären Strukturen die wir übrigens natürlich alle kennen und auch zu verstehen versuchen was wir ja hier gerade auch wieder tun.

00:30:52: insofern ist das was ich erzähle nicht persönlich sondern es ist universell.

00:30:57: man kann sich sehr gut in diesen Geschichten wieder erkennen.

00:31:00: und gleichzeitig habe ich um diese Bücher schreiben zu können immer meine Familiengeschichte angeguckt und habe auch immer wieder geguckt, woher kommt was von daher.

00:31:15: war ich schon im Bild über viele Dinge, aber gerade erst was meine Mutter vor allen Dingen anbelangt.

00:31:20: Was die Prägung meiner Mutter anbelankt und was die Familiengeschichte meiner Mutter entlangt.

00:31:26: Und dann habe ich ja auch eine Trilogie geschrieben – die Heimkett-Trilogie, die sich mit dem Leben meiner Großmutter beschäftigt ab neunundzwanzig bis in die Sechziger.

00:31:38: und auch mit meiner Mutter sehr stark auseinandersetzt.

00:31:41: Da hast du dir hundert dreißig Kassetten angehört, diese Bücher die.

00:31:51: ich kann einfach nur sagen Ich habe sie geliebt und ich weiß ich hab letztes am letzten Weihnachtsfest habe ich sie verschenkt und Du hast mir eine Witme reingeschrieben vielleicht erinnerst du dich noch weil das ist für mich Literatur die man lesen sollte, weil man findet so viel für sich selbst und man kann es raus.

00:32:18: Man holt sowieso das für sich heraus was einen auch findet.

00:32:26: Es ist ganz... wertvoll und du hast es gemacht.

00:32:30: Und das würde ich gerne noch mal jetzt sagen, Du hast dich da mit Deiner Mutter auseinander gesetzt und mit Deine Großmutter also mit der weiblichen Generation deiner Familie aber... Das ist schon wirklich was Besonderes.

00:32:47: sich

00:32:49: darüber sich damit auseinandersetzen wie es tatsächlich ist mit der Beziehung Tochter und Vater gibt es wenig.

00:33:00: Es gibt wirklich wenig dazu, deswegen eine konkrete Frage jetzt wie war das für dich?

00:33:08: Eine Frage als du gemerkt hast dass dein Vater also dann sind doch zwei Fragen älter wurde und dann auch alt wurde?

00:33:17: ja

00:33:18: Ja Also ich wünschte mein Papa wer hier?

00:33:23: weil trotz seiner neunund achtzig Jahre ist er quietsch lebendig.

00:33:28: Also

00:33:28: würdest du schon gar nicht sagen, mein Vater ist nicht alter?

00:33:31: Ist älter geworden?

00:33:32: Nein

00:33:32: er hat also immense körperliches Truggle mit der Zeit.

00:33:37: aber wenn ich mit ihm telefoniere, klingt er wie ein vierzigjähriger.

00:33:41: Die innere... Ja die Stimme, die Lebendigkeit, die Schnelligkeit das was ihn interessiert, was er überlegt, was ihn beschäftigt.

00:33:50: Das is so jung und wenn ich dann nach Hause komme erschrecke ich mich Wer mir die Tür aufmacht, weil der Unterschied zwischen dem was wir am Telefon verhandeln und des körperlichen Zustandes ist eine immense Diskrepanz.

00:34:08: Aber mein Vater hat eine innewohne Lebendigkeit und das ist diese Freiheit und diese Unerschöpflichkeit große Interesse an allen Dingen, an allen Menschen.

00:34:21: Diese Offenheit, diese Freude dieses Schönheitssehen in den Dingen natürlich hat er und das lernen wir auch in dem Buch kennen ist er auch sehr prinzipien treu und manchmal sehr penibel und gleichzeitig ist eben immer wieder dieses Drängen ins freie Und wann habe ich das gemerkt?

00:34:38: dass er äh äh Älter wurde?

00:34:40: Das sind Stück für Stück.

00:34:41: er ist waghalsig Unheimlich abenteuerlich immer gewesen und er hat nicht nur einmal unsere Familie wirklich in ganz brenzliche Situationen gebracht, weil er uns Kindern eben Mut beibringen wollte.

00:34:56: Abenteuerlust über uns hinaus zu gehen, Vertrauen zu haben – und leider Gottes hat das bei mir erst mal für Panik als Kind gesorgt!

00:35:05: Kannst du mal eine Situation gehen?

00:35:08: Mein Vater ist leidenschaftlich gerne mit dem Familienkanu raus aus Meer ohne Schwimmwesten.

00:35:15: Mit uns Kindern drin, wirklich gefühlt bei Windstärke zwölf während meiner Mutter also natürlich Wahnsinns Panik geschoben hat Und wir Kinder nicht wussten, wem von beiden sollen wir vertrauen meiner Mutter mit ihrer Befürchtung oder meinem Vater mit ihr seiner Leidenschaft.

00:35:34: Und es gab aber tatsächlich Situationen in denen meine Mutter also die Seewacht rufen musste weil mein Vater mit meinem Cousin beispielsweise gekenntert war und das war... Also er hat schon auch übertrieben und dann ist er mit siebzig.

00:35:50: war er oder vierundsiebzig?

00:35:54: für meinen Vater war bei Glatteis mit dem Fahrrad los und wollte eine Radtour machen.

00:36:00: Und ist hingefallen, hat sich den Oberschenkel Hals gebrochen, genau.

00:36:07: Und da musst du operiert werden und das ist aber auch typisch für meinen Vater.

00:36:11: dann rief ich ihn ein oder zwei Tage später im Krankenhaus an und frage Papa also auf dem Handy Papa wo bist Du?

00:36:17: Und er saß aufm Fahrrad und meinte er trainiert damit er nicht einrostet.

00:36:22: Mein Vater hatte vor zwei Jahren einen Herzinfarkt und er is aus dem Krankenhaus raus.

00:36:27: Zwei Tage später hat er die Reifen gewechselt, die Winterreifen gewechselt auf den Garagehof hat sich aber dabei leider eine Lungenentzündung eingefangen.

00:36:38: Man musste dann wieder ins Krankenhaus, aber was man von meinem Vater wirklich lernen kann die Dinge nicht zu bewerten dann ist das eben so.

00:36:48: Und insofern ist es familiär gesehen, dass ich immer wieder mit meinem Vater telefoniere und zu meinem Mann sage weißt du was mein Vater gerade macht?

00:36:58: Gleichzeitig ist es für mich wunderschön zu sehen wie viel Lebensfreude da ist, wie viele Furchtlosigkeit da ist.

00:37:05: man könnte es auch ein bisschen fast als kleine Dummheit bezeichnen Aber er ist wirklich immer wieder dabei, mitten ins Leben zu gehen und seit diesem Fahrradunfall würde ich sagen hat sich mein Vater nicht mehr richtig erholt.

00:37:26: Er war vorher sehr sportlich, sehr kräftig.

00:37:29: nichtsdestotrotz hält ihn das nicht zurück immer wieder mit ins Leben hineinzugehen.

00:37:39: Du hast zu Beginn gesagt, dass dein Vater beziehungsweise deine Eltern schon sehr auch auf Regeln geachtet haben und so weiter.

00:37:51: Also das ist ja eine ziemliche Einschränkung für vieles.

00:37:55: Ist er jetzt freier?

00:37:56: Dein Vater ist ja jetzt irgendwie unkonventioneller auf Konvention, hat das sicherlich sehr geachtet.

00:38:03: Also gerade auch wenn man überlegt in welcher Zeit diese Menschen gelebt haben und groß geworden sind

00:38:11: wie

00:38:11: ist es jetzt?

00:38:12: Ja, also mein Vater war im Grunde genommen zweigeteilt.

00:38:16: Einerseits dieser ... Ich möchte fast sagen wirklich ...

00:38:20: Streng!

00:38:20: War er streng?

00:38:21: Er ist ein strenger Vater.

00:38:22: Nein

00:38:23: eigentlich nicht.

00:38:25: Also es gab dieses Penieble Also es gab Vorstellungen, also Licht aus Tür zu Schuhe in Reih und Glied.

00:38:34: Der Frühstückstisch wurde fast geometrisch gedeckt ja alles hatte seinen Platz und also das war wie man sich verhält wie man sie benimmt.

00:38:48: Das war sehr wichtig.

00:38:50: gleichzeitig hat er eben diese Wahnsinns-Taten da in der Natur vollbracht.

00:38:57: zweimal im Grunde genommen mein Vater.

00:38:59: Und es ist ja interessant, wenn wir jetzt mit den Kindern zu meinem Vater kommen und ihn besuchen dann bin ich noch so stark geprägt von früher worauf man alles achten muss, wenn man in diesem Haus ist.

00:39:12: Das höre ich einfach und wir kennen das alle!

00:39:14: Ich höre es die ganze Zeit Licht aus Tür zu, niemand setzt sich einfach so hin, niemand auf die Sofa kannte usw.

00:39:21: Sagst du es deinen Kindern auch?

00:39:24: Wenn ich das jetzt sage kommt mein Vater Ist doch egal!

00:39:31: Im Ernst.

00:39:33: Er will es nicht mehr, er hat das losgelassen.

00:39:40: Und da sind wir wieder bei der Freiheit.

00:39:42: Das heißt ja nicht, dass man formlos wird und dass man respektlos wird, das man unachtsam wird.

00:39:50: Aber die Dinge, die im Grunde genommen gehindert haben, dass mein Miteinander in Kommunikation ist, dass meine Anerkennung einer Lebendigkeit ist – also diese Enge ist vollkommen verschwunden!

00:40:06: Es ist das was ich gemeint habe, dass ich glaube, freier wird.

00:40:12: Dass man einfach nicht mehr auf solche Dinge achtet, die einem auch ganz viel weggenommen haben weil die Regeln einfach zu starr waren.

00:40:23: und

00:40:24: es gab dann so viele Verbote verbote, die machen natürlich enger und die machen auch Rebellion, sie machen auch Unfrieden.

00:40:33: Ja,

00:40:33: es geht nicht nur um Freiheit sondern es geht auch um Unfrieden.

00:40:37: Und wie

00:40:37: viele Auseinandersetzungen sind deswegen geschehen?

00:40:42: und wenn man dann in so ein bestimmtes Alter kommt also wenn man ganz viel dann auch schon erlebt hat und sich dann eingesteht Es gibt so andere Sachen, die sind viel schöner.

00:40:56: Wie genial

00:40:57: ist das denn?

00:40:58: Ja

00:40:58: und das finde ich auch durchaus einen faszinierenden Aspekt wirklich des älterwerdens.

00:41:04: also Ich weiß nicht wann es bei mir anfing das zu sehen vielleicht war das mit Anfang fünfzig Vielleicht auch ein bisschen später?

00:41:12: ich weiß es nicht.

00:41:13: hast du für dich schon das Gefühl dass Du so jetzt schon auch siehst ... älter werden, tatsächlich einem auch so viel mehr geben kann als zuvor.

00:41:27: Oder bist du doch zu jung dazu?

00:41:30: Was soll ich mir jetzt sagen?

00:41:32: Ich

00:41:32: weiß nicht!

00:41:33: Das war ein Fülls, was du denkst... Nein, ich

00:41:34: würde sagen also ich fühle mich sehr wohl mit meinem Alter ja und ich finde es herrlich Und ich merke, dass je älter man wird, desto mehr Möglichkeiten hat man jeden Tag aus Neue Dinge loszulassen und auch ein bisschen mit sich selbst in die Herausforderung zu gehen.

00:41:57: Und zu überprüfen gilt das was ich meine?

00:42:00: Was überhaupt nicht sein darf, gilt das heute eigentlich noch oder... will ich es vielleicht heute mal anders sehen?

00:42:09: und man kann das ja an kleinen Sachen bereits mit dem Partner merken.

00:42:13: Ja,

00:42:13: Beispiel?

00:42:14: Naja!

00:42:16: Will ich mich... Was wären jetzt so typisch?

00:42:22: Will ich mich darüber ärgern, dass die Schuhe beim Reinkommen dahingestellt werden und nicht dahingestehen.

00:42:30: Also will ich wie mein Vater sagen für... Hast

00:42:33: du das auch so gelebt dann in deiner Handel mit deinem Kino?

00:42:36: Nein überhaupt

00:42:36: nicht mehr!

00:42:38: Dafür sind wir zu viele Leute.

00:42:39: aber gleichzeitig natürlich sehe ich trotzdem die Schuh und habe trotzdem die Stimme meines Vaters im Ohr.

00:42:45: Ich denke, okay.

00:42:49: Will ich jetzt diese Stimme im Ohr haben die sich ärgert?

00:42:52: Und wenn man nicht sagt hat man aber trotzdem diese Stimmen und diese Stimme löst trotzdem chemische Prozesse aus und bewusst zu sagen Möchte ich diese Stimmel hören möchte ich mich ärgern oder möchte ich einfach sagen Egal, ich stelle sie ordentlich hin weil es ist für mich schön.

00:43:11: Aber ich muss jetzt nicht durch den Flur rufen wer hat hier die Schuhe wieder nicht richtig hingestellt?

00:43:16: Das heißt aber nicht dass jeder wilde Sau spielt und auf meine Kosten irgendwelche Sachen macht und Alexa in vollkommender Annahme die ganze Zeit rumrennt und irgendwelches Schuhen wieder ordentlich hinstellt.

00:43:29: das meine ich nicht sondern es ist eine Entscheidung.

00:43:32: möchte ich dass mich alles was im Außen, was sowieso nicht zu kontrollieren ist.

00:43:37: Mich ständig triggert und ärgert?

00:43:39: oder kann ich mich entscheiden und sagen es ist eben so und es ist in Ordnung so und ich freue mich dass ich hier so schön in meiner guten Laune verweilen kann?

00:43:51: Ja weil...und da sind wir schon wieder bei dem Stress beim Ärger in der Familie je mehr wir wirklich auch lassen können, sondern natürlich gibt Dinge Wenn man in einer großen Familie lebt, dann braucht es Regeln.

00:44:09: Ansonsten wirst du ja kürre weil dann alles total chaotisch wird.

00:44:14: also das finde ich schon.

00:44:15: aber Es gibt Regeln und es gibt regeln.

00:44:18: Ja man kann pennebel sein Aber man kann auch einfach dafür sorgen dass noch eine struktur da ist dass jeder irgendwo sich wohl fühlt Und das ist was ganz ganz anderes.

00:44:30: und wenn Wenn man da immer ein Stück mehr hinkommt, das finde ich auch richtig gut.

00:44:36: Also ich weiß tatsächlich... Auch für mich dass ich da auch noch in einem Lernprozess bin weil wir haben eine neue Küche und ich habe am Anfang irgendwie gedacht Ich muss total darauf achten, dass es alles schön bleibt.

00:44:55: Dann hab' ich gedacht aber bist du denn verrückt?

00:44:58: Du liebst es!

00:44:59: ... mit Menschen in der Küche zu sein.

00:45:01: Die meiste Zeit hältst du dich eh da auf, weil es wird gekocht... ...es wird gesprochen!

00:45:06: Es finden immer ganz intensive Gespräche gerade beim Kochen und beim Essen statt.

00:45:14: Und außerdem willst du doch auch, dass man sich wohl fühlt und erst mal nicht das Gefühl hat, darf ich das jetzt machen?

00:45:19: Darf ich das?

00:45:20: Da gibt's vielleicht einen Fleck oder

00:45:21: nicht?!

00:45:27: Klaube tatsächlich, dass ich es geschafft habe.

00:45:30: Dass das mir echt egal ist.

00:45:32: Also wenn ein Fleck da ist, was sich sauber machen kann, kann ich saubermachen und ansonsten zählt doch das Erlebte in der Küche?

00:45:41: Und nicht ob da jetzt irgendwie vielleicht einen Messer an der fallenden Stelle am Magneten hängt oder nicht Sondern es geht doch darum, was habe ich mit den Menschen

00:45:54: die mir

00:45:54: ganz viel bedeuten erlebt.

00:45:58: Es ist so unwichtig auf

00:46:00: solche...

00:46:02: auf solche Reglementierungen im letzten Endes, was es sind doch zu achten.

00:46:08: Ja aber ist das nicht eine große Befreiung?

00:46:10: Ist das nicht wunderschön?

00:46:11: und Petra ich merke ja selber an mir dass ich in mir auch die ganze Zeit noch kleine Prozesse am Laufen habe wie ich irgendwas haben möchte.

00:46:23: Meine Mutter hat beispielsweise sehr intensiv Salat und Möhren, Gemüse abgewaschen mit Natron alles abgerieben usw.

00:46:34: Damit bin ich aufgewachsen, dass man Gemüso so putzt!

00:46:38: Und es ist für mich eine ganz tolle und das mag vielleicht ein bisschen lächerlich wirken aber es is für mich ne wunderschöne Übung mal in ne Gurke zu beißen die nicht vorher mit natron abgewaschen wurde.

00:46:49: also da sind ja schon meine Beschränkungen weil ich gelernt habe, eine Gurke muss mit Natron abgewaschen sein.

00:46:57: Und wenn meine Kinder die glücklicherweise sagen ohne mich Mama, ich esse die Gurke so dann kann ich sagen komm jetzt gib mal her!

00:47:08: Jetzt bin ich mutig und erzähle sich die Gurken.

00:47:10: ohne Natron hat doch jeder seine kleinen Prinzipien.

00:47:15: Mein Mann hat andere Prinzipien, er hat nicht gerne mehr Nudelwasser aus dem Topf kocht – das ist mir wiederum egal!

00:47:24: Aber mein Mann

00:47:25: hat gelernt... Du warst über den Topf?

00:47:27: Ja

00:47:27: ja, wenn dann mein Mann halt gelernt.

00:47:29: also alles was klebt, alles was überkocht ist nicht gut und dann reagiert er darauf.

00:47:35: aber so haben wir alle unsere kleinen Dinge die uns einen ganzen Tag um die Ecke treiben dann wieder an meinen Vater.

00:47:43: Da war ich fassungslos, das ist aber schon dreißig Jahre her, vierzig Jahre her.

00:47:48: da sind wir ein Feldweg lang gegangen und mein Vater hat sich gebückt eine einzelne Möhre aufgehoben und hat sie aufgegessen Und meine Mutter die Gemüse mit Natron abgewaschen.

00:48:03: Mein Vater, der aber gelernt hat.

00:48:06: Alles was essbar ist sofort rein und ich als Kind dieser beiden so unterschiedlich von zwei unterschiedliche Informationen bekommen war fassungslos, was mein Vater gemacht hat.

00:48:19: Und heute, wann immer ich eine Gurke die ohne Natron abgewaschen isst, esse, denke an meinen Vater und denke er hat diese Möhre

00:48:27: überlebt.".

00:48:30: Also da muss ich jetzt einfach mal was sagen, ganz prinzipiell.

00:48:34: Also Kinder die vom Bauernhof kommen und wirklich mit ganz viel Schmutz und auch direkt irgendwelchem Gemüse aus der Erde groß geworden sind weil sie einfach reingebissen haben das ist die gesundesten.

00:48:48: Und ich habe gelernt träg reinig den Magen und macht dich stark.

00:48:52: ja und

00:48:53: ich glaube so ist es auch.

00:48:57: Ich weiß, ich hab sogar noch nicht mit meinem Lehrer, mit Klaus Leitzmann.

00:49:00: Habe ich auch noch mal diskutiert?

00:49:02: Weil er auch immer sagt, das musst du doch abwaschen!

00:49:06: Ich wasche das wenigstens ab weil ich kauf Bio.

00:49:10: Also ist schonmal gut und wenn es alte Sachen sind oder so ältere die ich nicht gleich benutzt habe okay dann kann schon sein dass sich auch ein bisschen Wasser drüber fließen lassen.

00:49:19: aber ansonsten denke ich meine Güte was soll schon passieren?

00:49:23: wir brauchen ja auch Tränen.

00:49:26: Von daher, trainier noch ein bisschen.

00:49:29: Lass vielleicht mal ein bisschen oder nimm mal weniger Natronen oder überhaupt nehmt gar kein Natron und wascht es dann halt nur mit Wasser ab?

00:49:37: Oder vielleicht beißt auch einfach mal so rein?

00:49:40: Ja also mein Mann kommt ja auch vom Land und ist auch eher dieses Plätschern.

00:49:48: Also das sind Prozesse, man lernt immer weiter dazu dadurch dass man eben nicht den anderen Ins, ich sag mal jetzt unser schönes Bild ins Natron abwaschen zwingt.

00:50:00: interessiert ist und sagt, oh du lebst auch noch.

00:50:03: Ja?

00:50:04: Du hast bisher ohne Natron leben können.

00:50:07: also vielleicht finden wir uns da irgendwo in der Mitte und das lässt einem mehr Freiheit.

00:50:13: Ich bin gerade gespannt habe eben gerade überlegt ich würde ja so gerne wissen was deine Kinder später mal machen werden wenn sie eigene Kinder haben.

00:50:22: Ob Sie jetzt natron nehmen oder ob sie waschen.

00:50:26: Das wäre schon spannend, weil die können sich ja aussuchen.

00:50:31: Sie hätten es gut an die Möglichkeiten

00:50:33: auszusuchen.

00:50:34: Also Petra, wir sind ja zehn, zwölf, vierzehn und dreiundzwanzig und siebenzwanziger.

00:50:39: Und ich beobachte schon was manche von mir von

00:50:45: Manch...

00:50:47: Ja, also das

00:50:48: waren die?

00:50:49: Ja, meine große Tochter, die ist siebenzwanzig.

00:50:51: Die arbeitet in einer Firma, die Dokumentarfilme macht und sie hat von meinem Mann einen Schrebergarten gepachtet bekommen und da baut sie jetzt mit ihrem lebensgefährten Gemüse an.

00:51:07: Und das bringen Sie eben immer zu uns mit, und das ist ja noch so richtig erdig!

00:51:12: Jetzt lerne ich gerade wirklich mehr und mehr dieses Erdige kennen – und ich finde es großartig, ich find's wirklich toll!

00:51:22: Insofern kommt jeden Tag wieder was dazu.

00:51:24: und um deine Frage zu beantworten die siebenundzwanzigjährige Macht im Gemüsen genau wie du.

00:51:29: Einmal kurz unter Wasserhahn.

00:51:32: Will ich mal

00:51:33: gespannt in zehn Jahren, wie du es machen wirst?

00:51:35: Ja ja.

00:51:38: Ich bringe eine Möhre mit!

00:51:41: Weil es ist

00:51:42: wirklich so... Es verändert sich so viel und das wird irgendwie... Das wird auch leichter.

00:51:47: Also ich will jetzt nicht sagen dass alles leicht wird und so auch wenn man älter wird.

00:51:51: Es wird auch einiges natürlich nicht ganz leicht aber Aber im Großen und Ganzen, ich bewege mich gerade.

00:51:57: Und das ist auch so eine Veränderung die ich mitbekomme.

00:52:00: Ich habe ja wirklich auch schon gehadert mit dem Alter werden.

00:52:04: insgesamt aber ich hab das Gefühl irgendwie sitzt mir ein bisschen schalke im Nacken sowas tatsächlich des Elterwerden anbelangt weil ich glaube es wird immer witziger es wird leichter es wird schöner.

00:52:20: Ich weiß auch um die Seite, die nicht so schön ist.

00:52:23: Ich weiß um die Endlichkeit aber ich weiß auch diese ganzen Freiheiten und diese Momente, um diese Veränderung, die ich mir jetzt endlich auch gestattet habe.

00:52:33: Das finde ich schon ziemlich cool!

00:52:35: Aber weißt du meine Großmutter ist?

00:52:38: Die Mutter meines Vaters ist alt geworden.

00:52:43: Und ich kann das so bestätigen jedenfalls was diese wunderbare Frau anbelangt.

00:52:48: sie hat immer funktioniert Und ich hab sie kurz vor ihrem Tod immer noch mal hin und wieder.

00:52:55: Sie hat leider sehr weit weggewohnt, deswegen habe ich sie nicht so häufig gesehen.

00:52:58: aber wenn ich sie besucht habe, habe ich gemerkt, sie wurde immer fröhlicher und immer frecher!

00:53:06: Und sie hat immer mehr Spaß gemacht und sie hatte Krankheiten auch die sie überstanden hat und sie ist weiter und immer weiter gegangen.

00:53:18: unglaubliche Fröhlichkeit, die sie zum Schluss hatte.

00:53:21: Und diese innere Freiheit waren ganz schön!

00:53:29: Ja und so glaube ich kann es uns angehen wenn wir's denn zulassen.

00:53:36: also das ist bestimmt man muss schon bereit sein und es gelingt nicht jedem aber den die die bereit sind glaubt die haben ein ganz schönen viel tolles vor sich.

00:53:51: ja

00:53:53: Alexa, ich würde gerne jetzt noch mal auf ein Thema zu sprechen kommen was schon auch traurig ist.

00:54:00: Aber glaube ich auch ein ganz wichtiges Deine Mama ist gestorben.

00:54:06: Das

00:54:06: war letztes

00:54:07: Jahr?

00:54:07: Genau vor einem Jahr heute.

00:54:09: Heute vor einem Ja!

00:54:13: Was

00:54:15: hat es mit dir gemacht?

00:54:23: Wo wir beim Thema sind?

00:54:24: Ich bin noch freier geworden.

00:54:31: Also ich hatte ja einen sehr enges Verhältnis zu meiner Mutter.

00:54:35: Immer, teilweise wirklich sympathisch in der Kindheit und Jugend.

00:54:42: Und als Kind lag ich abends oft im Bett und habe mir vorgestellt wie es ist ohne meine Mama zu sein.

00:54:53: Das hat mir furchtbare Angst gemacht!

00:54:56: Ich hab mich immer wieder, habe ich immer wieder gezählt wie alt bin ich wenn meine Mama stirbt?

00:55:04: Und ein Leben ohne meine Mama konnte ich mir nicht vorstellen.

00:55:09: Und irgendwann mit Anfang zwanzig wurde mir das zu eng und ich habe versucht mich von meiner Mutter in gewisser Hinsicht einerseits abzutrennen, andererseits trotzdem verbunden zu sein.

00:55:31: Und das ist sicherlich auch ein Prozess, den kennen viele und der ist nicht so leicht weil man einerseits fängt ja schon in der Pubertät an, einerseits genervt es von den Eltern andererseits ist da eine tiefe Traurigkeit, weil man nicht versteht warum man plötzlich genervt ist von den Menschen die man so sehr liebt was einen stört und es tut weh in die Distanz zu gehen und gleichzeitig sucht wieder die Nähe.

00:55:59: und es ist ein Wechselspiel zwischen Distanz und Nähe.

00:56:03: Und das war auch kein immer so einfacher Prozess, auch für meine Mutter nicht weil sie das nicht verstanden hat warum ich mich entferne.

00:56:18: Jetzt war ich nie so entfernt dass wir keinen Kontakt mehr hatten aber gleichzeitig hatte ich zunehmend den Eindruck Und, dass sie mich vielleicht sogar mehr braucht als ich sie.

00:56:33: Also es kehrte sich

00:56:34: um... In dieser Zeit!

00:56:35: ...

00:56:36: in der Eierzeichen wurde.

00:56:37: Also das heißt im Grunde genommen mein kindliches Bedürfnis immer bei meiner Mutter zu sein, sich fast umkehrt.

00:56:44: Das heißt, dass ich wusste und gespürt habe wie sehr ich eine Rolle im Leben meiner Mutterspiele.

00:56:54: Vielleicht auch über das hinaus was Was, wenn man so sagen würde normal ist.

00:57:03: Ich wollte

00:57:03: einfach sagen was ist normal?

00:57:05: Eben eben aber ich war so ihre Ansprechpartner

00:57:09: für

00:57:09: vieles und alles und das war auch sehr gerne.

00:57:14: gleichzeitig hatte ich irgendwann auch den Eindruck ich kann dass in diesem Umfang nicht leisten.

00:57:30: und gleichzeitig war meine Mutter wieder eine Frau mit der ich mich sehr, sehr gerne unterhalten habe.

00:57:39: Mit der man sich großartig unterhalten konnte die unglaublich großzügig, unglaublich liebevoll war, die ein sehr feines Empfinden für andere hatte.

00:57:52: und Und dann ist meine Mutter ja sehr krank geworden.

00:57:58: Sie hat Brustkrebs bekommen vor zwölf Jahren und das war eine sehr, sehr heftige Diagnose und die hat mich sehr aus den Schuhen gehauen weil bei meinem Vater lief das eben so schleichend dieser älter werdens Prozess und bei meiner Mutter setzte das schlagartig ein.

00:58:23: Und ich glaube, dass kennen auch sehr viele, schlimme Krankheit bekommen, dass das Weltbild wirklich aus den Angeln hebt.

00:58:34: Weil die Eltern sind für uns oft so mächtig wie Gott.

00:58:38: Wir denken sie sind unzerstörbar.

00:58:40: jedenfalls als Kinder hat man oft den Eindruck Sie sind unzerstörbar und plötzlich ereignet sich etwas was man nie gedacht hätte was die Eltern ein würden.

00:58:49: natürlich weiß man dass es Krankheiten gibt aber dass die eigenen Eltern plötzlich Verletzlich sind auf diese Art und Weise.

00:58:57: Und damit hatte ich schon auch viel zu tun, das zu verstehen was das für meine Mutter bedeutet mit Tat, dass unglaublich leid für meinen Mutter.

00:59:05: Was natürlich auch für mich und mein Selbstbild und auch die Verletzlichkeit anbelangt.

00:59:11: Damit hatte ich doch schon viel zu tun, das am Ende zu verstehen.

00:59:18: Sind bei dir Ängste hochgekommen?

00:59:21: Mit der Krankheit deiner Mutter?

00:59:23: Ja, eigener Ängste.

00:59:24: Natürlich!

00:59:25: Also aber ich denke dass diese Ängsten die hochgekommen sind natürlich wiederum mit dem zu tun hatten was mich mein Leben lang schon begleitet hat.

00:59:35: also das heißt dieses im Bett liegen und ausrechnen wie alt werde ich sein wenn meine mutter stirbt.

00:59:41: das heißt dass mir als kind sehr früh schon die eigene Endlichkeit bewusst war dass mir sehr früh bewusst war alle sterben.

00:59:52: Ich habe mich sehr viel mit dem Tod auseinandergesetzt und das ist sicherlich auch wieder ein Grund, warum ich angefangen habe zu schreiben weil ich verstehen wollte, warum sterben wir?

01:00:03: Was sorgt diese Endlichkeit in unserem Leben für?

01:00:08: was sorgt dieses Bewusstsein um die Endlichkeit?

01:00:14: Das hat ja zwei Seiten.

01:00:15: einerseits hat es mir Angst gemacht, andererseits hat das dafür gesorgt dass ich mir meines eigenen Lebens sehr sehr bewusst bin.

01:00:22: Dass sich sehr bewusst sein wollte sehr schnell was auch nicht so leicht geklappt hat.

01:00:28: Ich bin auch durch unterschiedliche Phasen meines Lebens gegangen und diese Angst, die kamen als ich das erste Mal Mutter wurde mit vierundzwanzig sechs und zwanzig Jahren.

01:00:40: Das kam diese immense Angst vor dem Tod nochmal und ich denke dass es einfach eine Angst die sagt jetzt findet eine Zäsur in deinem Leben statt Jetzt hört das bisherige Leben auf Individuum oder die Persönlichkeit, die du meinst, die Du bist.

01:01:00: Die endet hier und etwas in einem hat furchtbare Angst davor Und ich bin damals In der Kindheit durch diesen Prozess gegangen.

01:01:10: Ich bin als junge Frau Als meine Tochter auf die Welt kamen Durch diesen Prozesse gegangen und ich Bin noch mal durch diesen prozess gegangen.

01:01:18: als Meine mutter Damals vor Ja eben für zwölf Jahren so krank wurde hab das wieder loslassen müssen, dass ich jetzt im Grunde genommen die Tochter von dieser Mutter bin.

01:01:33: Und dann sind meine Mutter und ich ja wieder in eine andere Beziehung eingetreten.

01:01:41: Als meine Mutter natürlich ist sie durch ein Prozess gegangen in den letzten zwölf Jahren viele werden das auch kennen Einmal mit so einer.

01:01:53: Es war eine sehr weit fortgeschrittene Krebserkrankung, die meine Mutter damals hatte und sie ist unfassbar durch diese Zeit gegangen natürlich mit vielen Untersuchungen Mit vielen Ergebnissen mit vielen Überlegungen.

01:02:07: Und meine Mutter hat aber auch eine unglaubliche Lebensfreude und Lebenskraft in sich und Sie hat das zwölf Jahre lang durchlebt.

01:02:17: und in dieser Zeit habe ich auch verstanden, was eine solche Krankheit mit einem Menschen macht.

01:02:27: Und natürlich der Familie macht.

01:02:31: Um deine Frage zu beantworten als meine Mutter gestorben ist waren Wochen da gewesen des nochmal Verstehens, des Abschiednehmens Und insofern war ich, als meine Mutter gegangen ist, habe ich eine Erleichterung empfunden.

01:02:57: Dass sie für sich auch loslassen konnte und in Frieden war.

01:03:08: Du hast vorhin gesagt dass deine Mutter, als ihr verstorben war das

01:03:13: du

01:03:15: dich freier gefühlt

01:03:16: hast.

01:03:19: Und jetzt hast du Das nochmal anders formuliert.

01:03:23: Du hast gesagt, dass du froh warst für deine Mutter das sie hat loslassen dürfen.

01:03:29: Alexa ich glaube du darfst trotzdem auch sagen Dass du dich freier gefühlt hast.

01:03:34: Ja weil ich

01:03:36: das ist was mir immer wieder auffällt Wenn wir sehen wie ein menschlich verabschiedet mit so einer langen krankheit Dann ist es auch wirklich für diejenigen die begleiten schwer.

01:03:52: Und wenn dieser Mensch dann geht, dann ist es glaube ich auch für die, die begleitet haben tatsächlich erst mal... Es ist geschafft!

01:04:05: Ja, ja.

01:04:07: Es ist gut so.

01:04:08: und dann im zweiten Schritt auch gut so für den Menschen weil ich glaube so eine Endphase ist dann auch gut, wenn sie irgendwann mal vorbei ist, weil's schwer ist und weil viele dann ja auch mehr oder weniger nicht loslassen wollen, die ein leichter die anderen.

01:04:26: Aber es ist auch für diejenigen, die dabei waren, ist das durchaus auch...

01:04:32: Ja,

01:04:33: es ist schon... Es ist schon auch anstrengend und das darf man auch sagen dass es dann auch eine Befreiung war, auch ne Befreiungen vielleicht jetzt zu sagen okay es gibt da jetzt gerade keine Mama mehr, die hatte ich ja sowieso ganz arg geprägt.

01:04:57: Deswegen ist sie irgendwo immer in dir vorhanden.

01:05:03: aber vielleicht kannst du jetzt trotzdem nochmal das eine oder andere für dich leben was du vielleicht hinterfragt hättest solange deine mama noch da ist.

01:05:15: Also Petra, das ist sehr schön was du sagst und da danke ich dir sehr.

01:05:21: Du hast vollkommen recht?

01:05:22: Das ist nicht ganz leicht zu formulieren.

01:05:28: Da danke ich Dir nochmal dass du mir diese kleine Rampe baust.

01:05:32: Ich denke tatsächlich bis meine Mutter gestorben ist der Abschied schon begonnen hatte für mich geschaut habe aber auch mit meiner Familie, mit meinen Kindern zusammen.

01:05:50: Mit meinem Bruder der sehr viel mit mir zusammen auch bei meiner Mutter war was wunderschön war und ich mein Bruder noch mal sehr sehr nahe gekommen bin.

01:06:01: wir geschaut haben dass wir alles was wir in uns klären wollten so weit das möglich ist klären und bei meiner mutter sind.

01:06:13: Und tatsächlich ist es so, in dem Moment, in den meine Mutter gegangen ist nicht die Trauer in allererster Linie da war sondern wieder ein Gefühl von Freiheit.

01:06:31: Das heißt das eine bestimmte Sichtweise... Es ist ja die Fuß, eine bestimmten Sichtweise auf die Welt nicht mehr da war, die mich auch an bestimmten Stellen zurückgehalten hat.

01:06:48: Und ich habe ja, was ich vorhin schon gesagt hab diese Heimkehrtriologie geschrieben die sich mit dem Leben meiner Großmutter der Mutter meiner Mutter beschäftigt.

01:06:57: Ich habe da mit meiner Mutter zusammen gearbeitet insofern dass meine Mutter mir auch sehr viele Informationen über meine Großmütter gegeben hat und das war ganz wichtig für meine Mutter, dass dieser Heimkärtriologie über ihre Mutter eben dass sie das ein bisschen mit beaufsichtigen kann, sage ich mal so.

01:07:17: Und ich habe jetzt vorgestern mit meinem Vater telefoniert und habe zu ihm gesagt Papa Ich bin gespannt wie die alte Pfade gefällt.

01:07:26: dieses Buch hätte ich nicht so schreiben können wenn ich gewusst hätte dass Mama es noch einmal liest.

01:07:34: und mein Vater hat gesagt ich weiß Und da, ich möchte noch mal sagen.

01:07:44: Es geht ... wenn ich das sage und ich hoffe dass das vermittelt sich es geht nicht gegen meine Mutter überhaupt nicht sondern es ist die Zeit gekommen in der ich überhaupt meinem Vater nochmal neu begegnen kann.

01:08:02: und das ist der Aspekt.

01:08:04: Dass dieser Weg und deswegen alte Pfade ist jetzt so möglich, dass wir uns nochmal begegnen können und uns noch mal fragen können wer sind wir eigentlich?

01:08:20: Und ich denke das nicht nur ich sage.

01:08:23: Ich lerne meinen Vater nochmal neu kennen sondern mein Vater lernt mich jetzt kennen.

01:08:29: Das klingt jetzt wahnsinnig gefährlich!

01:08:32: Nein so ich meine dass er einfach tatsächlich sieht oh das ist Alexa und er war bei uns zu Besuch Wir sind ja viele Leute in der Wohnung und dann sitzt mein Vater da auf dem Sofa und sagt, so sieht also Familienleben aus.

01:08:55: Ja!

01:08:57: Was hat dieser Satz mit dir gemacht?

01:09:01: Ich habe mich unglaublich gesehen gefühlt weil es ist ähm das kennen wahrscheinlich auch wahnsinnig viele wenn Mama und Papa da sind Dann redet die Mama In vielen Familien noch.

01:09:19: Ist es meiner Beobachtung so, dass die Mutter geht in die Küche?

01:09:24: Die gibt Hinweise, die kümmert sich um die Enkelkinder und die Väter.

01:09:29: also Großväter ziehen sich meist dann doch ganz bisschen aus dem wilden Geschehen zurück.

01:09:35: Es geht nicht für alle aber für viele.

01:09:39: Meiner Beobuchtung nach ich will auch nicht über einen Kamm scheren Aber nun war meine Mutter Nicht mehr da, die im Grunde genommen ... Ja.

01:09:49: Diejenige war

01:09:51: geführt hat?

01:09:51: Ja

01:09:52: auch!

01:09:52: Die fürs Familie emotionale zuständig war.

01:09:56: und plötzlich saß mein Vater bei uns auf dem Sofa und war nun der Ansprechpartner für bestimmte Dinge, für die meine Mutter sonst Ansprechpatnerin war.

01:10:06: So geht Familie hatte damit gemeint dass er plötzlich mehr Ansprech-Partner war als Als früher?

01:10:16: Ja,

01:10:16: ich glaube hat es genossen.

01:10:18: Total!

01:10:19: Und das Schöne ist ja wenn ich jetzt meine Frage habe und meinen Vater eine Nachricht schreibe und sage Papa wie siehst du das?

01:10:25: Wie würdest du das sehen?

01:10:26: Ich krieg ja ne Antwort.

01:10:28: Das ist ne Antwort die sehr sehr profund ist, die ich aber vorher nie abgefragt habe.

01:10:39: Ah... Du bist automatisch viel mehr Bei deiner Mama gewesen, bei deiner Mutter und hast sie gefragt als dein

01:10:49: Vater?

01:10:49: Naja auch wenn ich angerufen habe hat mein Vater den Hörer weitergegeben.

01:10:53: Also das sind ja so die Mechanismen in vielen Familien dass er Kind ruft an, Mama ist zuständig Und das bedeutet ja dass man ganz viel gar nicht mitbekommt.

01:11:06: was würde denn der Vater dazu sagen?

01:11:09: und Das ist wunderschön was mein Vater sagt weil es von dem Tiefen Vertrauen ins Leben auch erzählt und das ist für mich eine ganz neue Erfahrung.

01:11:18: nochmal.

01:11:19: Obwohl ich das Subkutan immer mitbekommen habe, nur verbalisiert hab' ich's nicht

01:11:25: mitbekommen.".

01:11:28: Aber du hast es definitiv immer gespürt?

01:11:31: Ja!

01:11:32: Weil

01:11:32: ansonsten hättest du dich nicht an dieses Projekt Alte Pfade auf den Weg gemacht.

01:11:38: Hättest Du nie.

01:11:39: Ja.

01:11:40: Weil...du hast es auf jeden Fall immer geahnt.

01:11:44: Und ist es spannend, was du da entdeckst bei deinem Vater?

01:11:47: Was da so kommt.

01:11:49: Sind das neue... sind ganz neue Dinge die du vorher gar nicht so gesehen hast.

01:11:55: Ist er ein anderer Mensch im Übrigen?

01:11:56: Also natürlich falsch zu sagen ist ein anderer Menschen.

01:12:00: Er ist natürlich deinen Vater aber ist eher ohne deine Mutter

01:12:05: ist...

01:12:06: wow!

01:12:06: Jetzt wollte ich gerade sagen vollständiger weiß ich nicht ob ich das so sagen darf, darf man das so?

01:12:13: Keine Ahnung, aber...

01:12:15: Ja also... Das ist auch eine gute Frage, ob man das so sagen darf.

01:12:23: Wir können es ja im Grunde genommen.

01:12:25: wir behelfen uns damit dass wir sagen ein familiäres System ist eine Dynamik und wenn innerhalb dieses familiären Systems sich etwas verändert, verändert sich auch die Dynamik.

01:12:42: Und diese veränderte Dynamik sorgt dafür dass mein Vater jetzt in bestimmte Dinge mehr einbringt als er das vorher von ihm abgefragt war und das sind natürlich Jahrzehnte alte, eingeübte Muster.

01:13:03: Und dadurch dass diese Muster die eingeübt waren nicht mehr da sind entwickeln – nicht nur mein Vater sondern auch ich meine Geschwister, meinen Mann und meine Kinder plötzlich neue Seiten.

01:13:18: das ist das was ich vorhin sagte.

01:13:19: wir verhalten uns anders in diesem Haus nicht nur weil meine Mutter jetzt nicht da ist, sondern weil mein Vater sich eben auch anders verhält und Dinge plötzlich wesentlich gelassener sieht als vorher.

01:13:32: Und insofern würde ich sagen kommen Aspekte in meinem Vater zum Tragen die vorher nicht abgefragt waren.

01:13:40: aber weißt du?

01:13:41: Ich habe jetzt wirklich überlegt.

01:13:43: durfte ich diese Frage stellen?

01:13:44: ja aber es gibt immer wieder die Antwort darauf die letzten Endes so versöhnlich ist.

01:13:51: Und zwar, dass ihr dein Vater, deine Geschwister, die ganze Familie jetzt so sein kann wie sie ist

01:14:01: hat

01:14:01: auch was damit zu tun das seine Mutter so war wie sie war.

01:14:06: Ja

01:14:06: Wie schön ist es denn?

01:14:08: ja

01:14:09: und dann sieht es nicht so aus als würde man erst irgendwie mehr noch

01:14:18: spüre

01:14:19: noch mehr als so Mauern einreißen, die man vielleicht in sich hatte.

01:14:24: Nur weil jetzt ein Mensch gegangen ist sondern nein!

01:14:27: Man hat überhaupt auch erst all dies empfinden können, weil dieser Mensch doch da war.

01:14:34: also es doch alles wieder gut.

01:14:36: Also dafür habe ich ein sehr schönes Beispiel übrigens.

01:14:40: Ich gebe dir damit sehr recht meine Mutter wäre gerne gereist und mein Vater kein großes Interesse dran gehabt.

01:14:50: Und jetzt plötzlich entwickelt mein Vater ein ganz seltsames Interesse am Reisen!

01:14:59: Und mein Mann und ich sagen manchmal, was hätte meine Mutter dafür getan?

01:15:07: Die Dynamik hat sich geändert.

01:15:09: Und es ist auch sehr schön, was du sagst, weil meine Mutter wirklich die absolut liebevollste Mama war, die man sich vorstellen kann.

01:15:17: und dieses liebevolle das lebt in meinen Kindern.

01:15:20: Das lebt mit meinem Mann.

01:15:22: Mein Mann hatte ein so wunderschönes Verhältnis zu meiner Mutter und dieser Raum ist da.

01:15:29: und dieses Liebevoll miteinander sein Das zeigt sich.

01:15:34: Und da hast du absolut recht und da zeigt sich auch meine Mutter wieder, jenseits auch ihrer Krankheit.

01:15:41: Vielleicht kann man auch sagen die Krankheit ist nicht mehr da ja aber das Wesenhafte meiner Mutter dass was eigentlich unter allem auch unter dem Leid war unter dem durch die Krankheiten durchgehen.

01:15:54: durch der Sorge Die Ängste die sie hatte scheint jetzt das wesen hafte durch nämlich ihre unglaubliche Liebesfähigkeit.

01:16:07: Warst du ein wilder Fäger früher?

01:16:09: Ich?

01:16:10: Ja.

01:16:12: In welcher Beziehung, in ganz verschiedenen Beziehungen?

01:16:15: Das

01:16:15: würde ich natürlich gerne wissen.

01:16:17: und jetzt stellen mir deine Mutter als irgendwie... ich weiß auch nicht so eine zarte Frau vor allerdings jetzt nicht schmal oder sogar nicht sondern ganz zartes Wesen Die ganz eng mit ihrer Tochter ist.

01:16:41: Diese Tochter liebt ihre Mutter, kommt in die Pubertät, entwickelt Essstörung... Haben deine Eltern das relativ schnell mitbekommen?

01:16:58: Also ich würde mal sagen es auch witzig mein Vater hat das nicht so schnell mit bekommen.

01:17:04: beziehungsweise würde ich sagen hat mein Vater immer die Einsicht vertreten, das regelt sich schon wieder.

01:17:13: In ihm ist einfach ein tiefer Glaube, dass in einem der Lebenswille ist und man geht durch Prozesse.

01:17:19: Hat er recht gehabt?

01:17:22: Das ist auch eine Interesse... Petra hier wie auf dem heißen Stuhl aber ich beantworte alle Fragen sehr gerne weil natürlich auch Antworten dazu für mich gesucht habe.

01:17:34: Ich denke Und das ist nicht wissenschaftlich, was ich jetzt sage.

01:17:38: Sondern das ist eine rein subjektive Erfahrung von der ich aber mutmaße dass sie sehr oft zutrifft.

01:17:47: Dass wenn man Kinder oder Jugendliche die Nicht-Essen sehr oft darauf anspricht, dass sie essen sollen verstärkt man eine Magersucht weil darüber eine Identität entsteht.

01:17:59: Das heißt die Ich-Hungere.

01:18:03: Ich möchte damit etwas erzeugen.

01:18:05: Mein Außen reagiert darauf und sagt, du bist der Mensch, der hungert.

01:18:09: Das schafft meine Identität und weil ich diese Identität behalten will, hungere ich noch mehr.

01:18:16: Hätte niemand in meinem Umfeld darauf geachtet gibt es zwei Möglichkeiten?

01:18:20: Ich hätte noch stärker gehungert bis jemand reagiert oder ich hätte davon abgelassen und gesagt das ist nicht die richtige Methode.

01:18:28: aber Meine Eltern haben eben sehr unterschiedlich reagiert, meine Mutter mit enormer Sorge und mein Vater eben mit Ignoranz kann man fast sagen.

01:18:38: Und ich denke schon dass wenn Grundsätzlich und wir wissen alle, wir machen Fehler.

01:18:47: Und ich als Mutter mache auch ständig Fehler und ich sehe zurück und denke hätte ich es mal besser gewusst.

01:18:53: also kein Vorwurf an meine Mutter.

01:18:56: Ich sage nur aus der Erfahrung heraus hätte meine Mutter sich weniger Sorgen gemacht und hätte mir mehr vertrauen können dann gezeigt, Alexa du kannst Vertrauen ins Leben haben.

01:19:09: Dann und hätte ich von ihr dieses Vertrauen gelernt stärker was mein Vater unterschwellig die ganze Zeit hatte.

01:19:17: vielleicht hätte das meint es etwas verkürzt.

01:19:20: aber so war's eben und dadurch bin ich wieder durch Prozesse gegangen und habe sehr viel lernen können und ansonsten säße ich heute nicht hier.

01:19:27: liebe Petra

01:19:29: eben drum.

01:19:32: Ich würde gerne noch mal so auf deine wilde Zeit zurückkommen.

01:19:36: Wie ist denn bitte deine sanftmütige Mutter damit umgegangen, dass du wirklich alles ausprobiert hast?

01:19:46: Petra,

01:19:47: manchmal frage ich mich bei deinen Fragen.

01:19:50: Hast du irgendwie eine Geheimakte über mich?

01:19:53: Du stellst so wirklich so schöne präzise Fragen die wirklich mitten rein gehen aber ich beantworte sie total gerne.

01:20:02: Nein!

01:20:02: Ich bewundere dass du wirklich ein so feines Gespür dafür hast wo Schwierigkeiten waren.

01:20:09: ja weil auch mein Vater hätte gesagt lass die Kinder, ja?

01:20:16: Geht

01:20:16: vorbei.

01:20:17: Und für meine Mutter war das Ablösen der Kinder – dass ihre Kinder ich möchte mal sagen die Metamorphose vom kindlichen Körper zum weiblichen Körper war für meiner Mutter nicht schön, dass das in mir stattfand.

01:20:43: Das hat sie, würde ich sagen sehr bedrückt, dass das Kindliche verschwindet und dass etwas Weibliches hinzukommt.

01:20:54: Und ich würde aus heutiger Sicht sagen, dass schon das schwierig für meine Mutter war, das Weibliche anzunehmen.

01:21:02: Sie war eine sehr schöne Frau – sehr hübsch!

01:21:05: Sie hatte aber ab einem gewissen Alter sich die Haare abgeschnitten sehr männliche Kleider getragen und im Grunde genommen dieses weibliche versteckt ja abgelegt.

01:21:18: Und ich denke, dass sie das wirklich sehr beunruhigt hat auch wenn ich mich sehr sehr Freude an dieser Weiblichkeit hatte und wenn du mich nach heißem Fäger fragst, ich dieses heiße Fegertum auch absolut ausprobiert habe.

01:21:36: Weil ich auch gesagt habe Ich möchte nicht in dieser Enge leben!

01:21:40: Ich möchte mich ausprobieren.

01:21:41: Ich möchte Nicht so enden wie meine Mutter, so in diesem Gefühl der Gefangenheit.

01:21:47: Ich Möchte rausgehen, ich möchte selbstbestimmt sein als Frau.

01:21:51: Ich möchte ausprobieren und ich möchte erfahren.

01:21:55: Und ich denke, dass das für meine Mutter wirklich ganz, ganz oft für schlaflose Nächte gesorgt hat in denen sie ja wirklich sich gruseligste Vorstellungen gemacht hat was alles passieren kann.

01:22:10: Was aber beim Umkehrschluss bei mir wieder dazu geführt hat, dass ich gedacht habe so jetzt erst recht.

01:22:21: Stell mir das gerade vor sich.

01:22:23: Ich stelle mir an dich vor, du gerade jetzt erst recht.

01:22:28: Du hast glaube ich ganz viele Grenzen überschritten.

01:22:31: Ist das so?

01:22:32: Aber du sitzt hier und du bist verheiratet.

01:22:35: Du bist Mutter von fünf Kindern.

01:22:39: Du findest schon sehr da mit allem... Genauso wie es sein sollte, bist du jetzt hier.

01:22:51: Wie toll!

01:22:52: Also du hast nicht übertrieben aber für deine Mama hast du garantiert Grenzen überschritten und du hast aber gesagt ihr war trotzdem immer eng auch in der Zeit?

01:23:03: Na

01:23:03: ja...

01:23:05: Also, mich gab's wie mein Vater fällt mir gerade auch offenbar zweimal.

01:23:09: Ja?

01:23:11: Das heißt ich war sehr verlässlich.

01:23:15: Ich habe... So ein Leben!

01:23:17: Ja also ... Mich gab es ums Platz zu sagen einmal alkoholisiert eine Schachtel Zigaretten am Tag rauchend und später auch Drogen nehmend.

01:23:31: Und mich gab es als sehr verlässliche Tochter, die sich sehr genau an Absprachen gehalten hat, kommuniziert hat, die der Mutter zugehört hat.

01:23:45: Die sehr aufgeräumt war und ich habe ja sehr früh angefangen zu arbeiten und mein Geld zu verdienen, zu schreiben.

01:23:54: also das heißt Ich war sehr sehr diszipliniert.

01:23:57: Das war die eine Hälfte von mir und die andere Hälfe hat absolut losgelassen.

01:24:02: Und aus heutiger Sicht Würde ich sagen, hat meine Mutter bestimmt nicht alles mitgekriegt.

01:24:09: Was auch in Ordnung ist.

01:24:11: und aus heutiger Sicht würde ich natürlich schon auch sagen Ich wünschte hier und da hätte ich mal ein bisschen kürzer getreten.

01:24:19: Gleichzeitig sind das Geschichten die ich meinen Kindern heute erzähle Nicht in jedem Detail aber ich verfüge über eine gewisse Ein Erfahrungswert den ich an meine Kinder weitergeben kann und sagen kann.

01:24:36: Und an dieser Stelle solltest du anfangen bewusst zu werden, das hilft mir schon auch nicht in der Enge zu gehen und trotzdem zu sagen du kannst auch zu mir kommen wenn etwas passiert und wer Kinder hat weiß dass es eigentlich ständig irgendwas passiert.

01:24:56: Ja

01:24:57: und dieser Satz, je größer auch das was passieren kann Größe und gravierender ist, also das hat auch seine Berechtigung.

01:25:11: Nicht immer aber manchmal.

01:25:13: Also von daher ist es natürlich toll wenn die Kinder das Vertrauen haben dass sie einfach auch zur Mutter oder zum Vater gehen können.

01:25:23: wie ist das eigentlich bei euch?

01:25:24: Wer redet denn bei euch zu Hause?

01:25:26: Wer führt

01:25:28: alle?

01:25:29: Also auch Markus und deine Kinder fragen genauso den Markus um.

01:25:33: die Fragen dich Die fragen sich und.

01:25:37: Aber das war auch ein Prozess, ja?

01:25:39: Also Markus mein Mann und ich wir kommen aus unterschiedlichen Kinderstuben.

01:25:45: Markus kommt aus der Nähe von Leipzig Ich komme aus der nähe von Hannover.

01:25:49: Wir sind unterschiedlich aufgewachsen.

01:25:52: Wir haben unterschiedliche Erfahrungen gemacht Wir haben unterschiedliche Abschiede erlebt und sind auch unterschiedlich erzogen worden.

01:26:02: Und das heißt, wenn zwei Menschen ... Das kennen alle die eine Beziehung einigen.

01:26:07: Sie kennen alle, die Kinder bekommen.

01:26:10: Da treffen diese zwei Kinder, diese Kinder stuben aufeinander.

01:26:15: Es hat natürlich über Jahre gedauert, dass wir sie irgendwie auch kommunikativ angeglichen haben.

01:26:22: Das waren nicht immer lustige Prozesse.

01:26:25: Inzwischen kann ich aber mit wirklich einem ganz viel Stolz und Fröhlichkeit sagen, dass die Kinder inzwischen wissen sie kriegen von uns beiden ungefähr die gleiche Antwort auf ihre Fragen.

01:26:40: Nicht weil wir uns zwingen sondern weil wir ihnen zunehmend eine Leichtigkeit gekommen sind auch erst mal zu akzeptieren Warum der andere diesen Wunsch hat und der andere als Partner?

01:26:56: Und der andere jenen Wunscht hat.

01:26:58: Und wir nach und nach durch dieses Akzeptieren und Annehmen in einen Einvernehmen gekommen sind, indem die Kinder vor allen Dingen merken, Mama und Papa verspannen nicht wenn ich mit dieser oder jener Frage komme.

01:27:16: Was wir vorhin auch gesprochen haben ist es auch wieder ein Aspekt des Freiseins.

01:27:20: Kinder spüren, wenn sie zu Mama und Papa kommen.

01:27:23: Und die verspannen, die kriegen harte Kiefer weil sie fragen kann ich die Jacke für dreihundertneunzig Euro?

01:27:35: Ja du machst die Tür auf ein Kind kommt rein und schon gibt es den nächsten Wunsch, den nächsten wunsch und der nächste Wunscht!

01:27:41: Wenn Du in Erleichtigkeit bleibst und sagen kannst heute nicht... Ja, also ich meine das ist jetzt ein banales Beispiel aber es gibt ja viele Fragen.

01:27:52: Kann derjenige bei uns übernachten?

01:27:54: Darf ich noch Chips?

01:27:55: Darfe ich Pizza bestellen?

01:27:58: Dürfen wir eine Katze haben?

01:27:59: Kriegen wir einen Hund?

01:28:00: Kann ich ein Aquarium einrichten und so weiter und sofort?

01:28:03: Also ist ja endlos!

01:28:05: Ich habe meinen Hausaufgaben nicht gemacht.

01:28:06: Ich hab verschlafen.

01:28:07: Ich muss zum Kieferorthopäden.

01:28:09: wer fährt mich hin?

01:28:09: Ich möchte heute nichts zum Sport.

01:28:11: Das sind ja ständig alles Sachen die auf dich eintudeln als Elternteil.

01:28:17: und da in der Gelassenheit zu bleiben ist wunderschön.

01:28:22: Und das kriegt ihr hin?

01:28:23: Wie lange seid ihr zusammen?

01:28:25: Dann bist du verheiratet oder Ehefache, weißt du gar nicht!

01:28:32: Das ist ja spannend.

01:28:33: Wir

01:28:33: sind seit siezehn Jahren kennen wir uns jetzt auch ziemlich fast genau auf dem Tag schon

01:28:37: ganz schön langer.

01:28:39: meine Güte ich springe jetzt schon wieder weil ich spring heute öfters aber das glaube ich macht gar nichts.

01:28:49: Ich würde gerne noch mal auf deinen Roman zu sprechen kommen, weil was wir ja alle sehen ist das Familie früher zwischendrin und heute ganz anders ausschaut.

01:29:05: Und es ist ja so dass dein Vater war ein Kriegskind oder?

01:29:11: Ja der ist siebenunddreißig auf die Welt gehört

01:29:14: und ich denke da passiert ja schon auch ein ganz anderes Mitnehmen des Lebens, als es bei uns heute ist.

01:29:28: Trotz dem glaube ich, dass wir heute in unserer modernen Dynamik durchaus Dinge machen die nicht so optimal sind.

01:29:45: Du hast gesagt du machst heute Fehler in der Erziehung Roland und ich, wir haben ganz viele Fehler gemacht.

01:29:52: Trotzdem haben wir zwei echt tolle Söhne auch heranreifend sehen und jetzt im Leben stehen sehen.

01:30:01: also wir sehen die beiden und finden es einfach super schön.

01:30:06: aber ich denke schon noch an diese an die Wunden, die die Menschen aus dem Krieg mitgenommen

01:30:13: haben

01:30:14: Und die ja immer noch von Generation zu Generation weitergegeben werden.

01:30:19: Ich glaube, es gibt vielleicht ein ganz wichtiges Mittel auch diese Wunden heilen zu lassen ist das Wort und dass man darüber spricht.

01:30:32: Das ist was, was mir ehrlich gesagt... Nee, eigentlich nicht.

01:30:37: Was sage ich da?

01:30:38: ehrlich gesagt?

01:30:39: Es ist einfach unsinnig!

01:30:40: Ich weiß schon ganz lange, dass es so wichtig ist, dass ich eigentlich ganz viel wissen wollte von meiner Familie her.

01:30:49: Ich bin ja in keiner geordneten Struktur groß geworden und ich hätte gerne so viel gewusst.

01:30:55: Ich habe immer nur so partiell gefragt Und jetzt heute, ich würde so gerne so viel wissen.

01:31:06: Ich

01:31:06: denke es ist

01:31:08: so

01:31:09: wichtig dass wir heute als Eltern und auch als Älterwerdende das wir den Kindern ganz viel mitgeben.

01:31:21: Und bei deinem Roman einfach gedacht meine Güte es war früher einfach ganz schwer Worte zu finden, zu reden.

01:31:31: Das war nicht so dass man da zusammengesessen hat und geplappert hatten, geplabbert hatten, da gab es eben noch diese ganzen Gewohnheiten wie man sich am Tisch verhalten hat, wann man gesprochen hat wer durfte sprechen

01:31:47: usw.,

01:31:48: das war doch alles viel viel schwieriger gewesen.

01:31:54: überlegt nur so, wie du jetzt deinen Vater so beschrieben hast.

01:31:57: So von Anfang an, wie Du ihn erlebt hast und wie er jetzt geworden ist?

01:32:02: Ja!

01:32:03: Und

01:32:04: ich überlege was können wir denn den Zuhörern, den Zuschauern vielleicht auch mitgeben die Egal wie alt Sie sind, entweder sind sie in der Situation deines Vaters vielleicht in der Situation, in der ich jetzt bin.

01:32:23: In Deiner Situation.

01:32:25: Vielleicht gibt es auch junge Leute die hören.

01:32:28: auf welche Worte kommt das eigentlich an?

01:32:30: Ja also ich danke dir für die Frage sehr.

01:32:35: Also auch wieder eine sehr schöne Frage.

01:32:38: zum einen finde ich ist sehr schön direkt am Tisch zu reden.

01:32:45: Und das machen wir innerhalb der Familie sehr viel, das kostet schon immens viel Kraft manchmal.

01:32:52: Was reitet

01:32:53: die euch auch mal?

01:32:55: Ganz selten tatsächlich.

01:32:56: also das heißt nicht dass die Kinder nicht mal sauer auf meinen Mann und mich sind und das passiert.

01:33:01: aber Wir haben in der Familie Das ist übrigens auch von meiner Mutter mit übernommen sie konnte sehr schnell verzahlen.

01:33:11: Und innerhalb unserer Familie, wir sind wirklich wie Goldfische im Glas mit diesen zehn Sekunden gedechnet.

01:33:20: Also wenn man sauer ist, man geht raus und kommt rein und dann redet man natürlich noch mal... Jetzt sagst du

01:33:27: was ganz Wichtiges!

01:33:28: Wenn man sauber ist, geht man raus und kommen rein.

01:33:31: Das heißt also man geht aus dieser Situation raus.

01:33:36: ganz wichtiger Moment für alle Familien.

01:33:39: Also da spreche ich jetzt auch aus eigener Erfahrung, in denen es dann doch mal vorkommt dass man streitet das man nicht verharzt sondern tatsächlich rausgeht und dann wieder reinkommt.

01:33:50: ja

01:33:51: und dann ist es auch so witzig dann manchmal wenn man

01:33:54: sich ja das heißt ja nicht dass dann alles gelöst ist man Deckel drauf macht aber es ermöglicht nochmal neu ansetzt und ich habe witzigerweise, ich beantworte gleich deine andere Frage noch.

01:34:07: Aber als meine erste Tochter sich mit ihr schwanger war, hab' ich noch so ein Schwangerschaftsratgeber gelesen Und dann stand da drin Sie können Als junge Mutter sind sie bestimmt oft überlastet wenn das Kind schreit usw.

01:34:21: Gehen Sie weg vom Baby Nehmen Sie einen Sofa-Kissen Hauen damit auf Sofa!

01:34:26: Dann gehen Sie wieder zum Baby.

01:34:30: Das war so profund für mich, weil ich es zu Hause nicht gelernt hatte.

01:34:35: Ich hatte nur gelernt man schweigt und kommt gar nicht mehr zurück.

01:34:40: Und hier hatte ich gelernt okay ich nehme meine Wut wahr, ich gehe aus der Situation raus, schlage mit dem Kissen irgendwie aus Bett komme wieder und sage so und jetzt können wir reden.

01:34:52: Hast du's gemacht?

01:34:53: Ja!

01:34:53: Und ich habe einen ganz einfachen Trick.

01:34:55: wirklich der funktioniert immer.

01:34:57: Ich stelle mir, also inzwischen ist das so ein Fleisch und Blut übergegangen, aber als mein Mann und ich recht jung zusammen waren.

01:35:04: Und wir hatten ja schon eine Patchwork-Situation.

01:35:06: Wir hatten viel zu verhandeln.

01:35:09: Da habe ich mir immer vorgestellt, mein Mann ist meine beste Freundin fühle, was ich empfinde.

01:35:17: Und dann bin zu meinem Mann gegangen wenn ich wirklich richtig ärgerlich war habe seine Hände genommen hat mir vorgestellt es ist meine beste Freundin und in dieser Freundschaft erzähl ich ihm und das verwandelt alles weil du kannst dir an die Augen gucken.

01:35:34: du siehst nicht den Feind du siehst nicht die Ungerechtigkeit Du vertraust darauf deine Freundin hört dir zu und wenn du dieses Vertrauen mal wirklich kultiviert hast Kannst du?

01:35:45: Ich gehe immer noch hin zu meinem Mann.

01:35:46: Mein Mann kommt zu mir und wenn wir richtig ärgerlich aufeinander sind, nehmen wir uns an Händen innerlich enorm viel chemischer Prozess auf.

01:35:55: Wir halten uns an Hand und sagen okay ich bin gerade ärgerlig.

01:35:59: Bin richtig wütend.

01:36:00: Ich finde es grad richtig ungerecht.

01:36:02: aber ich möchte dir kurz sagen und dann hörst du dir zu.

01:36:07: Du weißt schon was ihr macht in dem Moment.

01:36:10: Ihr erzählt von euren eigenen Gefühlen.

01:36:14: Ihr sagt nicht, du bist Schulterran!

01:36:17: Du was hast du gemacht?

01:36:19: Du warum ist das so?

01:36:20: Sondern du sagst ich fühle mich nicht wohl.

01:36:24: Ich fühle mir nicht verstanden.

01:36:26: Ich fülle mich nicht gesehen.

01:36:29: Ich

01:36:30: finde dass das was du eben gerade vorschlägst nicht meinen Werten entsprechend.

01:36:37: Ja.

01:36:37: Du sprichst immer von dir wie du dich fühlst und ich glaube tatsächlich eine Möglichkeit mit unterschiedlichen Sichtweisen auch umzugehen und dem anderen verstehen zu lassen, was in einem selbst vorgeht.

01:37:02: Das geht im Übrigen nicht nur mit dem Partner so das geht auch mit Kindern so

01:37:08: ja

01:37:09: und das finde ich ganz spannend

01:37:12: Ja, aber das Interessanterweise haben dass unsere Kinder wirklich ich möchte jetzt nicht wir sind jetzt nicht Barbie und Ken.

01:37:19: Also natürlich

01:37:21: wer ist ein Barbie um Ken?

01:37:21: Wollt ihr kennen?

01:37:24: Na die Puppies.

01:37:27: Die Puppen!

01:37:29: Das gibt es Reibung in unserer Familie.

01:37:35: Und natürlich gibt es auch Unzufriedenheit und Gefühle von Ungerechtigkeit.

01:37:40: Aber das Interessante ist tatsächlich, dass unsere Kinder aus irgendeinem Grund – vielleicht haben sie es sich auch bei uns abgeguckt -, dass Sie ärgerlich werden.

01:37:49: Dass Sie aber sagen dann rausgehend wieder reinkommen und sagen was Sie ärgarlich macht?

01:37:54: Und dass wir zuhören finden wir eine Lösung.

01:37:59: Das bedeutet nicht, dass man immer sagt ja klar ich verstehe dich jetzt Christu das sondern dieses gesehen werden gehört werden löst manchmal schon wirklich sehr viel.

01:38:10: und die andere Sache ist und wollte auch noch beantworten was du gefragt hast wie findet man die Worte?

01:38:16: Du weißt ja dass sich eben Schreibseminare für Menschen gebe die sehr gerne ihre Worte ihre Stimme ihr Thema finden wollen wirklich unglaublich berührende Erfahrungen.

01:38:33: Ich gebe diese Seminare immer an vier Abenden mit

01:38:38: fünf

01:38:38: Personen per Zoom, immer zweieinhalb Stunden und wir gehen mit speziell von mir entwickelten Übungen und Meditationen in einen... sehr freien Zustand, in dem alles sein darf.

01:38:58: Und wir gehen so zurück in die Zeit, dass wir durch den Körper wieder in die Kindheit gehen.

01:39:08: und das Faszinierende ist, dass durch diese intuitive Schreibmethode, die ich entwickelt habe man so sehr in Situationen zurückgehen kann, die passiert sind.

01:39:22: Dass du sie noch einmal erlebst!

01:39:24: Nicht hundertprozentig detailliert aber Du erlebst sie emotional nochmal und die Bilder kommen nochmal Und du durchlebst es nochmal und du schreibst das auf.

01:39:35: Du erzählst also nicht nach sondern du erzählste was jetzt passiert und dabei entstehen Texte, die ziehen dir die Schuhe aus.

01:39:44: Die sind von einer solchen Qualität sprachlich wie profund im Sinne von dass sie so multidimensional sind das die Leute die schreiben sagen ich weiß nicht woher das kommt.

01:40:02: Da ist eine Sicherheit, weil du weißt.

01:40:04: Du spürst es durch den Körper.

01:40:06: Du kannst nichts falsch machen.

01:40:08: Das bist

01:40:08: du.".

01:40:09: Und dabei sind Bücher entstanden, zweihundert, dreihundert Seiten nicht einfach nur hintereinander weg erzählt sondern durchdramatisiert die meine Autorinnen und Autoren in die Hände nehmen können und sagen können so.

01:40:26: Und jetzt habe ich mich erfasst!

01:40:30: immer wieder unglaublich schön.

01:40:32: Natürlich wird auch geweint, es wird aber auch gelacht und es werden Dinge verabschiedet.

01:40:39: Es findet so viel Vergebung innerhalb dieser Prozesse statt weil man auch Situationen in denen man sich absolut ausgeliefert gefühlt hat, hilflos gefühelt hat, man bekommt sie in die Hand und man ist wiederher seiner eigenen Geschichte und das ist wunderschön!

01:40:58: Eigentlich ist es ein Mechanismus, um – und das sind wir wieder wo wir am Anfang waren – freier zu werden.

01:41:06: Ja!

01:41:08: Und du gibst diese Kurse, sie sind unterschiedlich immer wenn fünf Menschen zusammen sind.

01:41:13: Es ist soweit und dann gibt's den nächsten Kurs.

01:41:17: Oder kann man es finden bei dir?

01:41:19: Bei mir auf der Webseite biete ich die Kurse an.

01:41:22: Ich mache das auch immer mal wieder für die Zeitakademie von der Zeit, dass sich so kurze Zoom-Verbinare gebe um überhaupt mal zu zeigen wie funktioniert diese intuitive Methode.

01:41:40: und dann kann man bei mir eben diese Seminare machen.

01:41:44: Und ich begleite auch Romane, die auf dieser Art und Weise entstehen durch diese intuitive Methode enorm zu beobachten, was für ein Prozess bei denjenigen die Schreiben passiert und natürlich auch in mir.

01:42:04: Wenn ich diese Projekte begleite, was ich über diese wunderbaren Arbeiten gelernt habe – über mich, übers Schreiben, übers Leben, über Strukturen – das ist unbezahlbar!

01:42:17: Das glaube ich sofort.

01:42:18: Ich habe eben gerade gedacht, machst du das auch mit deinen Kindern?

01:42:22: Machen deine Kinder auch?

01:42:23: Macht der Markus auch manchmal?

01:42:27: Ja, du machst es für dich ja so lange, solange du denken kannst!

01:42:32: Ja also Markus war tatsächlich... Manchmal gebe ich auf Wochenends Seminare und Markus war eigentlich mal Interesse halber bei einem dieser Seminaren dabei Ein unglaubliches Erlebnis, weil da saßen zwölf Leute und ich mache diese Übung die eben eine Art von Rückführung in die Kindheit zu bestimmten Schlüsselaugen blicken sind.

01:42:58: Die dann eben hervorgeholt werden und aufgeschrieben werden.

01:43:02: Und Markus hatte immer so ein bisschen Ja auch das muss für mich nicht sein er ist ja Journalist also es heißt er kommt von der Recherche Und dann hat er aber mitgemacht da an diesem Wochenend Seminar und hat dann geschrieben, und konnte nicht wieder aufhören.

01:43:19: Ich hatte schon längst diese Übung abgebrochen, weil ich immer nur sage fünf Minuten, zehn Minuten schreiben und Markus schrieb und schrieb, und schrieb, und über habe ich gesagt du musst jetzt aufhörn!

01:43:28: Und dann hatt er vorgelesen... ...und ich habe also selten einen so.

01:43:39: Ich höre viele schöne Texte, aber jetzt war es von meinem Mann und ich habe ihn auf eine Art und Weise nochmal erlebt wie ich ihn vorher nicht erlebt habe.

01:43:47: Und es ist wirklich so dass zwölf Leute geweint haben weil es so berührend war, nicht weil es traurig war Weil es so echt war.

01:43:57: Und die Erfahrung mache ich immer wieder, wenn wir mit Echtheit in Berührung kommen – Mit Wahrhaftigkeit!

01:44:04: Da fängst du sofort an zu weinen weil Du eine tiefe Dankbarkeit nicht, weil Du traurig bist.

01:44:10: Du bist vielleicht trauriger, weil du diese Wahrhaftigkeiten nicht deinen lieben langen Tag erlebst sondern leider nur in diesen Momenten oft.

01:44:19: Aber wenn diese Freiheit da ist in die Wahrhaftlichkeit zu gehen das ist eben... Ja, wunderschön.

01:44:26: Also ich glaube zum einen das ganz wichtig ist dass wir nicht ständig in dieser Wahrhaftigkeit leben weil dann können wir sie gar nicht als was Besonderes wahrnehmen und es wäre sehr schade deswegen.

01:44:36: von daher ist es in Ordnung wenn wir nur in bestimmten Augenblicken diese Möglichkeit haben.

01:44:41: aber nochmal die Frage Es ging ja wie finden wir die richtigen Worte?

01:44:46: Das war eine Möglichkeit die richtige Worte zu finden.

01:44:51: Wie schafft ihr es zu Hause, die richtigen Worte zu finden?

01:44:55: Wie lernen deine Kinder... wie haben eure Kinder gelernt in dem ihr einfach das so vorlebt.

01:45:06: Also auch dazu muss ich wirklich sagen, dass sind Prozesse.

01:45:09: ja Ich denke aber, wenn ein Kind oder ein Partner eine Partnerin merkt das Wenn ich mich offenbare reagiert der andere nicht gleich enttäuscht beleidigt in abwehr In rechtfertigung fängt an zu widerlegen Sondern hört zu und sagt okay Ich versuche dass jetzt nachzuvollziehen.

01:45:34: Das heißt dass nicht auf der anderen Seite sofort mit entsetzen Oder absehe reagiert wird sondern das nur Offenheit ist.

01:45:41: Und ich glaube, dass Kinder dann sehr bereit sind von sich zu erzählen.

01:45:47: Jedenfalls ist das meine Erfahrung und wir gehen jeden Sonntag machen wir mindestens einen Spaziergang und wenn man so will, werden die Kinder teilweise auch ein ganz bisschen gezwungen mitzukommen weil jetzt die Erfahrungen gemacht haben, laufen, fangen die Kinder an zu sprechen und das wissen viele Eltern.

01:46:09: Da hat sich so viel über die Woche angesammelt was irgendwie auch mal raus muss.

01:46:13: Und wenn du dir das offen und frei anhörst und nicht sofort mit guten Ratschlägen alles zubetonierst da hast du eigentlich ganz gute Möglichkeiten dass dein Kind von sich aus erzählt.

01:46:26: Wenn ich jetzt die ganze Zeit fragen würde erzähl doch mal, erzähle doch mal!

01:46:29: Da würde nicht viel kommen sondern es sollte schon aus eigenen Stücken Das Bedürfnis da sein und das ist vielleicht manchmal auch mehr und manchmal weniger.

01:46:39: Du hast gesagt, wenn ich mich offenbare, dann habe ich einfach nur gedacht genau Wenn wir uns wirklich zu zeigen wie wir sind also wenn wir nicht irgendwelche Rollen einnehmen das tun wir ja oftmals Jeden Tag vielleicht mehrmals, aber es gibt durchaus gerade zu Hause.

01:46:58: Wenn wir einfach so sind wie wir sehen wenn wir uns offenbaren mit all dem was wir haben also ich gehe halt schon immer davon aus dass Wir unsere kinder einfach einfach einfach nur lieben.

01:47:09: Also Ich kann's gar nicht anders sagen Aber auch meinem partner gegenüber Einfach nur Lieben Ich glaube dann ist Es auch dann ist der Weg auf jeden Fall schon mal bereitet, dass das uns egal wer es ist ob es unsere Kinder sind.

01:47:30: Ob es unsere Freunde sind unser Partner vielleicht auch älterer als wir und tatsächlich das sagen was sie wirklich fühlen.

01:47:44: und da können wir so viel lernen.

01:47:46: und ich finde es so spannend weil du das so gesagt hast dass man zuhören soll.

01:47:53: Ehrlich gesagt habe ich das erst vor ein paar Jahren, also wirklich so verstanden weil ich bin ja schon jemand der unglaublich gerne zuhört.

01:48:02: Ich war früher so eine ganz stille, weil ich immer zuhörn wollte.

01:48:06: Ich wollte immer ganz viel lernen.

01:48:08: Also mittlerweile rede ich jetzt dann auch schon mal ein bisschen mehr aber es hatte einfach was damit zu tun weil ich auch so viele Glaube zu sagen haben.

01:48:15: Aber von daher war eher der Zuhörende.

01:48:21: Und es war mir nicht bewusst, aber dann gab's so eine Zeit wo ich dachte Ich bin super klug und kann jetzt meinen Kindern ganz viele Tipps geben.

01:48:31: und er hat tatsächlich mein ältester Sohn irgendwann mal zu mir gesagt Kannst du dir eigentlich vorstellen dass ich dir einfach nur Dinge erzählen möchte?

01:48:45: Und ich will gar nicht, dass du sofort.

01:48:48: Aber auch sofort wieder irgendeinen Tipp gibst weil alleine in dem Moment wo ich das Gefühl habe frei das zu erzählen was ich fühle Was in der Tiefe In mir vor sich geht Kommt für mich vielleicht doch schon selbst die Lösung.

01:49:10: Ja und natürlich ist es so Weil wir sollen doch nicht sagen wie es Leben funktioniert.

01:49:16: Wir müssen uns doch selbst herausfinden, jeder von

01:49:19: uns.".

01:49:22: Aber das was du schilderst dieser Prozess ist ganz ähnlich dem intuitiven Schreiben.

01:49:28: Das heißt dieses intuitive Schreiben.

01:49:33: während des intuitiven Scheibens kommen Antworten.

01:49:36: Das heisst du gehst in diesen Moment und du schilderst ihn sehr emotional, dabei passieren im Körper auch wirklich heftigste chemische Prozesse und ich habe das nicht selten dass Leute sagen jetzt hab' ich die Antwort.

01:49:56: Jetzt hat sich was in meinem Leben verändert!

01:50:03: Zum ersten Mal habe ich zu meinem Partner das und das gesagt.

01:50:06: Das heißt, dass es nicht nur verschriftlich ist sondern dieses Verschriftliche sorgt dafür, dass eine Erkenntnis entsteht die wieder im Alltag Anwendung findet.

01:50:20: Ich sage immer, das sind archimistische Prozesse.

01:50:25: Du nimmst eine Erfahrung aus deiner Vergangenheit die wirklich schwer war, die wirklich traumatisch war über die du nicht hinwegkommst.

01:50:34: Du gehst noch mal hinein und plötzlich kommt eine Antwort einer Erkenntnis und plötzlich hast du etwas ganz Kostbares!

01:50:43: Du hast es wieder in die Hand bekommen und das ist ganz ähnlich was du sagst.

01:50:47: einmal erzählen wie fühle ich mich mehr will ich gar nicht.

01:50:51: und dass du's anerkennst.

01:50:52: du musst nicht meiner Meinung sein aber dass du es anerkenst dass ich mich so fühle.

01:50:59: Ich denke momentan, gerade an viele Ehepaare.

01:51:03: Während meiner Arbeit als Ärztin habe ich ja auch ganz viele Familien betreut und Partnerschaften betreute.

01:51:13: Und ich weiß wie oft es vorgekommen ist das obwohl zwei Menschen zusammen gelebt haben einsam waren.

01:51:21: Ja,

01:51:21: vielleicht ist das eine Möglichkeit für sie wieder miteinander mehr zu... kommunizieren, wieder auf sich einzulassen.

01:51:31: Weil diese Einsamkeit in der Zweisamkeit finde ich für mich wirklich nur ich als Petra.

01:51:39: Ich find es grausam.

01:51:41: Weiß du, Petra?

01:51:42: Ich finde das auch grausame und muss gerade an einen Moment denken.

01:51:46: Der liegt sehr weit zurück.

01:51:48: da war ich achtzehn ungefähr.

01:51:50: Da war ich in der Klinik wegen Magersucht und Depressionen und es gab ein Elterngespräch Und meine Eltern kamen und das Gespräch fing an.

01:52:03: Und sehr schnell kam, meine Eltern darauf zu sprechen wie sie sich was sie noch nie vorher getan hatten wo sie sich jeweils missverstanden hatten.

01:52:14: Und dieses Missverständnis lag zwölf Jahre zurück ungefähr und das hatte sich zugetragen um die Geburt meines Bruders.

01:52:27: Mein Vater hatte gedacht, meine Mutter möchte nicht dass er ins Krankenhaus kommt.

01:52:32: Zur Geburt.

01:52:33: und mein Mutter dachte, mein Vater wollte nicht zur Geburt kommen.

01:52:38: Ein ganz simples Missverständnis womit sie elf oder zwölf Jahre zu tun hatten.

01:52:47: Und in dem Moment in dem das hat fünf Minuten gedauert.

01:52:50: da kam dieses Missverständnissesprache.

01:52:53: In dem moment hat sich in mir ein Raum aufgetan Und ich dachte, ich bin frei.

01:53:00: Nicht grundsätzlich aber ich habe gemerkt jetzt liegt es bei meinen Eltern nicht mehr bei mir und ich habe daraus die Erkenntnis gezogen bewusst noch, aber es ist immer bewusster geworden bevor ein Missverständnis zwischen mir und meinem Partner entsteht was ich elf Jahre mit mir trage weil ich es nicht schaffe zu artikulieren werde ich es immer sagen, egal welch Schmerzen entstehen.

01:53:31: Ich werde immer sagen wie ich mich fühle und das ist schwer weil du trist ständig auf Menschen die das noch gar nicht gelernt haben damit umzugehen dass du deine Gefühle mitteilst.

01:53:45: Das sind wir wieder bei der Generation deines Vaters die das auch gar nicht gelernt haben, über Gefühle zu sprechen.

01:53:53: Das ist ja auch nochmal so ein Thema dass ganz viele Leute gerade jetzt schon wirklich älter sind also so jenseits der achtzig dass sie nicht unbedingt gelernt haben über gefühlte zu reden.

01:54:06: aber ich finde es würde langsam an der zeit werden weil die haben sie natürlich und sich zu trauen darüber zu sprechen Vielleicht auch eine Art von Befreiung, weil ... Befreiungen macht ja auch friedvoller.

01:54:23: Also das muss man sich auch mal überlegen, weil wie viele Menschen... Auch gerade so aus dieser Generation tragen ja auf der einen Seite ganz viel Trauer mit sich aber auch ganz viel Aggression und die trauen sich gar nicht zu sprechen,

01:54:41: das

01:54:41: herauszulassen, über ihre Gefühle zu reden.

01:54:45: Und ich denke, wenn da so eine Genehmigung da wäre.

01:54:51: Also irgendwie ein Freispruch?

01:54:52: Ich weiß nicht wie man das nennen soll.

01:54:54: Ja!

01:54:54: Es wär so schön...

01:54:57: Aber es ist ja.

01:54:57: gleichzeitig haben wir natürlich auch alle die Erfahrung gemacht was ich eben schon meinte.

01:55:02: Ich sage, wie ich mich fühle und der andere hört es als Angriff, als Vorwurf und geht in die Abtrennung und sagt So ist es nicht, so darf es nicht sein, es stimmt doch nicht du hast doch auch.

01:55:14: Das ist schmerzhaft wenn man sich öffnet und sagt, weißt du was?

01:55:17: ich fühle mich gerade so kümmerlich.

01:55:19: Ich hab Angst dich zu verlieren oder ich fühl mich hilflos oder ich habe Angst!

01:55:28: Und der andere sagt mach nicht so ein Theater das tut weh und bevor dass wehtut behält man es für sich, bevor man wieder und wieder die Erfahrung gemacht hat dass der andere gar nicht damit umgehen kann das ich meine Gefühle äußere lässt man's besser.

01:55:46: Und gleichzeitig glaube auch, jede Generation auch wieder die Möglichkeit hat, den Eltern zu zeigen.

01:55:56: Guck mal so kommunizieren wir und so wie mein Vater das bei mir und meinem Mann beobachtet.

01:56:03: So beobachtet er es aber auch bei meiner Tochter und ihrem Lebensgefährten.

01:56:08: Aber gleichzeitig beobachten mein Mann und ich ist auch wieder beim Lebensgefärten und meiner Tochte.

01:56:13: also das heißt Es geht nicht immer nur in eine Richtung sondern man kann sich unterschiedlich doch inspirieren und bestärken, nicht indem man sagt also wir machen es übrigens so sondern durchs reine Beobacht.

01:56:28: Und dem wie wir das tun?

01:56:32: Du hast vorhin schon mal gesagt ihr macht auch Fehler absolut.

01:56:35: Kennst du die Fehler die ihr macht?

01:56:43: Also diese Fehler finden ja auch wieder auf unterschiedlichen Ebenen statt.

01:56:49: Ja aber ich denke Ich weiß nicht mal, ob es ein Fehler ist.

01:56:54: Aber natürlich wenn ich meinen sohn, mein zwanzig Jahre alten Sohn ansehe der immer was auf dem Teller liegen lässt ja dann oder häufig aufm Teller legen lässt da würde ich sagen ach ich hätte diesen Kind eigentlich gern schon früher gezeigt Mama ist los.

01:57:09: So, das ist eine Sache!

01:57:10: Dann nehmen wir noch mal das Natron und die Gurke ja?

01:57:15: Wenn ich ... Die Gurke mit Natron... Das ist jetzt ein symbolisches Bild.

01:57:19: Die Gurken mit Naton abschraube dann schraube ich nicht nur die Gurpe mit dem Natron ab sondern ich signalisiere den Kind hier ist Gefahr.

01:57:29: Ja definitiv

01:57:31: Und das ist sicherlich etwas was sich auch gerne früher besser oder anders gekonnt hätte.

01:57:38: Ja?

01:57:39: Mehr im Vertrauen, dem Kind mehr vertrauen.

01:57:42: Schon früher zu zeigen was das anbelangt.

01:57:45: in anderen Bereichen habe ich wieder Vertrauen.

01:57:48: Sprecht ihr denn über die Natron-Gurke Situation?

01:57:53: Ist gut dann ist es doch gut.

01:57:55: ja also Ich denke wir machen alle Fehler.

01:58:01: Wir sehen die Fehler nicht unbedingt gleich.

01:58:03: vielleicht sehen wir sie auch gar nicht.

01:58:05: Aber unsere Kinder entdecken sie ist ja gut, wenn für Sie das dann ein Grund ist es anders zu machen.

01:58:11: Ob das dann wirklich ein Fehler war oder nicht sei auch noch dahingestellt.

01:58:15: aber ich glaube wenn wir Fehler machen und dann auch noch zu diesen Fehlern sagen können hey!

01:58:22: Ich sehe... Es ist völlig verrückt was ich da mache mit diesem Natron mit dieser Natronummer unter Gurke und den Möhren.

01:58:31: Und was weiß ich?

01:58:32: Also diese Vorsichtigkeit, wenn du... Das ist ja zumindest etwas, was wir heute vielleicht doch auch für deinen Sohn rausgearbeitet haben, dass du ihm das mal erzählt hast mit dem, dass Du es immer auf einen Teller gelassen hast und dass das daher kommt und daher kommt.

01:58:53: Ich glaube damit helfen wir schon unseren, um seinen Kindern nochmal ein Stückchen also anders zu leben weiterzukommen.

01:59:05: Ja,

01:59:05: ja.

01:59:06: Und da ist sicher auch zu sagen du musst die Gurke nicht mit Natron abwaschen.

01:59:09: ich mach das noch.

01:59:11: für dich gilt es nicht mehr.

01:59:14: Ich würde ganz gern jetzt nochmal zu dir kommen Alexa zu deinem persönlichen, zu deiner persönlichen Situation.

01:59:30: Du wirst auf jeden Fall älter, freust du dich drauf?

01:59:35: Na also Freuen ist jetzt... Also ich habe vor sehr alt zu werden.

01:59:41: Hast du eine Zahl im Kopf?

01:59:44: Also meine Zahl ist hundertsechs.

01:59:49: Jetzt bin ich aber bei... Das liegt an deinem Podcast den ich mir angesehen hab.

01:59:55: Ich bin jetzt bei hundertzwanzig!

02:00:01: Das ist spannend, weil der Roland ist ja auch bei hundertzwanzig.

02:00:10: Ich bin so gespannt und ich hoffe dass er leben kann, weil wir haben ja im gleichen Monat Geburtstag.

02:00:16: also es gibt... ich bin sogar ein bisschen älter als er ob das denn Wahrheit werden kann.

02:00:24: Ich habe gestern ein Gespräch gehabt, es fand ich auch toll.

02:00:27: da gibt's einen Menschen der hat sie auch hundertzwanzig vorgenommen und hat aber gleichzeitig gesagt und wenn ich noch hundert schaffe ist es auch in Ordnung.

02:00:35: Aber das ist so mein Ziel, ein Ziel zu haben.

02:00:39: ja und tust du viel um dieses Ziel zu erreichen?

02:00:46: Also Wie du weißt, also auch da auf verschiedenen Ebenen.

02:00:53: Also fangen wir mal ganz banal an ich trinke keinen Alkohol.

02:00:56: Ja kein?

02:00:57: Nee.

02:00:58: aber das empfinde ich jetzt auch nicht als Verlust oder als Einengung wo wir auch vorhin drüber gesprochen haben.

02:01:05: also dass man etwas muss wie ich vorhin ja auch sagte ich habe in meinem Leben in meinem jungen Leben hab reichlich Alkohol getrunken.

02:01:13: Ich habe mit Alkohl Erfahrung gemacht, das ist wunderbar für diese Zeit gewesen.

02:01:22: Es gab einen Moment in dem ich wusste jetzt es nicht mehr wunderbar und es fehlt mir nicht.

02:01:30: also ich mag es sehr gerne sehr klar zu sein.

02:01:34: Ich mag es gerne sehr wach zu sein und von daher empfinde als etwas, was mich davon abhält.

02:01:44: Ein absoluter Klarheit zu sein und ich habe nicht den Eindruck dass sich diese Entspannung brauche.

02:01:50: dann meditiere ich Gehe ich, kann nicht sehr empfehlen.

02:01:55: Ab und an mal in die Badewanne mit Magnesium flocken.

02:02:00: Und das ist etwas ja ... Das kommt ja einem Koma gleich wenn man dann irgendwie aus der Badewanne rauskommt Man schläft wie ein Baby.

02:02:08: also Ich habe andere Möglichkeiten und Mechanismen In die Entspannung zu kommen.

02:02:14: natürlich gibt es Stress Phasen in meinem Leben Und dann esse ich vollwertig vegan.

02:02:25: Ich koche gerne und finde es schön, mich gesund zu ernähren.

02:02:31: Was ich nicht gut kann ist tatsächlich ausreichend trinkend.

02:02:35: Da fange ich dann abends immer wie blöd an zu trinken.

02:02:39: Also das heißt was ich damit sagen will?

02:02:42: Auf allen Feldern mache ich's nicht gleich super!

02:02:47: Und dann mach ich Sport, dann mache ich meine Meditation.

02:02:51: Ich denke aber trotzdem das was ich für mich spüre, was das aller Ausschlaggebendste ist dass Interesse daran habe, mein Potenzial zu entfalten und immer wieder in die Entfaltung zu gehen.

02:03:07: Nicht ins Wachstum sondern in die Enfaltung das heißt immer wieder neugierig zu sein.

02:03:12: was kann als nächstes kommen?

02:03:15: Wer bin ich noch?

02:03:16: Und nicht im Sinne von Ego wen kann ich noch darstellen sondern hab' ich mich... Bin ich schon in meiner inneren Kraft in meiner Lebendigkeit, in meiner Freude?

02:03:27: habe ich die Beziehung, die so sind wie ich sie mir wünsche.

02:03:30: Ist da noch Potenzial das zu entfalten?

02:03:33: Hoffentlich dir Zuhörer auf jeden Fall und ich sehe gerade wenn du das so erzählst.

02:03:38: also dieses Bild ist eine Plöte mit unglaublich vielen einzelnen Blütenblätter, die noch schon ein bisschen mehr Volumen bekommen hat aber weiter aufgehen kann, auf jeden Fall.

02:03:55: Und es wird spannend auf alle Fälle dich zu beobachten und ich bin mir so sicher dass du auch noch viele, viele Romane schreiben wirst.

02:04:08: Hast Du schon eine Idee für den nächsten eigentlich?

02:04:10: Nee, tatsächlich.

02:04:12: Nein!

02:04:13: Aber das wundert mich auch weil ich ja du kennst mich ja auch Ich habe einen noch nicht fertig geschrieben dann hab' ich schon die nächste Idee.

02:04:20: aber tatsächlich ist es so dass mich dieses Und das wirst Du wahrscheinlich so gut nachvollziehen können diese Seminare zu geben und zu erleben was passiert wenn ich diese intuitive Schreibmethode ent weitergebe und da Entfaltungsstadt findet.

02:04:41: Das fasziniert mich

02:04:43: so sehr,

02:04:44: also seit sechszehn Jahren.

02:04:46: Schon

02:04:46: so lange?

02:04:47: Genau.

02:04:48: aber jetzt habe ich zuerst nur Wochenendseminare gegeben und jetzt mache ich eben weil die Nachfrage doch so immens ist, mache ich das eben über online und da begleite ich so viele Menschen gleichzeitig mit so vielen unterschiedlichen Geschichten Und das macht mich, also ja.

02:05:11: Das ist erfüllend!

02:05:12: Es ist wahnsinnig erfüllen zu beobachten wie überall in Faltung passiert.

02:05:18: Das erinnere ich so dran, wie es ist wenn Leute die Ernährung umstellen was dann passiert mit ihnen?

02:05:24: Ich glaube dass es genau eine Kraft haben kann Worte für das zu finden was in einem ist aber wenn es nicht geschafft hat, das nach außen zu geben um das letzten Endes dann auch schwarz auf weiß sehen zu können und dann auch verstehen zu können.

02:05:51: Weil das ist ja oftmals ein Gefühl dass wir mit uns tragen, dass wir aber gar nicht wirklich so gut beschreiben können mit Worten weil wenn wir das gedanklich machen ist es noch mal was anderes als wenn wir es aufschreiben.

02:06:06: Ja,

02:06:08: also von daher...

02:06:10: Es ist ein ganz tiefes Erleben.

02:06:14: Aber es ist trotzdem auch vergleichbar mit dem, was du gesagt hast, mit dem Ernährung umstellen.

02:06:20: Also dieses Gefühl dass etwas in mir ganz neu ist das etwas zum Leben erwacht ist.

02:06:29: Dieses Gefühl hatte ich nach diesen zwei Wochen, nachdem ich dein Intervallfasten gemacht habe, deine zwei Wochen Rezepte gekocht hat.

02:06:37: Plötzlich war ich neu und ich wusste das... Ich kann nicht mehr hinter das zurück!

02:06:44: Es geht einfach nicht mehr.

02:06:48: In dem Sinne bin ich zu etwas Neuem

02:06:51: erwacht.".

02:06:53: Und das sind die Momente, die man nicht wieder vergisst?

02:06:56: Die sind so tiefgreifend, dass sie das Leben bestimmen und das zu beobachten gleichermaßen wenn ich die Leute beim Teilnehmenden beim Schreiben begleite.

02:07:11: Und du wirst das so oft erlebt haben, wenn Menschen wie ich zu dir kamen gesagt haben, du hast mein Leben verändert?

02:07:22: Ja!

02:07:24: Ich habe das ja schon oft gehört und es hat mich immer wieder ganz, ganz tief berührt.

02:07:32: Weil die Menschen haben ihr Leben selbst verändert?

02:07:36: Ich war das nicht!

02:07:37: Die haben nur ein Werkzeug von mir benutzt und haben es damit geschafft.

02:07:43: Und sie sind... Es ist Ihr eigenes Tun.

02:07:46: Es ist nicht mein Tun aber trotzdem ist es wunderschön zu hören was daraus entstanden ist und ich glaube so geht es dir auch.

02:07:55: Du weißt ja, dass das, was sie dort neues erfahren wahrscheinlich schon ewig in ihnen gesteckt hat, was aber erst mal überhaupt die Wertung des neuen erfahren musste indem es einfach sichtbar für sie wird.

02:08:11: Und das ist natürlich... Es ist etwas sehr schönes und deswegen also ich weiß für mich Mit meiner Berufung, ich sage es tatsächlich so wie ich das jetzt eben ausgedrückt habe.

02:08:30: Bis ans Ende meiner Tage... zur Verfügung stehen möchte.

02:08:38: Allerdings immer auf andere Wege und das finde ich auch spannend, ja?

02:08:41: Du hast jetzt deine Schreibseminare gefunden die erfüllen dich... Ich bin gespannt!

02:08:47: Die werden wahrscheinlich abgelöst durch dein nächstes Buch.

02:08:50: Richtig, ja.

02:08:51: Kurzzeitig und dann gibt es wieder solche Seminare oder es gibt noch ein nächstes Bruch keine Ahnung vielleicht hast du auch eine ganz andere Idee bis ja noch wirklich jung.

02:09:03: Also es wird spannend einfach zu sein, das zu beobachten und ich hoffe... Ich habe auch noch ein bisschen Zeit.

02:09:10: Ich bin sehr demütig was die Jahreszahl anbelangt.

02:09:15: Ich wünschte mir so sehr auch noch so lange Zeit zu haben weil das ist viel!

02:09:21: Das wären dann noch.

02:09:22: Ich werde jetzt siebzig Jahre in dem...

02:09:24: Das sind doch jetzt noch fünfzig.

02:09:26: Stimmt, stimmt, stimmt.

02:09:27: Also

02:09:28: ruhig, Peter!

02:09:30: Du wirst noch viele schöne Sachen machen.

02:09:32: Ich

02:09:32: bin auch ganz ruhig ja und das ist einfach, das wäre schon toll ich hätte da gar nichts dagegen.

02:09:41: Gibt es irgendwas wo du sagen würdest?

02:09:44: Jetzt mit dreinfünfzig so eine Sache, so eine ganz wesentliche Sache die viel, viel besser als als Alter von dreißig?

02:09:56: Ich würde sagen, dass ich mir weniger Sorgen mache.

02:10:03: Cool!

02:10:04: Jetzt schon?

02:10:05: Ja

02:10:06: super schön

02:10:07: und das ich ein

02:10:07: bisschen länger gebraucht habe

02:10:10: ja und dass sich mit Sorgen besser umgehen kann und dass ich eine ganz interessante Erfahrung auch gemacht habe.

02:10:20: Das ist aber schon vor ein paar Jahren passiert.

02:10:23: Ich habe eben ja erzählt, ich hab fünf Kinder und jede Frau die Kinder bekommen hat weiß, dass es eine Phase nach den Geburten gibt in denen man einen sehr unruhigen Schlaf hat.

02:10:36: Und diese Unruhe setzt sich auch noch weiter fort obwohl es nicht mehr sein müsste.

02:10:43: Weißt du?

02:10:44: Es gibt einen Namen dafür!

02:10:45: Ja das ist der Ammenschlaf.

02:10:48: Also wir haben den immer und ich glaube, wir haben denn irgendwo auch schon ein Stück weit bis zum Ende unseres Lebens.

02:10:57: Das ist ganz spannend aber...

02:10:59: Also dieser Armenschlaf der war jetzt schon quälen bei mir!

02:11:05: Ich bin so oft wach geworden.

02:11:09: Wir kennen das auch, wenn wir wach werden dann drängen die Gedanken in den Kopf und dann sucht sich natürlich der Verstand alles woran er sich richtig festbeißen kann und was richtig schön problematisch sein kann dass man richtige Hitzewallungen kriegt.

02:11:23: Und ich habe irgendwann nachts gesagt Alexa damit ist Schluss diesen Gedankenraum geben.

02:11:35: Und zur Frage mit dem Alter, ich habe das so geschafft dass wenn ich nachts aufwache und ich merke mein Verstand fängt an hast du schon die Steuer gemacht?

02:11:49: Genau!

02:11:50: Also einfach durchzutrehen ja

02:11:53: jetzt ist nicht die Zeit dafür und da bin ich richtig streng mit mir und ich kann das nur empfehlen wenn man das trainiert dass das sehr schnell funktioniert.

02:12:03: Ich

02:12:03: glaube, dafür sind dir ganz viele Menschen dankbar!

02:12:05: Also wie machst du das?

02:12:06: Du wirst wach und dann hast du erst mal Gedanken, das musst du noch machen.

02:12:10: Hast du dieses erledigt... Das ist doch alles viel zu viel.

02:12:13: Es geht auch vielleicht überhaupt nicht mehr.

02:12:14: Es wird ja dann immer schlimmer.

02:12:16: Was machst du denn?

02:12:18: Bevor das kommt aber trainiert man.

02:12:22: Ich merke schon jetzt ich bin wach, ich gehe ins Badezimmer, ich komme zurück und der Kopf fängt an zu überlegen.

02:12:30: Ich sage, jetzt ist nicht die Zeit.

02:12:32: Jetzt ist nicht der Zeit.

02:12:34: Das ist alles!

02:12:34: Ich lege mich hin und sage, ich werde jetzt sowieso nichts ändern

02:12:39: können.".

02:12:39: Und das Interessante ist doch dass wenn wir morgens aufstehen... Wir feststellen, alles ist nur halb so wild was wir nachts... Weil wir wieder in Aktion treten können?

02:12:49: Das ist das ganze Geheimnis.

02:12:51: Am Tag können wir die Dinge wieder in die Hand nehmen.

02:12:54: Nachts können wir sie nicht in die hand nehmen, also sage ich jetzt ist nicht die Zeit und das kann man tatsächlich trainieren und wenn man das lange genug trainiert hat dann funktioniert es sehr gut.

02:13:09: Ich glaube dafür sind hier ganz viele Menschen dankbar dass du das erzählt hast.

02:13:13: Wie sieht's denn eigentlich bei dir mit Wechseljahren aus?

02:13:17: Also auch ein interessantes Thema.

02:13:19: Ich hatte wirklich vor den Wechseljahren, da muss ich sagen, da hatte ich so ein bisschen Muffensausen weil ich das bei meiner Mutter erlebt habe insofern dass es für sie wirklich der blanke Horror war.

02:13:32: Ich denke aber, dass es vor allen Dingen der Horror war weil Dinge passiert sind die sie nicht einordnen konnte, die sich nicht verstehen konnte wo sie nicht wusste.

02:13:41: wen kann sie fragen?

02:13:43: was hat das zu bedeuten?

02:13:44: ist das etwas Schlimmes?

02:13:45: Ist es Nicht-Schlimmes?

02:13:46: und diese Ausstrahlung die bekommst du als Kind als junge Frau mit.

02:13:52: Und für mich wirkte das so, als hätte das bei meiner Mutter ungefähr zehn Jahre gedauert und sei es wirklich etwas gewesen was sie sehr stark verunsichert hat.

02:14:04: Im Grunde genommen habe ich damals gesagt die Wechseljahre werden für mich kein Thema sein.

02:14:15: Das war eine absolut bewusst getroffene Entscheidung Und dann kam ja diverse Bücher auch über die Wechseljahre heraus.

02:14:31: Meine Freundinnen haben sie auch gelesen und in Gesprächen, wenn wir uns abends getroffen haben, haben Sie auch ein bisschen davon erzählt.

02:14:38: Ich habe für mich die Entscheidung getroffen ich werde in Keins dieser Bücher hineinlesen.

02:14:45: Ich spreche nicht gegen die Bücher!

02:14:46: Die Bücher sind sehr wichtig weil für meine Mutter wäre so ein Buch genau

02:14:51: richtig viel freig gewesen.

02:14:54: Ich gehöre zu jenen Frauen oder jenen Menschen, die wenn sie einen Symptom hören es sofort haben.

02:15:03: Ich sage nicht manifest sondern ich lese ein Symptoms und kann es mir... Das ist auch ein bisschen meine schriftstellerische Arbeit.

02:15:12: Ich gehe durch ein Erlebnis durch und empfinde es das heißt umsetzungsbereit, sagen wir mal so.

02:15:20: Also habe ich gesagt, ich werde das nicht lesen und wann immer etwas kommt was in Richtung Wechseljahre gehen könnte, werde ich mich bei einer Person der ich vertraue die ruhig und klar ist informieren.

02:15:36: was hat das jetzt zu bedeuten?

02:15:39: Und es ist... Ich möchte versagen, es tut mir leid!

02:15:46: Das heißt nicht, dass das für jeden funktioniert.

02:15:49: Überhaupt nicht!

02:15:50: Das war mein Weg damit umzugehen.

02:15:53: Ich weiß, dass es Frauen gibt die sehr darunter leiden und ich weiß, daßes Frauen gibt sie semi darunter Leiden.

02:16:03: Ich gehöre jetzt zu diesen glücklichen Frauen, die bisher keine Symptomatik hatten bis auf einmal wo ich ganz plötzlich Hitzewallung hatte drei, vier, fünf Tage hintereinander morgens.

02:16:18: Und dann habe ich gedacht... Okay!

02:16:21: Ich hab an meine Mutter gedacht.

02:16:23: Ich hab daran gedacht was meine Mutter dazu gesagt hätte dass sie das sehr gestresst hätte und ich habe gesagt es ist angenehm.

02:16:31: Es ist so angeneh Da deckt mich jemand zu Da hält mich jemand fest.

02:16:38: Und jedes Mal, wenn diese Hitzewallung kam, dachte ich jetzt denkt jemand an mich und hält mich fest.

02:16:44: Das war wunderschön!

02:16:46: Ich bin ehrlich gesagt nach fünf Tagen weiß ich noch.

02:16:48: Ich habe mich mit meiner Freundin getroffen und sie hat gesagt, du hattest keine Hitze-Wallung.

02:16:51: Da hab ich gesagt, seit gestern nicht mehr und ich vermisse sie.

02:16:54: Verrückt... Weißt du was ich gedacht habe als du eben erzählt hast?

02:16:58: Ich hab gedacht meine Güttet, kräftig in deiner Vorstellungskraft.

02:17:06: Du weißt was ich meine, vielleicht ist es tatsächlich so dass du genau deswegen da sehr sanft durch diese Zeit gehst, dass du manchmal dich sehr gehalten umhüllt fühlen darfst mehr häufiger oder weniger häufig.

02:17:27: Und wenn wirklich mal was kommt und dann wünsche ich dir so sehr, dass du jemanden findest den du vertraust weil ich kann dir sagen es ist eine Zeit Es gibt Frauen die spüren nichts Wirklich überhaupt nicht!

02:17:40: Es gibt andere Frauen für die ist das ganz ganz heftig aber das weißt Du ja alles.

02:17:48: Ich wünsch Dir Dass es genauso ist wie Du in Deiner Vorstellungskraft Die die Vorstellung hast, dass es eben ganz sanft ist.

02:18:00: Und wenn was kommt, das du umkehrst in etwas Schönes weil diese Zeit hat auch etwas mit Befreiung zu tun und ich könnte mir vorstellen, dass von daher für dich tatsächlich auch egal wie sein wird durchaus was Schönes ist.

02:18:19: Ich muss jetzt gerade daran denken, jetzt kommt ein bisschen was der Privates aber Das war sehr süß.

02:18:28: Mein Mann und ich lagen Sonntagmorgen noch ein bisschen, wir waren schon wach.

02:18:33: Wir lagen noch die Kinder kuschelten schon draußen rum und dann sagte mein Mann zu mir, weißt du was?

02:18:42: Ich möchte dass wir das anerkennen, dass du jetzt in diese Phase eingetreten bist und ich möchte, dass wir uns bedanken, dass Du diese Kinder auf die Welt gebracht

02:18:53: hast."

02:18:53: dass du diese Frau sein darfst und das ich dabei bin, und das miterleben darf.

02:18:59: Und dass wir jetzt auch gemeinsam was verabschieden.

02:19:03: Ich denke, wenn du einen Partner hast – da sind wir wieder abhängigkeit, Unabhängigkeit!

02:19:10: Das heißt nicht, wenn ich diesen Partner nicht habe, dann muss ich mich durch die Wechseljahre quälen.

02:19:16: Ich sage aber gleichzeitig, wenn man es als Partner mit anerkennt, auch etwas verabschiedet.

02:19:24: Und insofern muss ich sagen, zum letzten Mal seine Menstruation zu bekommen es ist ein Abschied genauso wie es einen Abschied ist zu sagen Ich werde kein Kind mehr bekommen.

02:19:37: Du gehst in was anderes über und das ist natürlich wunderschön wenn der andere Wenn du nicht um diese Anerkennung kämpfen musst und der Andere sagt ich sehe dass Und insofern muss ich sagen, vielleicht hatte ich keine Wechseljahrsmomente.

02:19:54: Aber ich hatte in der Zeit davor schon Momente wo ich gemerkt habe dass meine Stimmung wechselhaft sind und auch da sind wir wieder dabei darüber zu sprechen nämlich vielleicht auch so bewusst zu sein zu sagen Ich merke jetzt das Einmal im Monat wirklich richtig, richtig wütend bin.

02:20:17: Wo ich am liebsten aus der Tür gehen möchte und sagen möchte ohne mich Leute dass du zum Partner gehst und sagst weißt du was wenn ich heute komisch werde?

02:20:27: Ich bin so wütent!

02:20:30: Du kannst nichts dafür.

02:20:31: aber alles was du machst wird mich noch wütender machen.

02:20:35: und ich weiß es und das tut mir leid.

02:20:46: in diesem Buch alte Pfade steht das jetzt Ein Roman über das, was bleibt.

02:20:57: Was bleibt?

02:21:00: Ich denke die Liebe, die bleibt und also je älter ich geworden bin bisher, desto mehr Liebe empfinde ich.

02:21:18: Und ich weiß, dass es meine Mutter ... Dass sie vieles nicht loslassen konnte.

02:21:31: Von dem ich mir gewünscht hätte, dass Sie's hätte loslassen können.

02:21:35: Ich wünschte, sie sei freier gewesen weil sie eben so liebesfähig war und das sie noch mehr in dieser Liebe hätte schwimmen können die sie uns trotzdem vermittelt hat.

02:21:48: Und diese Liebe wie du es vorhin sehr schön gesagt hast, die bleibt Und diese Liebe, die ich jetzt noch mal für meinen Vater empfinden kann.

02:21:57: Jenseits dieser ganzen Prägung Strukturen, die bleibt und je mehr Ich das empfinden kann, desto mehr habe ich das auch in meiner eigenen Familie.

02:22:11: Desto mehr Vergebung ist da und desto mer Dankbarkeit ist tatsächlich natürlich auch da.

02:22:18: Und ich hab' die große Hoffnung dass man das dann egal wohin man geht, immer weiter tragen kann und das es berührt.

02:22:30: Und dass es letzten Endes tatsächlich die Liebe ist, die auch deine Kinder wiederum berührt hat und dass deine Kinder mit ihrer Liebe wiederum andere Kinder berühren wird?

02:22:44: Und so gibt's ja die große Hoffnung, dass auf jeden Fall die Liebe weitergetragen wird weiter existent bleibt, weil ich glaube Liebe im Übrigen ist ein Kind für mich der Freiheit.

02:23:02: Ja auch schön gesagt ja

02:23:06: und wenn ich einfach so nochmal Revue passieren lasse damit fing unser Gespräch an mit dem Thema frei sein können, Freiheit zu spüren tatsächlich in der Liebe und ich glaube, das ist das was wir alle in uns tragen.

02:23:33: Ich wünschte allen dass sie diese Liebe spüren können und es tut mir so leid und es macht mich traurig, dass viele es dich zulassen können und ich hoffe, dass es trotzdem Wege gibt diese Liebe auch in sich finden können.

02:23:51: Aber da könnten wir jetzt nochmal ein ganz anderes Thema aufmachen, das glaube ich jetzt zu weit führt.

02:23:59: Ich habe nur noch einen letzten Satz oder eine letzte Frage.

02:24:05: Du bist jetzt hundertzwanzig, liebe Alexa!

02:24:11: Dann sind es deine Ohrenkel die bei dir sitzen mit deinen Ohrenkeln und vielleicht deine Enkel Und die fragen dich, Alexa.

02:24:24: Was hast du eigentlich in deinem Leben verstanden und was ist das Wichtigste gewesen oder was ist immer noch das Wichtigste für dich?

02:24:39: Dass Du behältst und auch weiter gibst.

02:24:56: Liebe Petra darüber habe ich noch nie so nachgedacht Und ich bin auch ein bisschen verwundert über die Antwort, die ich geben würde.

02:25:06: Weil sie auf der anderen Seite so naheliegend ist.

02:25:12: Mir fällt aber zum ersten Mal auf das es für mich gilt.

02:25:17: Ich würde sagen liebe dich selbst und ich spüre gerade dass etwas ist was ich tatsächlich schon immer hatte mich sehr, sehr geliebt habe.

02:25:33: Und wie gesagt das hat nichts damit zu tun dass ich sage du bist ein tolles Kind eine tolle Mutter ne tolle Frau damit hat es nichts zu tun sondern dass sich begeistert von dem Leben in mir war und bin und diese Begeisterung fürs Leben für die Fülle.

02:26:00: Das würde ich sagen, das ist dieses Sich-Lieben und wenn man sich selbst so liebt dann kann man den anderen nur lieben weil man davon ausgeht dass in dem das gleiche ist wie in mir.

02:26:15: Und ja das würde ich Sagen das würde Ich weitergeben.

02:26:20: wie schön.

02:26:22: und Eigentlich wollte ich jetzt aufhören.

02:26:27: aber ich muss Jetzt noch mal was sagen.

02:26:30: Ich glaube, sich selbst zu lieben kann man wirklich auch dann erst wenn man auch so geliebt wurde.

02:26:39: Ja

02:26:41: ja es ist viel einfacher diese Liebe in Sicht zu finden.

02:26:47: Ansonsten wird's ganz kompliziert und das manchmal doch ein ganz ganz langer Weg aber du hast ihn gefunden und spricht aus deinen Worten aus deinem Gesicht!

02:26:59: Du hast einen Gesicht voller Liebe Und du hast Bücher geschrieben mit so viel Tiefe und ja, tiefe Fülle.

02:27:14: Und Liebe das ich einfach nur sagen kann Ich freue mich schon auf deinen Nächsten die da noch kommen werden!

02:27:20: Und ich hoffe dass wir wieder irgendwann zusammensitzen und reden können.

02:27:32: Dass wir einfach... Das was wir auch für uns beide haben, dass das weiter existieren wird.

02:27:39: Weil es ist so schön und es ist was ganz Besonderes Alexa!

02:27:45: Und für mich war's heute etwas ganz besonderes, dass du heute hier warst.

02:27:49: ich danke dir so sehr für deine Zeit, für deine Offenheit und dass es dich gibt.

02:27:56: Oh, Petra ich danke dir.

02:27:58: Ich danke dir dass ich hierher kommen durfte das wir uns unterhalten haben soll wieder ein ganz anderes Gespräch als letztes mal und ich bin dir dankbar und du weißt jetzt muss ich schon bisschen weinen dass du wirklich mein Leben verändert hast und das Leben damit auch meiner Familie verändert hat und dass das so schön ist.

02:28:19: einfach ist, wie du es vorhin gesagt hast.

02:28:21: Dass man sich selbst ermächtigen kann wenn es andere Menschen gibt die einem ein bisschen das Handwerk dazu zeigen.

02:28:29: und ich möchte dich Dein lieben Mann, ganz herzlich von meiner siebenundzwanzig Jahre alten Tochter grüßen.

02:28:37: Weil die sagt auch ihr habt Ihr Leben verändert und Sie macht jetzt gerade die Übung um Ihren Brustkorb zu entspannen.

02:28:46: Ja weil sie sagt sie ist so angespannt gewesen und dann ist sie zu euch gegangen und sie hat die Übungen gefunden.

02:28:53: und sie sagt Mama wenn du Petra siehst sag mal ganz herzlichen Dank

02:28:58: Sag ihr liebe Grüße und ich freue mich total darüber.

02:29:01: Und grüß deine ganze Familie von mir, und ich finde euch einfach... Ich finde euch toll!

02:29:07: Dankeschön!

02:29:08: Richtig schön!

02:29:09: Ich danke dir alles Liebe bis ganz bald Alexa!

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