Petra: Das war die schwerste Entscheidung meines Lebens
Shownotes
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Zum ersten Mal spricht Petra offen darüber, was es für sie bedeutet hat, ihre Praxis zu schließen.
Über 40 Jahre war sie Ärztin mit eigener Praxis. Ein Ort, der ihr zweites Zuhause war.
Dann kam die Entscheidung, loszulassen.
Roland und Petra sprechen über diesen Prozess ohne Beschönigung. Über Zweifel, innere Kämpfe, Schuldgefühle und die Frage, die immer wieder auftauchte: Bin ich noch Ärztin, wenn ich keine Praxis mehr habe?
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Transkript anzeigen
00:00:00: Das war der Horror gewesen.
00:00:02: Es ging einfach alles nicht mehr.
00:00:03: Tatsächlich meine Praxis geschlossen.
00:00:05: Ein Leben neben meiner Familie gewesen.
00:00:08: Das
00:00:08: habe ich auch gemeint damals.
00:00:09: Ja, da ging der Ärger los.
00:00:11: Ja, das stimmt.
00:00:12: Da bist du ja in diese ganze andere Welt reingekommen.
00:00:15: Weil ich habe einfach so viel erfahren mit meinen
00:00:18: Patienten.
00:00:18: Ich weiß nur, wie geschockt du warst.
00:00:20: Dass es ein sinnvoller Kampf war, einfach um rauszugehen mit unserem Wissen.
00:00:25: Herzlich willkommen zu Die Liebste und die Brachts.
00:00:37: Diese Frage, die ist mir wirklich im letzten Jahr das Öfteren in den Sinn gekommen.
00:00:43: Und die stelle ich heute in diesem Podcast, warum loslassen vielleicht manchmal einer der größten Schritte nach vorn im Leben sein kann.
00:00:55: Ich erzähle euch, warum.
00:00:58: ich meine Praxis nicht mehr habe.
00:01:00: Wie mein Weg war von Anfang an bis letzten Endes zum Ende, was ich alles erlebt habe.
00:01:08: Viele wunderbare Dinge, was die Hürden waren und Roland hat das alles miterlebt und natürlich auch mit der Schmerztherapie, die dazu kam, wie das alles gelaufen ist.
00:01:23: Warum ich mich dann vor zehn Jahren auch entschieden habe, einen eigenen YouTube-Kanal zu machen?
00:01:27: Willst du noch was dazu sagen?
00:01:29: Ihr hört in dieser Folge, wie eine Schockwelle durch mich geht.
00:01:33: Ihr fahrt ein paar Highlights aus ihrer ärztlichen Tätigkeit, die relativ Augen öffnen sind und ihr erfahrt aus erster Hand, was alles uns in den Weg gelegt wurde und wie wir damit umgegangen sind und uns auch in Zukunft nur tun werden.
00:01:49: Und ihr könnt noch mal besser nachvollziehen, Warum, Peter und ich, das Beste gespannt sind?
00:01:55: Bin ich eigentlich noch Ärztin?
00:01:58: Ups.
00:01:59: Naja, die Frage, die stelle ich mir schon im letzten Jahr ab und an, beziehungsweise die kommt einfach so in meinen Sinn, weil ich habe ja letztes Jahr zum einem dreißigsten zwölften tatsächlich meine Praxis geschlossen.
00:02:17: Und es war immerhin für... über vierzig Jahre in irgendeiner Form schon mein zweites Zuhause auch.
00:02:25: Okay.
00:02:26: Also ich fand es überhaupt nicht leicht und ja genau darum geht es in diesem Podcast auch natürlich dann um das Thema loslassen und was das alles so bedeutet.
00:02:38: und natürlich würde ich auch gerne mal so meinen ganzen Weg Revue passieren lassen.
00:02:45: Weil das ist schon, es war für mich eigentlich ein Riesenschritt gewesen.
00:02:53: Aber so jetzt nach einem Jahr kann ich auch darüber reden.
00:02:57: Ich wollte ja vorher gar nicht so richtig darüber reden.
00:03:00: Ich habe immer so gesagt.
00:03:04: Ich hatte meine Patienten und dabei habe ich immer noch Patienten, weil es gibt noch immer noch Patienten, die mich immer anrufen oder auch andere Menschen, Freunde, Bekannte, Verwandte, die mich anrufen und mich fragen.
00:03:16: Und das ist so die eine Seite und auf der anderen Seite denke ich auch, vielleicht bin ich sogar, ja, ich bin auf jeden Fall immer noch Ärztin, vielleicht sogar mindestens genauso gut, aber auf eine andere Art und Weise.
00:03:32: Also, um das mal gleich so ein bisschen, du, keine Ärztin mehr, du bist Ärztin.
00:03:40: Ob du jetzt in Praxis noch hast oder die Ärztin auf einer anderen Ebene bist.
00:03:47: Also die Frage schockt mich, schockt mich richtig.
00:03:49: Ich war ja auch nicht darauf vorbereitet, dass dieses Thema jetzt so ein Thema ist.
00:03:53: Also, ganz, ganz klar, ich kann verstehen.
00:03:56: ... dass du jetzt mit der Praxis, habe ich ja mitbekommen, ... ... mit der Praxis Aufgabe, ... ... dass du da so gesagt hast, ... ... ja, ist die Praxis weg und so, ... ... die ja ganz, ganz, ganz, ... ... ganz lange gemacht hast, ... ... aber gleich von vornherein, ... ... du bist genauso erst mit mir vorher, ... ... weil du bist ja erst mit Leib und Seele, ... ... und nicht weil du da jetzt irgendwie ... ... eine Praxis am Laufen hast oder nicht, ... ... nach dieser langen Erfahrung, ... ... da gibt es eh weniger, die das so ... nachvollziehen können.
00:04:25: Aber mal ganz ehrlich, Roland, als das ganze dieser Prozesse, da ging ja irgendwie schon so ein bisschen los, so vor dreieinhalb Jahren, als ich wesentlich weniger Sprechstunden schon angeboten habe, habe ich gemerkt, ich ziehe mich so zurück und es hat mir auch gut getan, weil, da kommen wir später nochmal drauf, weil ich habe einfach vierzig Jahre lang ganz viel getragen, geschult hat.
00:04:50: Also ich war immer für meine Patienten da.
00:04:53: Aber dieser ganze Prozess, der ging ja dann da los.
00:04:58: Ich habe dann immer nur gehört, wie du bist jetzt so wenig in der Praxis und so und als ich dann nach dem der Raul gesagt hat, Mama, überleg doch mal, wirst du nicht aufhören mit deiner Praxis, weil du hast es jetzt so lange gemacht und vielleicht gibt es ja noch andere Dinge, die du gerne machen würdest und die, die jetzt einfach auch den Platz haben können und den Raum haben können.
00:05:19: Kannst du dich noch erinnern, wie du darauf reagiert hast, als ich gesagt habe, ich glaube, ich gebe die Praxis so ab.
00:05:27: Du, da gab es verschiedene Reaktionen.
00:05:28: Ich habe mir erst mal bedenkt, ob es sollte man das machen, sollte man es nicht machen, sollte man es nicht irgendwie weiterführen lassen.
00:05:33: Sollte man.
00:05:34: Oder Frau, ja.
00:05:35: Nein, es ging hier um meine Praxis.
00:05:37: Ja,
00:05:37: ja, mancher.
00:05:38: Aber sollte man das machen?
00:05:40: Ja,
00:05:40: also es gibt ja die Schreibweise M.A.
00:05:43: mit einem M.
00:05:43: nur.
00:05:43: Ja, aber es ging
00:05:44: um mich.
00:05:45: Ja, also Frau, sollte Frau Petra das lassen.
00:05:49: Ja.
00:05:49: Und da war ich erst mal unsicher, weil ich weiß halt, wie beseelt du von deiner Tätigkeit, dass du erst den bist und auch nicht warst, sondern bist und eigentlich immer mehr.
00:06:00: Und das ist ja nicht zu Ende, es geht ja immer weiter.
00:06:02: Und als du dann aufgehört hast, Sprechstunden zu geben, das war ja der Grund.
00:06:06: Wir haben die ganzen Bücher geschrieben.
00:06:08: Wir haben so viel nebenher gemacht, dass es einfach, das ging einfach alles nicht mehr.
00:06:12: Du hast auch verschiedene Anläufe gehabt und hast mit Kolleginnen dann zusammen die Praxis gemacht und so.
00:06:18: Also von der ganzen Historie her.
00:06:21: Also für mich bist du heute viel, viel, viel mehr ärztener als damals, als ich kennengelernt habe.
00:06:29: Glaub ich auch.
00:06:30: Das ist so die eine Sache.
00:06:31: Aber ich will schon noch mal hier sagen, als ich gesagt habe, Roland, ich glaube, dass es an der Zeit ist, die Praxis zu schließen, du hast es mir nicht leicht gemacht.
00:06:47: Ja, weil ich dachte halt irgendwie, dass du in so einem Standort bist, auch wenn du nicht mehr so viele Patienten hast, wäre halt gut.
00:06:56: dafür, dass es da so eine Repräsentanz gibt, sozusagen, wo das, was wir alles machen, praktisch auch in der täglichen Praxis umgesetzt wird.
00:07:07: Aber das wird ja mittlerweile bei hunderten, wenn nicht tausenden Praxen umgesetzt, die halt bei uns die Ausbildung gemacht haben.
00:07:14: Von daher war das dann irgendwann, das war lange Zeit so ein Vorzeige.
00:07:19: Objekt auch, und du hast ja auch dann irgendwann eigentlich mit deswegen gemacht, um die ganzen Ärztinnen und Ärzte und Therapeuten, die wir ausgebildet haben, um denen zu zeigen, so kann das aussehen, so kann das ablaufen.
00:07:34: Schaut mal, und ich kann mich erinnern, dass wir dann auch immer so Gruppenführungen gemacht haben oder auch Leute einzeln kamen, sie es angeschaut haben.
00:07:41: Und deswegen habe ich erst mal gestutzt und dachte, oh, brauchen wir das nicht?
00:07:45: Und soll man das lassen?
00:07:48: Wobei ja ich damit nicht deine Entscheidung jetzt selbst in der Praxis nichts mehr zu machen, dass es ja ein Ding und das andere ist, kann so eine Praxis dann nicht auch ohne dich unter deiner Aufsicht sozusagen, inhaltlich unter deiner Fürsorge auch weiterlaufen.
00:08:07: Deswegen habe ich erstmal da so ein bisschen eingehakt und wie du jetzt sagst, nicht leicht gemacht.
00:08:13: Das war nicht so gemeint.
00:08:15: Mir geht es immer nur um die... um die ganze Sache und da dachte ich halt vielleicht fehlt es dann.
00:08:20: Also nochmal um das irgendwie auch aufzuklären, also wir haben in meiner Praxis natürlich Lifestyle Medizin gemacht, also hauptsächlich Ernährungsmedizin und natürlich auch Schmerz, unsere Schmerztherapie angeboten und das waren also zwei... große, große Standbeine.
00:08:37: Das ist schon klar.
00:08:39: Und ich glaube, ich hatte eine der schönsten Praxis, die man sich vorstellen kann.
00:08:43: Das kann ich nur unterstreifen.
00:08:44: Also das
00:08:44: ist definitiv so, weil ich unbedingt immer wollte, dass ich Menschen, die mit irgendwelchen Ängsten oder auch Ängsten, ob irgendwelche Erkrankheiten zu haben oder auch Schmerzen, dass wenn die reinkommen, sich schon wohl fühlen.
00:09:00: Und das habe ich von Anfang an gemacht.
00:09:02: Das war ja so mein, das war immer so mein Wunsch, dass Ängste, dass, dass, dass Patienten keine Ängste vor, vor Ärzten haben.
00:09:12: Das fing ja damals schon an.
00:09:13: Ist schon soweit, dass wir zurückgehen können, weil ich weiß noch die erste, dass wir ein Rödel haben damals, dass die Praxis von der Protokopage übernommen und ganz alte, ganz tolle Ärztin.
00:09:24: Ganz feine Frau.
00:09:24: Und du warst die jüngste Ärztin, glaube ich, in Hessen.
00:09:27: Niedergelassen.
00:09:28: Die jüngste Niedergelassen zu dem Zeitpunkt.
00:09:31: Und Da kam man rein und hat sich gefühlt wie in einem Strandhotel in Italien.
00:09:38: Da waren Korbmöbels drin waren und Hellefarben und ganz gemütlich.
00:09:44: Ja, und eigentlich so.
00:09:46: Cafeteria-Atmosphäre, ja, nicht Cafeteria, sondern Café-Atmosphäre.
00:09:51: So, ganz gemütlich und die Patienten sitzen nicht da und jeder guckt vor sich hin und sagt nichts, sondern da waren immer Unterhaltungen und da wurde ein Tee bestellt und dann wurden Kaffee gebracht.
00:10:03: Das war, also eigentlich war es ein Kaffee als Vorzimmer sozusagen für deine Praxis.
00:10:08: Ja, das war auch, also ich ... kann mich auch noch erinnern, das war wirklich schön, weil das war damals ja noch so eine Kassenarztpraxis und ich bin dann immer zwischendrin rausgegangen und habe da mal kurz mit den ganzen Leuten gesprochen, die auch im Wartezimmer gesessen haben.
00:10:20: Du hast mal die Kinder gestillt?
00:10:21: Weil zwischendrin habe ich dann auch die Kinder gestillt, habe das den Leuten immer gesagt, sorry es dauert jetzt ein bisschen, aber die Patienten hatten dafür wirklich Verständnis.
00:10:30: und auch wenn ich mal länger irgendwie mit einem Patienten gesprochen habe und dann die Patienten sich dann wartet, ruhig im Wartezimmer verhalten sollten, bin ich dann auch raus und hab gesagt, das weiß ich noch ganz genau, passen Sie auf.
00:10:45: Das hat jetzt länger gedauert, aber da gibt es jemanden, der mich länger gebraucht hat.
00:10:50: Ich kann Ihnen nur sagen, wenn es bei Ihnen irgendwann mal so ist, dass Sie mich länger brauchen als die Zeit, die wir geplant haben, dann bin ich auch für Sie da.
00:10:58: Und das war schon spannend.
00:11:00: Also ich konnte immer so im Austausch sein mit meinen Patienten.
00:11:06: Das war richtig, richtig schön.
00:11:08: Und das ist natürlich auch... Leben neben meiner Familie gewesen, dass ich hatte.
00:11:13: Und wir haben damals, ich hatte ja mit einer anderen Ärztin die Praxis zusammen, mit einer ganz tollen Frau.
00:11:20: Später dann?
00:11:21: Ja, so nach vier oder fünf Jahren ist Christian, ne, sechs Jahren, glaube ich, ist Christian da dazugekommen.
00:11:28: Das war wirklich eine super, schöne, intensive Zeit, aber ... Ich weiß auch, wie du immer gesagt hast, meine Güte, Petra, das ist einfach viel zu viel, was du da machst.
00:11:38: Du schleppst viel zu viel.
00:11:41: Wir haben ja Schlitze geschlagen, noch als wir das Haus renoviert haben.
00:11:44: Ja,
00:11:44: das war wieder
00:11:45: was anderes,
00:11:45: ich meine.
00:11:47: Nein, ich will nur sagen, also da waren so viele Sachen auch zu tun und du hast das trotzdem mit Bravour gemacht, zwei Kinder gestellt, Schlitze geklopft und dass wir das Haus auf Vordermann bringen, das war, ja so fing das an.
00:12:00: Du warst Ärztin durch und durch.
00:12:02: Ja, aber die Kinder
00:12:03: kamen erst fünf Jahre später.
00:12:04: Ja, das
00:12:05: kann das sein.
00:12:05: Das ist ja egal.
00:12:06: Du
00:12:06: bringst jetzt, schmeißt jetzt alles in einen Topf.
00:12:08: Also darum ging es gar nicht.
00:12:10: Was ich gemeint habe, ich kann mich noch erinnern, wenn ich abends dann, meine erste Praxis war in dem Haus, in dem wir auch gewohnt haben und dann bin ich abends nach der Sprechstunde hochgekommen und war dann manchmal schon ziemlich, ziemlich, ziemlich geschafft.
00:12:24: Und da hast du immer zu mir gesagt, dass du es viel zu heftig findest, wie ich mich da auch einbringe, weil was ich damals schon gemacht habe und ich habe... Ich hoffe, ich habe es ein bisschen verändert.
00:12:38: Ich habe nicht mit Gefühl, sondern mitgelitten oftmals auch.
00:12:42: Das habe ich auch gemeint damals.
00:12:44: Das habe ich gemeint, weil die Ärzte und Ärztinnen, die es zuhören, die werden das von sich kennen oder auch alle Therapeuten im Grunde genommen.
00:12:52: Es ist immer so ein Spagat zwischen Mitgefühl, Mitleid und Mitleiden und sich abgrenzen können oder nicht.
00:13:03: Das ist ja gar nicht so einfach.
00:13:05: Und ich habe halt dann das zu dir gesagt, weil ich gemerkt habe, du warst sowas von ausgelutscht, weil du all deiner Energie in die ganzen Patienten reingegeben hast und dich halt null abgegrenzt hast.
00:13:19: Und da habe ich gemerkt, dass das zu viel war und das habe ich auch gesagt.
00:13:24: Hat nichts damit zu tun, den Patienten irgendwas wegzunehmen.
00:13:28: Einfach nur, es gibt... zwei Arten damit umzugehen.
00:13:32: Also man kann die Patienten nah an sich ran lassen, mitfühlen, das Beste geben und dann trotzdem aber irgendwie nicht dann schlaflose Nächte haben, wie du das hattest, weil dann bestimmte Patienten, bestimmten Krankheiten, die nicht mehr aus dem Kopf gehen.
00:13:48: Das ist halt... Man sagt ja, ich hab das mal gehört, ich bin da live, vielleicht täusche ich mich, aber wir haben schon Leute gesagt, Ärzte, die haben ja eine deutlich geringe Lebenszeit als die anderen Menschen.
00:14:00: Und ich hab damals schon gedacht, Mensch, Mensch, Peter muss aufpassen, weil so wie ich das mit angesehen habe, war das nicht so förderlich.
00:14:12: Ja, es kann gut sein.
00:14:15: Aber ich bin halt schon so wie ich bin, aber ich bin auch... gewachsen mit der Praxis.
00:14:19: Ich bin auch mit der Aufgabe gewachsen.
00:14:23: Ich musste ja auch lernen, letzten Endes das irgendwie zu händeln.
00:14:26: Am Anfang war das noch schwierig, aber je länger ich dann auch gearbeitet habe mit meinen Patienten und vor allen Dingen, als ich gemerkt habe, ich habe wirklich meinen Weg gefunden, war das nochmal anders.
00:14:37: So am Anfang war das ja, ich habe einfach das gemacht, was ich gelernt habe während des Studiums und als ich im Krankenhaus gearbeitet habe, aber das hat mich ja nicht erfüllt.
00:14:45: Null,
00:14:46: null, null, das weiß ich noch.
00:14:47: Du bist damals losgezogen, hast überall Praktika gemacht.
00:14:51: Das fing bei Akkumbaktur an, ging über Homöopathie, was du gelernt hast.
00:14:55: Du wolltest einfach was anderes.
00:14:56: Bist du dann die Ernährung gefunden hast?
00:14:58: Genau.
00:14:59: Und dann warst du dort aufgegangen, aber dann ging ja erst der ganze Ärger los.
00:15:03: Ja, da ging der Ärger
00:15:05: los.
00:15:05: Ja, ja,
00:15:05: das stimmt.
00:15:06: Also bis dato war ja alles von außen her recht ruhig.
00:15:13: Weil ich bin ja ganz normale Ärztin gewesen, die alles gemacht hat, wie man das so normal macht.
00:15:18: Aber als ich dann mich auf die Ernährungsmedizin spezialisiert habe, das war wirklich schwierig.
00:15:25: Weil das war einfach vor thirty-five Jahren, da fing das hier an.
00:15:30: Und da war Ernährung einfach fast ein Tabuthema.
00:15:35: Also ganz... Es war überhaupt nicht irgendwie Hype, wie das jetzt ist, sondern wenn du davon angefangen hast, bist du angegriffen worden.
00:15:44: Hast
00:15:44: du auch belächelt?
00:15:45: Also belächelt aber auch angegriffen, warum ich mir dann anmaße, jetzt in das persönliche Leben von irgendwelchen Menschen reinzudringen und so weiter.
00:15:58: Das war schon heftig.
00:15:59: Aber ihr müsst einfach wissen, ich war, nachdem ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt habe, war mir das ganz, ganz klar, dass die Ernährung einen immens großen Anteil an Gesundheit und an Krankheit einnimmt.
00:16:19: Und weil ich ja überhaupt nichts im Studium darüber gelernt habe, habe ich gelernt, indem ich ganz viel mich reingearbeitet habe.
00:16:30: Im Prinzip noch ein zusätzliches Studium.
00:16:34: Viel mehr als das.
00:16:35: Viel mehr als das, glaube
00:16:36: ich.
00:16:37: Und dann zusammen mit meinen Patienten eigentlich Erfahrung gesammelt habe.
00:16:43: Deswegen bin ich auch so nah mit meinen Patienten gewesen, weil ich denen immer gesagt habe, passt auf.
00:16:48: Was wir hier machen, das ist was anderes als das, was die normale Medizin jetzt vorschlagen würde.
00:16:56: Also, wenn Leute gekommen sind, bei denen zum Beispiel der Bluthochdruck begonnen hat oder die leichten Diabetes hatten.
00:17:04: Da habe ich gesagt, meine Güte, lass uns doch versuchen, mit der Ernährung das zu machen.
00:17:07: Und was dann passiert ist, das war ja einfach, das war ja unglaublich, ja.
00:17:13: Aber ich muss dazu sagen, auch da hat sich schon so ein Bild ergeben, das glaube ich heute immer noch da ist.
00:17:20: Es gibt ja so auf der einen Seite das Patientenbild von Ärzten, die den Arzt als Halbgott in Weiß ansehen.
00:17:29: Und ich war immer sehr ehrlich und authentisch und habe gesagt, also es gibt ja noch nicht viel an Hochschulwissen oder an Wissenschaft, sondern was wir hier machen.
00:17:43: Dafür musst du dann auch Selbstverantwortung übernehmen.
00:17:46: Du musst das machen.
00:17:47: Ich bin nicht diejenige, die jetzt einfach ein Medikament aufschreibt und du denkst, du wirst davon gesund, sondern ganz im Gegenteil.
00:17:55: Ich habe gesagt, ich mag das nicht mehr, nur das Symptom orientierte Medizin zu machen, sondern ich würde gerne an die Ursache gehen und auch an die Lösung gehen und habe dann meinen Patienten vorgeschlagen, was sie machen sollten.
00:18:11: Die haben weder mitgemacht oder haben sich einen anderen Arzt gesucht, der dann eher doch diese Mentalität des Halbgottes oder der Halbgöttin in Weiß symbolisiert hat oder verkörperlicht hat, aber ich war das nicht.
00:18:24: Ich glaube, ich war immer eher so ein Begleiter in der Medizin und ich bin das heute noch und ich bin auch sehr dankbar.
00:18:35: Ich ganz, ganz fest davon überzeugt bin, dass der beste Arzt der Arzt in uns selbst ist.
00:18:42: Das heißt also, dass der Patient... tatsächlich sich am besten nur selbst helfen kann, wenn da den richtigen Weg geht.
00:18:51: Und ich weiß noch, kannst du dich noch erinnern, als ich dann den Klaus Leitzmann auch relativ schnell
00:18:57: getroffen habe?
00:18:57: Ja, ja, klar.
00:18:58: Ich weiß es noch.
00:18:58: Weil das war ja damals, als du dieses Buch fit fürs Leben entdeckt hast.
00:19:03: Ja.
00:19:03: Und dann ist sich von der ersten Sekunde an gepackt hat.
00:19:06: Das haben wir ja beide an einem Nachmittag, glaube ich, durchgegeben.
00:19:08: Ja, ja, ich weiß.
00:19:09: Und dann ging das ja los.
00:19:11: Wie ist dieser Verein?
00:19:14: diese Forschungsverein, der dahinter stand.
00:19:17: Wir haben wissenschaftlichen Beirat vom Waldhausenverlag.
00:19:20: Ganz genau, das war der wissenschaftliche Beirat vom Waldhausenverlag.
00:19:24: Und dann hatten wir ja auch gleich den Kontakt mit Prof.
00:19:26: Leitzmann, der ja heute auch super guter Freund von uns
00:19:29: ist.
00:19:29: Ja, wie schön, also das war auch wichtig für mich.
00:19:32: Ja, absolut, absolut.
00:19:34: Und da bist ja in diese ganze andere Welt reingekommen, die jetzt zwar nicht schubinizinisch mit Studien und sonst was und alle diese Akzeptanz und ganz im Gegenteil.
00:19:43: Das waren so die Alternativen.
00:19:46: Aber die halt, ich weiß noch, wie du eine Heilung nach der anderen fabriziert hast.
00:19:51: Ich
00:19:51: habe die nicht fabriziert noch mal.
00:19:52: Das weiß du, das mag ich überhaupt
00:19:53: nicht.
00:19:53: Du hast es ausgelöst.
00:19:54: Ja, aber du hast es ausgelöst.
00:19:55: Also durch
00:19:55: das Wissen, dass die Patienten... ... dann angenommen haben, als ich ihn erklärt habe, ... ... haben diese selbst festgestellt ... ... und ich war einfach ... ... ich war einfach fasziniert von der ... ... von dieser Kraft,
00:20:06: ... ... der ... Ich werde die vergessen, die eine Frau, ... ... die aus Südafrika, glaube ich, ... ... angeflogen kam oder aus ... Ja, ja, weil es das war so eindrucksvoll.
00:20:14: Die kamen mit irgendwie ... ... Atemproblem mit Asthma, ... ... und dann war die, glaube ich, ... ... zwei, drei Wochen da, ... ... dann war es Asthma weg.
00:20:23: Das war eine Sache, die konnten ja auch deine Kolleginnen und Kollegen damals auch nicht nachvollziehen.
00:20:29: Ja, also deswegen, das Grundum ist damals schon bei dir passiert, was dann später bei der Schmerztherapie passiert ist, war einfach für viele nicht nachvollziehbar, die auf dem Mainstream fahrt halt waren.
00:20:41: Und deswegen war totale Gegenwehr.
00:20:43: Du bist ja bekämpft worden, kann man ja so sagen.
00:20:45: Ja, also es sind jetzt zwei Sachen, die ich gerne nochmal wirklich aufnehmen würde.
00:20:49: Wer ist eigentlich Klaus Leitzmann?
00:20:52: Klaus Leitzmann ist heutzutage eine lebende Legende.
00:20:55: Er ist zwar ein neunzig Jahre alt und er war damals der Kahn der Ernährungswissenschaft in Gießen.
00:21:02: Und er war wirklich mein Lehrer.
00:21:03: Der hat dann auch immer zu mir gesagt, Petra, hier sind die wissenschaftlichen Belege dafür, dass das, was du sagst, okay ist.
00:21:13: Bresch nicht vor, sei ein bisschen zurückhaltend, weil es ist nicht einfach.
00:21:19: Also er selbst war ja der erste Professor der Nährungswissenschaft, der sich für ... eine ökologische Ernährung eingesetzt hat, der sich eingesetzt für eine wegetarische Ernährung zumindest, der für Vollwert Ernährung stand, also für qualitativ höchstwertige Ernährung und ist da auch innerhalb seines Daseins der Ernährungswissenschaftler angegriffen worden und hat dann halt gesagt, Petra, das wird dir nicht anders gehen, sei einfach vorsichtig, aber Da mit der Vorsicht, da hatte ich es nicht so, weil ich habe einfach so viel erfahren mit meinen Patienten.
00:22:01: Ich kann mich daran erinnern, du hattest ein Schild hängen.
00:22:04: Leider haben wir keine Foto davon.
00:22:06: Farmerreferenten unerwünscht.
00:22:08: Und das haben die akzeptiert und sind auch nicht mehr reingekommen.
00:22:13: Wo war ich?
00:22:14: Ich muss nur einen sagen, weil das vorhin klang, dass du als ob der neue Ernährungsmedizin gemacht hättest.
00:22:18: Du hattest es schon entfällen, wo es nötig war, natürlich ganz normale herkömmliche Medizin
00:22:22: gemacht.
00:22:23: Ja, natürlich.
00:22:23: Und das ist ja auch das, das ist ja auch das unglaublich großartige.
00:22:27: Es gibt, es gibt einfach ganz, ganz viel, was man selbst machen kann.
00:22:30: Und es gibt aber auch Situationen und und Grenzen.
00:22:34: Da geht es einfach nicht mehr.
00:22:35: Und da ist es unglaublich wertvoll, dass es die ganze moderne Medizin auch gibt.
00:22:41: Und ich habe mich der natürlich auch bedient, weil es wäre ja völlig absurd gewesen, wenn ich gesagt hätte, das mache ich nicht.
00:22:49: Ich
00:22:49: weiß nur, wie geschockt du warst.
00:22:50: Du hast mir dann erzählt, Roland, kannst du dir das vorstellen?
00:22:54: Ich soll das Medikament verschreiben und dann wird das mit Reisen honoriert.
00:23:00: Sind die denn wahnsinnig?
00:23:02: Was läuft denn da?
00:23:04: Gibt es da wirklich Kolleginnen und Kollegen von mir, die da nur Medikamente verschreiben, weil sie so eine Reise machen wollen?
00:23:09: Nein, das war eine Fortbildung.
00:23:10: Das war eine Fortbildung von der Firma, die dieses Medikament angeboten hat, wo noch ganz viele andere Themen besprochen wurden.
00:23:18: Aber natürlich ging es darum, dass du dann letzten Endes eben dieses Präparat im Kopf hast, um das dann zu verordnen und sowas.
00:23:26: Das gibt ja heute alles gar nicht mehr, Gott sei Dank.
00:23:29: Ich weiß nur, du hast dich damals absolut...
00:23:31: Ja, ich fand es schwierig dann, weil ich wollte mich auch in keiner Weise verführen lassen.
00:23:36: Das ist ja auch so... Ich bin zwar, glaube ich, schon ziemlich stark, aber ich weiß nicht, wenn du dann auch so eine Veranstaltung gehst und du hörst dann immer wieder das Gleiche und das Gleiche, dann hast du es einfach im Kopf und dann machst du es, ob du das jetzt willst oder nicht.
00:23:50: Aber auf jeden Fall, das stimmt, ich hatte dieses Schild und ich hatte es bis.
00:23:55: Also in Rödelheim bis zum Ende tatsächlich auch dran.
00:23:59: Weil, ja, das war mir schon wichtig.
00:24:03: Aber nochmal der Klaus.
00:24:06: Leitzmann, der hat mich immer gefüttert mit Wissenschaft, mit Studien, mit neuesten Erkenntnissen.
00:24:14: Und das hat mir natürlich ganz viel Kraft gegeben.
00:24:17: Wir haben uns oft getroffen.
00:24:18: Wir haben ganz viel miteinander gesprochen.
00:24:21: Ich habe die entsprechende Literatur dazu gehabt.
00:24:25: Es war ein ganz spannender Weg.
00:24:28: Es war ein harter Weg, weil es ist nicht so einfach.
00:24:30: Neben Familie, zwei Kinder, einen Mann.
00:24:35: der gleichzeitig mit der Entwicklung der Liebscha und Prachttherapie angefangen hat, der die Übungen entwickelt hat und ich war ja auch dabei, ich war ja da wirklich involviert.
00:24:49: Es war nochmal so eine andere Stelle, wo wir einfach nochmal nicht Mainstream-mäßig drauf waren.
00:24:58: Und es war schon schwer.
00:24:59: Und was mir wirklich am schwersten gefallen ist, du hast es vorhin gesagt, ich bin angegriffen worden.
00:25:04: Also es gab wirklich viele, na viele ist immer relativ.
00:25:07: Es gab einige Kollegen und Kolleginnen, die mich überhaupt nicht mochten, die mich dann auch bei der Landesärztekammer angezeigt haben.
00:25:16: Ich habe zum Beispiel auch, ich habe achtzehn Jahre lang eine wöchentliche Kolumne gehabt in der Frankfurter neuen Presse.
00:25:25: Und da habe ich natürlich alle Themen, die mir wichtig erschienen, dass Leute zumindest die Möglichkeit haben, darüber zu erfahren.
00:25:33: Darüber habe ich dann die Kolumne geschrieben.
00:25:36: Und ich war auch, glaube ich, für, ich weiß nicht, dreizehn, vierzehn Jahre Expertin im HR-I Radio für Gesundheit.
00:25:46: Und da habe ich natürlich auch die Themen, die Themen besprechen wollen.
00:25:54: die mir wichtig waren.
00:25:56: Es gab so zwei Themen, die ich nicht anbringen durfte.
00:26:00: Das war einmal das Thema Milch, also Milch und Milchprodukte.
00:26:04: Und ich durfte nichts über Verdauung sagen.
00:26:06: Das wäre unappetitlich.
00:26:08: Also ich glaube, heute wäre das anders.
00:26:10: Aber okay.
00:26:12: Aber ich weiß nur, dass ich sowohl in der Frankfurter neuen Presse als auch im HR, also in dem, ja.
00:26:20: in der Welt des H.R.s, des Hessischen Rundfunks auch durchaus Gegner hatte, die mich nicht mochten.
00:26:28: Und es war immer irgendwie schon auch Kampf.
00:26:32: Aber ich wusste von meinem Gefühl her, dass das ein sinnvoller Kampf war, genauso wie auch den Kampf aufzunehmen für die Sichtweise der Schmerzenstehung.
00:26:46: Weil ich habe gesehen, wie es den Patienten besser geht, wenn sie ihre Übungen gemacht haben.
00:26:50: Wenn
00:26:50: du sie behandelt hattest, das war schon faszinierend, sorry.
00:26:54: Das ist ja das, was ich immer schon gesehen habe, dass du einfach Tausende von Patienten hattest und in aller meisten Erfangenings richtig, richtig gut.
00:27:03: Natürlich gab es Ausnahmen und du hast da Sachen eingeleitet.
00:27:07: der Heilung, indem du ihnen das gesagt hast, was sie machen sollen, die entsprechenden, du weißt, du hast den ganzen Test gemacht mit dem Stuhl übers Blut, hast du Tests gemacht, die waren damals, da hast du ja auch dann entsprechende Labore rausgesucht, weil es war ja alles gar nicht so wie heute und hast da Parameter gehabt, die keiner benutzt hat.
00:27:24: und ist da völlig klar, dass deine Kolleginnen und Kollegen, die am Rad gedreht haben, weil du bist da in Gebiete rein, von denen die wirklich, ich sag's mal so, als Laie keine Ahnung hatten, ja, an der Uni nie gelernt und haben dann mitbekommen, hat natürlich auch Patientenkontakte, es gibt ja die Arzt-Hopper, ja, die man von dort nach dort und die haben dann mitbekommen, was du mir denen gemacht hast und da konnte ich halt überhaupt nicht mitrehen.
00:27:47: Was bleibt denn ein anderes übrig, als zu sagen, das ist alles ein Quatsch und das funktioniert alles nicht, dich auch persönlich anzugreifen.
00:27:55: Ich kann mich ein Brief erinnern, ja, da war es zu fixen, fertig, zwei Wochen lang, wo ich nur gesagt habe, ich würde am liebsten da hinfahren und würde diesen Herrn mal irgendwie Ganz freundlich fragen, weil sie sich dabei denkt,
00:28:06: solche
00:28:07: Blödsinn zu erzählen.
00:28:08: Von der Erzikammer, die
00:28:11: mich... Das hat mich besonders aufgebracht, weil die Erzikammer, die war ja immer kurz davor abgeschafft zu werden, da gab es immer so einen Votum.
00:28:22: Nein, das war nicht die Erzikammer, das war die kassenärztliche Vereinigung.
00:28:25: Ah, okay, okay, sorry, da bin ich im Thema drin.
00:28:30: Du bist da Mitglied und die ist dafür, dass deine Vertreter und deine Vertreter fangen an dich anzugreifen, nur weil irgendwelche Kolleginnen und Kollegen ein Problem damit haben.
00:28:40: Wahrscheinlich auch das Wort mit den vier Buchstaben, ja.
00:28:43: Also eine Heitwanderer mit Sicherheit auch ein großes Ding, weil du warst ja dauernd in der Presse, weil die Leute haben dich geliebt, auch bei der Kolumne.
00:28:51: Und das war ja ein richtiger Einfluss auf die... auf das Wissen der Menschen über die eine Gesundheit.
00:29:00: Und ich habe damals immer nur gedacht, mir hat sich der Eindruck immer mehr verstärkt, dass da einfach nicht gewollt war, dass Patienten so viel wissen.
00:29:12: Und unser Ding war ja von Anfang an, die Patienten so viel zu sagen, wie möglich, damit sie selbst mit sich umgehen können.
00:29:19: Aber das war damals anders als heute.
00:29:22: Ein völliges Sacrileg.
00:29:26: Absolut, es war fast schon kriminell, wurde das fast aufgefast.
00:29:30: Ja, so habe ich mich auch gefühlt teilweise, weil irgendwie angezeigt zu werden, das ist einfach nicht schön.
00:29:35: Das passiert heute im Übrigen immer noch.
00:29:38: Also, das ist... Es ist einfach so, wie es ist.
00:29:41: und vonhalb bin ich jetzt auch froh, dass ich gerade die Praxis jetzt nicht mehr habe, weil ich glaube, jetzt ist das Interesse nicht mehr so groß, dass man mich noch mal anschwärts weiterhin in der Lernen des Ärztekammer.
00:29:52: Aber weißt du, was mir gerade so eben einfällt, ist, wir waren für vieles viel zu früh.
00:29:58: Also wir waren nicht zu früh, sondern irgendwann fängt ja mal jemand an.
00:30:03: Ja, also du bist auf jeden Fall Pionier in der Schmerztherapie.
00:30:06: Da bin ich mir ganz sicher.
00:30:08: Und bevor ich mit Ernährung angefangen habe, gab es auch schon andere Pioniere.
00:30:13: Aber als Ärzte glaube ich... Nicht so viele, die da schon gearbeitet haben.
00:30:18: Das war nur eine Handvoll.
00:30:18: Weil ich habe ja als vor fünf, dreiß Jahren mit Intervallfasten angefangen, als keiner darüber geredet hat.
00:30:24: Aber ich kann mich noch erinnern an eine Radiosendung.
00:30:28: Das war der Horror gewesen.
00:30:30: Also ich hatte immer so zwei Takes, also das sind die Zeiteinheiten, wo man sprechen kann, von jeweils vier Minuten und zwischendrin.
00:30:36: Da gab es eine halbe Stunde, da konnten mich Patienten, ach, nicht Patienten, Zuhörer anrufen.
00:30:41: Und das war immer super schön, weil, ja, es war einfach super schön, weil es war in der Regel immer positives Feedback bis auf diesen einen Anruf, an den ich mich heute noch erinnern kann, weil ich war, ich war erstarrt in diesem Moment.
00:30:56: Da rief mich ein Herr an und als, anscheinend irgendwie, was du sagen sagst, ja, was sind Sie denn für eine Kollegin?
00:31:08: Sie haben ja keine Ahnung und verbreiten sowas hier im Radio.
00:31:12: Wisst ihr, um was es ging?
00:31:13: Es ging um die Epigenetik.
00:31:15: Da hab ich die erste Sendung, glaub ich, vor fünfzehn oder achtzehn Jahren drüber gemacht, weil Bruce Lipton, da gab's ja schon ganz viel Forschung dazu.
00:31:22: Ich hab von Glaus gehört.
00:31:24: Also, da gab's schon ganz viele Tatsachen.
00:31:28: Und der hat mich so runtergemacht.
00:31:31: Ich konnte gar nicht sagen, ich hab einfach nur gesagt, dem ist so und sie werden sehen.
00:31:36: Es wird dann auch irgendwann mal zu Ihnen vordringen.
00:31:40: Also mir ist nichts anderes eingefallen.
00:31:42: Das war super gut.
00:31:44: Super gut.
00:31:44: Weil ich glaube, das ist genau dieses Problem, dass wir, die wir als Ärzte arbeiten und vor langer Zeit irgendwie studiert haben, sowieso, vierzig Jahre, also wenn jemand vierzig Jahre niedergelassen ist, dann ist es meistens so, dass der vierzig Jahre
00:32:00: das Gleiche macht.
00:32:00: Das Gleiche macht, weil er da sicher ist.
00:32:02: Kann
00:32:02: man ruhig aussprechen.
00:32:04: Das ist
00:32:04: ja ein Phänomen, dass diese Fortbildung nicht so häufig irgendwie gemacht wird in der Initiatät, wie auch immer, wie das sein sollte.
00:32:13: Ja, und es stimmt einfach, wenn wir waren, wir waren früh dran, aber wir waren Gott sei Dank... Wir haben schon das Richtige damals gemacht und auch für Dinge, die heute einfach so hoch kommen, zum Beispiel dieses ganze Wissen zum Thema Schmerz.
00:32:31: Da ist ja so viel bestätigt worden von dem, was wir damals einfach erfahrungsmedizinisch
00:32:36: schon haben.
00:32:37: Wir haben damals schon gesagt, der Knorpel kann nachwachsen, weil wir Anzeichen davon hatten.
00:32:41: Und das ist jetzt, ja, dreißig Jahre.
00:32:47: Und jetzt langsam sickert so immer mal wieder mehr an die Oberfläche, aber die die Mehrzahl sagt immer noch, das geht nicht.
00:32:55: Es ist irgendwie unfassbar.
00:32:57: Aber weißt du, was ich auch noch noch, was ich nicht vergessen möchte, ich hatte ja auch einen Lehrauftrag an der Johann Wolfgang Goethe-Universität, der hieß Gesundheit und Ernährung.
00:33:08: Und zwar unter der Leitung von Professor Dr.
00:33:12: Michael Lukas Müller, Psychosomatiker dort.
00:33:18: Der hat dieses Fachgebiet geleitet, leider schon lange verstorben.
00:33:23: Aber es war ganz traurig, weil es ist einfach niemand zu den Veranstaltungen gekommen von den Kollegen und Kolleginnen, weil Gesundheit und Ernährung,
00:33:32: das war kein
00:33:33: Thema.
00:33:34: ... der eine Story.
00:33:36: Ach so,
00:33:37: das
00:33:37: war ganz ganz zu Anfangs, als ich ... ... dieses Buch Fitters Leben gelesen habe.
00:33:44: Das war irgendwie im Sommer ... ... und im Herbst Winter habe ich einen Schreiben bekommen.
00:33:49: Eben von jenem ... ... Professor.
00:33:52: Liebe Kolleginnen und Kollegen ... Ich denke, es ist an der Zeit, dass wir uns mit diesem Thema Ernährung und Gesundheit ein bisschen intensiver auseinandersetzen, weil es gibt hier möglicherweise Zusammenhänge, die sie kennen sollten.
00:34:11: Und hier möchte ich gerne einfach was ins Leben rufen, das dann wachsen darf.
00:34:15: Und ich dachte, meine Güte, wie genial ist das denn?
00:34:19: Und der hatte da einen ganzen großen Zahl.
00:34:23: dann besetzt für einen Samstag, Vormittag und ich bin da hin und habe gedacht, meine Güte, jetzt kriege ich endlich Mitstreiter, weil ich habe schon gemerkt, dass ich einfach allein auf weiter Flur war.
00:34:35: Es gab keinen Arzt, der da irgendwie eingestiegen wäre, also zum gleichen Thema Ernährung und dachte, jetzt bin ich nicht mehr alleine, weil ich habe mich wirklich auch immer ziemlich alleine gefühlt.
00:34:52: Nein, du warst dabei.
00:34:53: Also, ich meine, was Ärzte anbelangten.
00:34:56: Es gab nicht viele Ärzte, die so da mitgelaufen sind mit dem, was ich gemacht habe.
00:35:03: Ja, und dann bin ich samstags morgens da hin.
00:35:06: Und dann habe ich gedacht, ich glaube es nicht.
00:35:09: Ich glaube es deswegen nicht, weil ich war, weiß es noch.
00:35:15: Die Einzige.
00:35:15: Ich
00:35:16: war die einzige Ärzte in die Dame.
00:35:17: Und
00:35:17: der hatte ja mit Hundertfünfzig, zweihundert Deuten gerechnet, gell?
00:35:19: Ja.
00:35:20: Ich weiß es noch, du warst grandios geschockt, weil das war der Beweis dafür, dass das überhaupt noch nicht auch nur annähernd in den Köpfen war.
00:35:34: Absolut nicht.
00:35:36: Der Studium sowieso nicht und dann auch nicht durch solche Maßnahmen.
00:35:39: Das Schlimme ist ja, das ist heute noch so ein Thema.
00:35:41: ... extrem stiefmütterlich.
00:35:45: Wird's
00:35:45: denn inzwischen an der Uni unterrichtet?
00:35:47: Also, das wird angeboten.
00:35:48: Wird angeboten, aber nicht verpflichtend?
00:35:50: Es sind
00:35:50: ein paar Stunden im ... ... während des ganzen Studiums, aber es wird nicht unterrichtet.
00:35:54: Das ist die absolute ... Aber das
00:35:55: sollte man schon noch mal drüber.
00:35:57: Absolut, ja.
00:35:57: Das wäre mein eigenen Podcast wert.
00:35:59: Absolut.
00:35:59: Das ist schon ... ... schon unglaublich.
00:36:02: Also ... ... und ... ... ich weiß noch, was es halt auch noch schwerer gemacht hat.
00:36:06: Also ... ... jetzt noch mal, also ... ... die meine Rolle als Ärztin.
00:36:11: Also, ich habe sie trotzdem geliebt, weil ... Ich hatte Patienten gehabt, die sehr eigenverantwortlich waren.
00:36:17: Das habe ich immer geliebt.
00:36:19: Und deine, also die schmerztherapeutische Arbeit, dein Baby, das war ja auch sehr das Gleiche.
00:36:26: Da mussten die Patienten ja auch eigenverantwortlich sein.
00:36:29: Und das war schon, es hat auch gut zusammengepasst.
00:36:34: Und ich mein, daraus entstand ja auch ... diese ganze Libscher- und Prachtwelt.
00:36:38: Ja, wir haben ... ... es war immer der Schmerz im Vordergrund, ... ... im Fokus, aber wir haben auch immer ... ... von indirekten Faktoren gesprochen, ... ... die den Schmerz auch noch lindern können, ... ... weil das habe ich ja auch beobachtet in meiner Arbeit.
00:36:51: Und da gehört da eben auch ... ... bei den indirekten Faktoren gehört da auch ... ... die Ernährung dazu.
00:36:57: Und ... ... aber auch weil ich mich dann auch noch ... ... mit dir zusammengetan habe, ... ... als Nicht-Mediziner.
00:37:04: Das ist
00:37:04: ja ein.
00:37:04: Weil er nochmal schlimmer
00:37:05: ist.
00:37:05: Das ist ja ein No-Go.
00:37:08: Das ist ja wirklich überhaupt nicht möglich.
00:37:10: Das war ja ganz schrecklich.
00:37:12: Und da ging es dann so richtig los, dass man mich dann auch angegriffen, also richtig noch mal angegriffen hat.
00:37:20: Also es war kein leichtes Dasein, aber es war auf der anderen Seite.
00:37:30: schon extrem spannend und auch extrem erfolgreich für die Patienten.
00:37:36: Weil ich habe einfach gesehen, wie wundervoll diese von mir empfohlene, vollwertig pflanzenbasierte Ernährung tatsächlich bei dem Gesundsein hilft und das dann noch zusammen mit Ja, mit einer richtig guten Bewegung.
00:37:58: Das ist ja immer das... Das Schöne ist ja, wenn Dinge getan werden, die den Patienten wirklich helfen, das haben wir ja immer auch gesehen und haben es erlebt und haben es auch so im Kopf gehabt, dann wird sich das durchsetzen.
00:38:12: Einfach deswegen, weil man es erst mal eine gewisse Verbreitung hat und ich glaube deswegen sind auch bei dir wegen der Neophylle so nervös geworden, weil das Wissen ging raus.
00:38:21: Vorher, da gab es das Internet, hat einen ganz anderen Stellenwert gehabt, KI gab es sowieso überhaupt noch nicht, ja.
00:38:29: Und wir haben dafür gesorgt, dass dieses Wissen über unsere Kanäle, wir haben ja vorträge gehalten ohne Ende, du auch Artikel geschrieben, dann diese jahrzehntelange Pressearbeit und so.
00:38:41: Das hat einfach nervös gemacht, weil die, die in diesem Bereich nicht ausgebildet sind, ja, die konnten es nicht nachvollziehen.
00:38:49: Und ich kann es menschlich verstehen, dass du da angegriffen worden bist.
00:38:53: Das ist dieses Herdendenken.
00:38:55: Wenn du aus der Herde ausbrechst, das geht ja auch Ärzten so.
00:38:59: Also ich meine, du bist ja auch anderen Ärzten so, in anderen Bereichen.
00:39:03: In dem Moment, wenn in der Herde ein Mitglied dieser Herde etwas tut, was für die Herde nicht normal ist, wird es verstoßen, wird angegriffen, wird ausgegrenzt, das ist völlig normal.
00:39:13: Es ist nur, ich denke mir immer, Wir müssten auch da eigentlich intellektuell weit genug sein, da vernünftig mit umzugehen, weil wenn, und es ist bei dir ganz klar, und deswegen auch zum Thema des Podcasts, ja, klar bist du noch Ärztin, weil für dich ist es wohlergehend der Menschen, dass allerhöchste, die allerhöchste Priorität vorgelebt durch dich selbst, getestet durch dich selbst, du hast nie den Patienten irgendwelche Dinge empfohlen, die wir in der Familie nicht vorher durchprobiert hatten.
00:39:43: Das weiß ich noch genau.
00:39:44: Das war für dich.
00:39:45: Du hast was gelesen, was begeistert und hast immer gesagt, aber lass uns selbst probieren.
00:39:52: Und wir haben es probiert und da haben wir es weitergegeben.
00:39:55: Für die, die wollten, okay, für die nicht wollten, halt nicht.
00:39:58: Und deswegen, du bist, ich würde sagen, um das ein bisschen vorwegzunehmen, du bist mehr denn je Ärztin.
00:40:05: Viel mehr als damals, habe ich ja gesagt, weil du bist ja in diesem Geist voll drin.
00:40:11: Es geht ja permanent darum, auch wenn du jetzt, du bildest dich ja auch fort ohne Ende, ja?
00:40:16: Und arbeitest dich in neue Erkenntnisse rein und so weiter und so fort.
00:40:20: Also klar, bist du Ärztin.
00:40:24: Halt jetzt ohne Praxis, wo du deine Stunden halt...
00:40:27: Also ich fühle mich auch,
00:40:28: ich
00:40:28: fühle mich nach wie vor als Ärztin und vielleicht hast du auch recht mit dem mehr denn je, weiß ich nicht, aber ich weiß einfach, dass ich im Laufe der Zeit...
00:40:40: Wegen dieser Wahnsinnserfahrung.
00:40:43: Es gibt ja ganz wenige, wenn ich das jetzt so mitkriege, was für Leute da irgendwelche Videos über Ernährung machen.
00:40:49: Und dann versuchen wir dahinter zu kommen.
00:40:50: Wo kommen denn das Wissen her?
00:40:52: Die haben dann drei, vier Bücher gelesen und haben das selbst ein halbes Jahr versucht.
00:40:56: Und dann gibt es noch ein paar Studien und wir wissen ja inzwischen alle Studien gibt es für alles.
00:41:01: Es gab ja sogar mal eine Studie, das ist immer mein Beispiel, dass rauchengesund ist.
00:41:07: Ich weiß gar nicht mehr, wie das argumentiert wurde, aber das zeigt ja, du kannst alles mit einer Studie belegen.
00:41:13: Und wenn ich das damit vergleiche, mit einem Tausenden von Patienten, wo du dich langsam reingearbeitet hast, wo du gemerkt hast, wie auf die verschiedenen Krankheiten reagiert wird, das ist so ein Schatz, also für mich.
00:41:29: versagen da sämtliche Studien dagegen, weil allein diese Größe der Versuchsteilnehmer bei dir, ja klar, ist nicht irgendwie genau beobachtet und sonst wie das wissenschaftlich gefordert wird, aber da ähnlich über der Schmerztherapie, die ganzen die ganzen Kommentare, die da gegeben werden, ja, das sind ja Über fünfhundert Millionen, inzwischen soweit ich weiß.
00:41:53: Irgendwas in dieser Größe in Ordnung.
00:41:54: Also da kann keine Studie dieser Welt mit irgendeiner, keine Ahnung, mit lächerlichen tausend Leuten kann da für mich mithalten.
00:42:03: Klar, das wird es von denen, die sich da auskennen, total niederargumentiert.
00:42:08: Meine intuitive Auffassung, mein Gefühl dazu.
00:42:12: Aber um hier das nochmal so ein bisschen auch zu bestätigen, dass die Arbeit, also auch sowohl die Schmerz, die Schmerzarbeit, die wir leisten als auch die Ernährungsmedizin, die ich einfach befürworte, da ist ganz klar, wo es hingeht.
00:42:35: Um schmerzfrei zu sein, brauchst du Bewegung und am besten mit den Übungen, das ist gesetzt.
00:42:41: Das ist einfach klar, da gibt es die Studien dazu und die großen Ernährungsstudien.
00:42:47: Allesamt, da gibt es glaube ich so sechs oder sieben Stück, die sagen ganz klar, um gesund, um wirklich den meisten gesundheitlichen Effekt zu haben, ist eine vollwertige pflanzenbasierte Ernährung.
00:43:04: ... der das Beste, was man machen kann.
00:43:07: Und diese Studien, die gibt es jetzt, ... ... die gab es damals noch nicht.
00:43:11: Ja, aber die gibt es jetzt, ... ... die untermauern alles.
00:43:14: Das Problem, das im Moment da ist, ... ... und das nervt mich tatsächlich, ... ... und deswegen muss ich grad sagen, ... ... dass ich auch ganz froh bin, ... ... dass ich jetzt hier mich für diesen Podcast ... ... als meine Hauptarbeit erst mal entschieden habe, ... ... ist tatsächlich, ... ... dass die Menschen total verunsichert werden.
00:43:32: Ja, ja.
00:43:32: Durch diese ganze Social ... Mediawelt.
00:43:37: Also ich frag mich, wie man sich da überhaupt noch auskennen soll.
00:43:40: Der eine sagt nur Fleisch, der andere sagt nur Eiweiß, der andere sagt nur
00:43:48: Pflanzen, nur Fett oder
00:43:49: sonst
00:43:50: etwas.
00:43:51: Die Leute sind ja völlig durcheinander, aber es gibt ganz, ganz klare... Und das ist auch schon spannend.
00:43:58: Studienergebnisse.
00:44:00: Wobei man ja dann auch wieder diskutieren kann.
00:44:02: Studienergebnisse im Hinblick auf Ernährung.
00:44:11: Wie sicher sind die denn?
00:44:12: Weil du musst so viele andere Faktoren noch beleuchten.
00:44:15: Aber dann kann ich euch nur sagen, dann sind die anderen Studien, die das Gegenteil beweisen wollen, halt genauso.
00:44:21: fragwürdig, ja?
00:44:22: Also das ist schon mal so eine Sache, aber die richtig großen noch mal, die sagen, dass das eine vollwertig pflanzenbasierte Ernährung, die Ernährung ist, die unsere Gesundheit auf jeden Fall stabilisiert und auch teilweise wieder zurückholen kann.
00:44:37: Das ist auf jeden Fall ganz, ganz klar und ich bin heilfroh, dass es das gibt.
00:44:44: und ich bitte euch einfach, Ja, aber um was bitte ich euch eigentlich, wie sollt ihr mit Social Media umgehen?
00:44:53: Weil das ist schon spannend.
00:44:54: Ich habe einen Vorschlag.
00:44:55: Der Tauch und Köpfer auf, die sehen super sympathisch aus, die reden supertoll, sind eloquent, sind Überflieger, sind wirklich intelligent, also wirklich hochintelligenteste Menschen.
00:45:11: Ja und erzählen dann irgendwas ganz sicher, haben zwar niemals damit gearbeitet und keine Patienten gehabt, aber... Die Leute vertrauen ihn dann auch.
00:45:20: Und ich weiß, dass das eine oder andere durchaus sehr, sehr, sehr kritisch zu begutachten ist.
00:45:27: Wie geht mir also damit um, dass man wirklich, dass man sagt, okay, ich gehe gut mit Social Media um und lass mich da nicht auf irgendwelche Hypes ein, die gerade jetzt mal modern sind und morgen wieder völlig andere.
00:45:45: Du hast eine Idee?
00:45:46: Also eine Idee ist auf jeden Fall, sich anzugucken, die Vertreter dieser Dinge selbst.
00:45:53: Und da hatten wir ja, ich will jetzt Namen weglassen, aber wir hatten ja von ganz obskuren Ernährungsvorschlägen, Vertreter, die dann auch sehr früh krank geworden sind oder sogar noch schlimmer.
00:46:06: Und ich denke, das ist immer ganz gut, sich anzuschauen.
00:46:10: Wie wirken denn diese Leute, die irgendwas empfehlen?
00:46:12: Weil die machen es ja normalerweise selbst.
00:46:14: Ich gehe jetzt davon aus, dass die Leute authentisch sind.
00:46:16: Obwohl ich da immer... Das muss
00:46:17: natürlich auch nicht sein.
00:46:18: Sorry, wenn ich gerade jetzt wirklich wunderbreche, aber da kriege ich so ein ganz mulmiges Gefühl in Bauch, ja, Leute anzugucken, ob die, wie lange die gelebt haben oder ob zu früh gestorben sind.
00:46:28: Weil, ja, ich weiß ja nicht, was mir irgendwann passieren wird.
00:46:33: Also ich hab ja, ich versuche alles zu tun.
00:46:35: ... um ein gesundes, langes Leben zu haben, ... ... aber wir haben nicht alles in der Hand, deswegen
00:46:40: ... Na klar.
00:46:40: ...
00:46:41: habe ich da schon immer, wenn du das so sagst, ... ... dann habe ich immer ein bisschen Bauchwehre ... ... und ich bin da, glaube ich, sehr, sehr demütig ... ... und ich hoffe einfach nur, dass ich lange ... ... ein gutes Vorbild sein kann.
00:46:52: Also ein gutes Vorbild habe ich und da bin ich ... ... unglaublich dankbar ist.
00:46:56: oder haben wir es Klaus ... ... Klaus Leitzmann, der wirklich einfach immer ... ... in dem Sinne so gelebt hat, ja.
00:47:04: Aber okay, also das war so eine ... Also
00:47:05: das ist so eine Dienste auf jeden Fall, das war ja auch nicht ... ... das ist natürlich nicht die alle ... ... die alles Erfüllende ... ... wie soll ich sagen ... ... der alles Erfüllende Test der Beweis.
00:47:18: Das war kein Fall.
00:47:19: Aber kleine Hinweise ... ... und das nächste ist halt ... ... einfach ... Bei allen Gelegenheiten versuchen, in sich selbst reinzuspüren.
00:47:29: Wirklich in sich selbst reinzuspüren und zu gucken, wie geht es mir?
00:47:34: Deswegen bin ich ja auch so ein Messfanatiker.
00:47:36: Also nicht nur das eigene Gefühl messen, sondern auch die Waage beobachten und auch andere... den Ring wegen dem Schlaf und da gibt es ja so viele Möglichkeiten heute.
00:47:47: Einfach die eigenen Reaktionen auf das, was da gerade der nächste Versuch ist.
00:47:53: Ich weiß noch bei uns damals, wir haben ja auch alles durchprobiert.
00:47:55: Das herkömmliche hatten wir eh schon.
00:47:58: Ich weiß noch genau, damals, ganz am Anfang, ich war ja immer leistungsbezogen.
00:48:02: Also ich wollte ja, weil ich ja Pausen aus Sport gemacht habe in meinem Leben, ich wollte immer ... eine hohe Leistung haben.
00:48:09: Und da gab es mal irgendwie, ... ... ich lasse auch einen Namen, da ist es weg, da hat jemand, ... ... dann war, weißt du, der hat behauptet, ... ... also Pasta ... ... nee, oder auch irgendwie Gemüse, ... ... irgendwas aus der Dose, was war das denn gleich?
00:48:19: Bohnen.
00:48:20: Bohnen, Bohnen aus der Dose und so.
00:48:22: Der hat
00:48:22: die eilweißreiche Kost empfohlen.
00:48:24: Ja genau, das muss ich natürlich auch probieren.
00:48:26: Du hast damals die Hände um den Kopf zusammengeschlagen ... ... und du hast mir das auch erklärt, ... ... aber ich bin ja ja unbelehrbar, ... ... ich will es versuchen, ... ... aber ich habe dann gemerkt, ...
00:48:34: Damals warst du unbelehrbar.
00:48:36: Jetzt wird es schon mal hin, wenn ich das sage.
00:48:40: Ja, danke dafür.
00:48:41: Und da habe ich gemerkt, wenn man viel Sport macht, das wissen alle, die zuhören.
00:48:46: Wenn du zuhörst und viel Sport machst, dann weißt du genau, du hast als Sportler eine ganz andere Möglichkeit, dich selbst wahrzunehmen, was dir guttut, was dir nicht so guttut, als andere Menschen, die überhaupt nicht mehr daran gewohnt sind, in sich reinzuhören und da irgendwie ... eine Sicherheit in ihren Empfindungen sich selbst gegenüber zu haben.
00:49:07: Also das eigene Reinhören.
00:49:08: Ja, genau.
00:49:09: Und dann eben wirklich, wirklich erkundigen.
00:49:11: Und auch, je extremer so eine Geschichte ist, egal in welche Richtung, desto mehr soll man halt auch hinschauen wahrscheinlich.
00:49:22: Also um nochmal so zurückzukommen, so auf meinen Weg mit der Praxis, in der Praxis, ich habe ja dann, ja, dann, ja, dann, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja.
00:49:45: einfach zu erleben auch und auch mit dem Patienten zu arbeiten, weil das ist ja schon, Arzt-Patient-Beziehung war für mich immer wichtig, aber ich habe dann angefangen, mein Wissen zur Verfügung zu stellen.
00:49:58: Ich habe quasi, und das mache ich immer noch so, eine Sprechstunde angeboten für die Menschen, die... Ja, die eben auch nicht zu mir kommen konnten, weil ich hätte ja mittlerweile auch eine private Arztpraxis und die mussten selbst bezahlen.
00:50:13: Ich wollte immer, dass alle Menschen trotzdem das Wissen haben können von mir, was ich einfach mit mir rumschleppe.
00:50:22: Und das fand ich auch gut.
00:50:23: Und ich habe ja dann, wir haben ja immer mehr gemacht.
00:50:25: Wir haben ja dann diese ganzen Bücher geschrieben auch einfach, um rauszugehen mit unserem Wissen in jedem Schmerzbuch als schmerzfreie Buch, schmerzfrei und bewegt ist auch ein großer, zum Beispiel.
00:50:36: Das vorletzte große Buch ist auch ein nicht so ganz kleiner Paar drin über die gesunde Ernährung, weil es auch wichtig ist.
00:50:45: Also wir haben dann schon angefangen, wirklich unser Wissen nach außen zu tragen.
00:50:49: Klar.
00:50:52: Das hat eine ganze Weile gedauert, bis wir dann auch... ... gewachsen sind, obwohl eigentlich nicht ... ... wir sind relativ schnell gewachsen, ... ... wenn ich ehrlich bin.
00:51:01: Das ist alles
00:51:02: relativ.
00:51:02: Also mit den ... ...
00:51:03: YouTube-Videos, da ging das ja ... ... total, total los und das war ... ... das war auch gut so.
00:51:09: Und das machen wir heute noch.
00:51:10: und wie gesagt ... ... jetzt ist ja mein erklärtes Ziel ... ... dieses, diesen Podcast ... ... wirklich groß zu machen, damit ihr ganz viel ... ... Informationen auch mitnehmen
00:51:22: wollt ... ... und
00:51:23: Entscheidungen, um das dann umzusetzen.
00:51:26: Aber ja, das war schon in der Zeit, als ich da meine Praxis noch hatte.
00:51:34: Und letzten Endes geht es auch darum, dass man tatsächlich dann Dinge auch loslassen muss, um neue Sachen zu machen.
00:51:44: Also diese Begrifflichkeit.
00:51:47: Die ist wieder so ein bisschen in Hintergrund geraten in den letzten Jahren, finde ich, dass das Loslassen auch was Wunderbares sein kann, nämlich es gibt Schaftraum und Platz und Zeit für
00:52:02: Neues.
00:52:03: Und das finde ich schon richtig.
00:52:05: Das finde ich wunderbar, weil im Grunde genommen, also du bist mehr Ärztin als vorher, du hast mit diesem Podcast die Möglichkeit noch viel mehr Wissen auch.
00:52:15: tiefgehender als in kurzen Videos, thematisch halt abzuhandeln, auch vielleicht mal denen dazu zu haben.
00:52:22: Wollte ich gerade
00:52:22: sagen, mit guten Leuten.
00:52:25: Um da einfach immer weiter einzusteigen und diese Selbstermächtigung der Leute mit sich selbst ganz, ganz viel machen zu können, in inneren Arzt, wie du immer so wunderschön sagst, erwecken zu können, das immer weiter zu steigern.
00:52:43: Also insofern bin ich Dankbar dafür, dass der Raul mir dann irgendwann den Anstoß gegeben hat.
00:52:51: Mama überlegt doch mal.
00:52:53: Und der Julian hat ja auch gesagt, du kannst doch so ganz viele Leute erreichen mit deinen YouTube-Videos.
00:53:01: Und Julian war ja schon immer derjenige, der gesagt hat, meine gute Podcast ist doch bestimmt so dein Format.
00:53:07: Und das mache ich jetzt auch.
00:53:09: Also von daher bin ich eigentlich für alles unglaublich dankbar.
00:53:15: dankbar für alle Patienten, denen ich im Laufe meiner aktiven Praxiszeit begegnet bin.
00:53:26: Ich bin dankbar dafür, dass ich das habe alles erfahren können, auch die Arbeit mit dir zusammen.
00:53:34: Und ich freue mich schon darauf, dieses Wissen einfach noch viel, noch viel vehementer in in die Öffentlichkeit zu bringen, weil da gehört es hin.
00:53:46: Und natürlich habt ihr die Möglichkeit zu entscheiden, ich gehe doch lieber zu jemandem, der verordnet mehr Tabletten.
00:53:53: Das ist genauso bei Menschen mit Schmerzen.
00:53:56: trotzdem Patienten, die in der Behandlung waren, schmerzfrei, die gehen dann nochmal zum Arzt, weil sie dann einen Termin hatten, da sagt der Arzt, naja, kommt sowieso wieder, auch wenn es Wochen schmerzfrei waren, die müssen sich eh operieren lassen, lassen sich dann operieren, weil das der Herr Doktor sagt, oder die Frau Doktor.
00:54:16: Also ihr habt euren freien Willen, aber ich finde, ihr soll auch unbedingt die Möglichkeit haben zu entscheiden.
00:54:23: Und das habt ihr einfach nur, wenn ihr durchaus viele Facetten dieser Gesundheitsmöglichkeiten oder auch Behandlungstherapie-Möglichkeiten kennt.
00:54:35: Und deswegen gehen wir oder ich auf jeden Fall weiter so diesen Weg, den ich bisher auch gegangen bin.
00:54:43: Ich hoffe, dass mich, ja... Meine Kollegen und Kollegen, die jetzt ein bisschen mehr in Ruhe lassen werden, das ist so wirklich ein Wunsch von mir, wenn ich ganz ehrlich bin, weil, also ich habe keine Lust mehr, so viel noch zu kämpfen.
00:54:58: Du bist ja eher so der Kämpfer unter uns.
00:55:01: Ich würde gerne schon noch ein bisschen mehr Ruhe haben, weil ich weiß, ob meiner positiven Auswirkung, meiner Arbeit und ich würde die gerne, ja.
00:55:15: in Frieden mit viel Liebe und den Ruhe weitergeben und nicht irgendwie so ein ungutes Gepäck im Rucksack mit rumschleppen, weil da noch jemand irgendwie was will.
00:55:26: Aber ich könnte mir vorstellen, das ist jetzt langsam so.
00:55:30: Ja, hoffe ich.
00:55:31: Aber ich möchte ein bisschen vorwahren, weil je mehr ... Wir in dieser Richtung die Leute aufklären, das zu mehr wird es auch Leute geben, die es nicht mögen und die versuchen dann irgendwie, das halt nicht so an die Patienten rankommen zu lassen, ist einfach so.
00:55:47: Und ich denke, jeder Widerstand, jede Anzeige, die du bekommen hast, aus irgendeinem Larifari Grund, uns irgendwie da in eine andere Richtung zu bringen, von irgendwas abzuhalten, ist ja eigentlich ein Beweis, dass unsere Arbeit gut ist.
00:56:03: Weil auch wenn es Leute gibt, die uns irgendwelche Knüppel zwischen die Beine werfen wollen.
00:56:10: Die Patienten, das Groh der Patienten liebt das, was wir ihnen geben.
00:56:16: Und die, die es nicht möchten, die brauchen es ja nicht zu nutzen.
00:56:20: Ja, also betreten wir keine mehr auf die Füße.
00:56:23: Wir zwingen ja kein zu irgendetwas, wir versuchen zu motivieren, was für sich selbst zu tun.
00:56:28: Und das ist, glaube ich, dass das sagen ja auch selbst die härtesten Kritiker von uns sagen ja, Was wir geschafft haben, ist halt Informationen, die nur in die Leute reinzubringen.
00:56:38: Gesundheitsinformation, das hat ja da ein bisschen Fahrt aufgenommen.
00:56:42: Was wir schon seit dreißig Jahren machen, ist ja jetzt, machen ja viele mehr.
00:56:47: Und die sagen, ihr habt die Leute in die Übungen gebracht.
00:56:50: Das haben wir nie geschafft.
00:56:52: Ja, obwohl die uns überhaupt nicht ausstehen können wegen den Sachen, die wir verbreiten.
00:56:58: Und das zeigt mir, dass wir auch im richtigen Weg sind, ganz klar.
00:57:02: Du bist die Ärztin und es hat sich auch jetzt in den Gespräch für mich nochmal.
00:57:06: Ich war ganz geschockt.
00:57:07: Am Anfang hast du mitgekriegt.
00:57:08: Ich wusste nichts von dem Thema.
00:57:11: Nein, aber das bestätigt sich doch nochmal, weil die Art und Weise, wie du denkst, das ist Ärztin pur.
00:57:20: Du willst den Leuten helfen, gesünder zu sein, Krankheiten.
00:57:25: auf eine natürliche Art und Weise im Griff zu bekommen und möglichst wieder verschwinden zu lassen.
00:57:31: Und auch
00:57:31: zu vermeiden von Anfang an.
00:57:32: Zu vermeiden sowieso.
00:57:34: Wobei da ist ja immer noch, leider ist es ja so, dass viele Menschen, sind das noch die zehn Prozent bei dir in der Praxis?
00:57:41: Weil du hast immer gesagt, maximal zehn Prozent kommen aus Vorsorgegründen.
00:57:46: Ja?
00:57:49: Oder es ist ein falsches Wort.
00:57:50: jetzt, ich habe das falsche Wort verwendet.
00:57:51: Nein, nicht Vorsorge, doch Vorsorge, Prävention, das ist schon richtig,
00:57:55: Prävention.
00:57:57: Das andere ist Früherkennung.
00:57:58: Ah, genau, das meinte ich nicht.
00:57:59: So hat es schon das Richtige gesagt.
00:58:02: Es waren immer wieder Leute da, die einfach was machen wollten, um gar nicht erst krank zu werden, aber es war halt der geringste Teil.
00:58:11: ins tun kommen die meisten leute wenn wenn irgendwie eine krankheit diagnostiziert wird
00:58:17: wobei die ganze longevity bewegung ist.
00:58:19: ja jetzt das ist ja das ist ja prävention
00:58:24: prävention
00:58:24: pur.
00:58:25: deswegen mussten wir auch dieses buch schreiben.
00:58:29: im prinzip machen wir präventionsarbeit tatsächlich pur klar.
00:58:34: aber Klar, wenn den Leuten schlecht geht, dann werden die auch erst mal richtig aktiv.
00:58:40: Und dann brauchen sie schon auch vielleicht eine Begleitung und eine Hand, die sie im Moment dann ein Stück weit des Weges führt.
00:58:46: Was mich immer schon fasziniert hat, das war, wir hatten mal irgendwann die Erkenntnis, dass es schon ewig her, das kommt gerade wieder in den Kopf, dass man vernünftige, biologisch Gute Vorgehensweise in Therapien, daran erkennen kann, dass die Prävention gleich der Akutmaßnahme ist.
00:59:10: Und nicht was unterschiedliches.
00:59:12: Klar, von ganz extremen Fällen ist abgesehen, wo dann wirklich jemand ganz schlimme Krankheiten hat, kurzum sterben ist oder sonst was, wo man eben mit irgendwelchen massiven Instrumenten rein muss.
00:59:22: Aber man von so extremen Situationen ist abgesehen, wenn die Prävention und das, was du tust, wenn du krank bist, wenn das übereinstimmt, das macht ja auch total Sinn,
00:59:34: weitestgehend.
00:59:35: Also da kannst du dich noch erinnern, dass mir irgendwie ein Honorarkonsul eines Tages ein Brief geschrieben hat.
00:59:43: Ja, ja.
00:59:44: Ich habe vergessen, wie er es genannt hat.
00:59:45: Sag nochmal gerade, Fahrreiz sind für logische Medizin.
00:59:48: Für bio-logische Medizin.
00:59:51: Ja, weil dem hat so gefallen, wie logisch das Ganze ist.
00:59:57: Der hat mir geschrieben, weil ich diese Kolumne... in der FNP hatte und hat gesagt, ich habe mich hier mit einem Kollegen von ihnen, ja, unterhalten wir uns immer zusammen jede Woche über ihre Kolumne.
01:00:11: Und jetzt muss ich Ihnen einfach mal diesen Brief schreiben.
01:00:13: Ich bin mir sicher, ich habe denn auch noch irgendwo, weil eigentlich, der ist ja, der war so süß dieser Brief und hat mir den Titel für Biofachärztin für Bio-Logische Medizin.
01:00:26: ...
01:00:27: verliehen.
01:00:27: Verliehen, sehr gut.
01:00:28: Ja, das
01:00:30: war schon ganz spannend.
01:00:31: Ja, weil vieles ist auch ... ... also ich finde halt auch vieles ist nachvollziehbar ... ... und ist verständlich und ... ... so ist es halt auch.
01:00:39: Ich glaube auch, dass Gesundheit ... ... verständlich ist.
01:00:42: Und einfach.
01:00:43: Und einfach.
01:00:44: Und
01:00:44: einfach.
01:00:44: Letzten
01:00:45: Endes.
01:00:45: Also ... ... kann es ganz tief eindringen.
01:00:47: Ja.
01:00:48: Ja, klar, da wird es richtig kompliziert.
01:00:50: Aber so in der ... ... in den Grundverständnis
01:00:54: ... ... ist
01:00:55: es einfach.
01:00:55: Die Vorgehensweisen für die Patienten, das umzusetzen, die müssen einfach sein.
01:01:00: Dann sind sie meistens auch gut.
01:01:01: Die guten Dinge sind die einfachen.
01:01:03: Sagt man doch bei allen möglichen Hintergründen an.
01:01:11: Okay, ich glaube, für mich ist ganz klar und hoffentlich würde ich auch, ich bin weiterhin Ärztin und vielleicht hast du auch ein paar Inspirationen mitgenommen.
01:01:22: A. Zudem zu stehen, was du erfahren hast in deinem Leben, was ganz wichtig ist und das loslassen, einfach auch Kraft gibt für neue, für andere, für spannende Dinge.
01:01:35: Und das würde ich dir einfach, ja, ich wünsche dir, dass du auch ein bisschen mutig bist, weil ich musste auch mutig sein, weil der Weg war für mich gar kein leichter.
01:01:45: Ich habe da richtig geklappt.
01:01:47: kämpft mit, ob ich das machen sollte oder nicht.
01:01:50: Und die letzten drei Monate, bevor ich das dann entschieden habe, die waren super hart.
01:01:57: Und die allerletzten drei Monate, wo dann klar war, dass die Praxis schließt, die waren für mich, ich weiß gar nicht, wie ich die überstanden habe, die waren schon schrecklich.
01:02:09: Aber bist froh jetzt, gell?
01:02:10: Im
01:02:10: ersten Monat habe ich auch gedacht, bin ich jetzt noch Ärztin, deswegen auch dieser Titel.
01:02:15: Aber mittlerweile Es war die beste Entscheidung und ich kann mich noch daran erinnern, dass der raus zu mir gesagt hat, Mama, ich sage dir, du fragst mich mal irgendwann, warum habe ich das nicht einfach schon zwei, drei Jahre früher gemacht.
01:02:29: Aber so ist das Leben manchmal.
01:02:31: Brauchen einfach gute Dinge, Zeit und gute Entscheidungen, auch Zeit und Mut.
01:02:38: Ja.
01:02:39: Mut habe ich auch gebraucht und es hat ein bisschen gedauert, bis ich den zusammen hatte, aber im Nachhinein war es genau das Richtige und ich, wir können euch jetzt einfach damit zumindest noch mehr an Wissen zur Verfügung stellen, weil Wir machen diese Podcast.
01:02:59: Wir werden weitere Öffentlichkeitsarbeit machen.
01:03:02: Wir machen unsere YouTube-Videos.
01:03:04: Wir sind deswegen auf Instagram, wo noch, TikTok, ich weiß gar nicht.
01:03:09: Auf jeden Fall dort, wo hoffentlich viele Menschen dieses Wissen dann auch annehmen können oder aber auch verwerfen können, wie sie es eben möchten, wo sie auch gerade stehen und wie es passt.
01:03:23: In diesem Sinne.
01:03:25: Im Übrigen, wenn, also gesagt, es kann sein, dass es noch weiterhin Widerstand gibt, bin ich echt froh, dass du an meiner Seite bist, Roland, weil lange kannst du jetzt mal ein bisschen, also du kannst mich unterstützen, dann, was du auch immer getan hast, wenn es wieder jemand gab, der meinte, er müsste sich über meine, über unsere Arbeit beschweren.
01:03:46: Also Fazit, Fazit auf deine Frage vom Beginn.
01:03:50: Klar.
01:03:51: Du bist Vollblutärztin und wirst es, glaube ich, dein ganzes Leben lang sein.
01:03:56: Aber die Praxis mit der Anwesenheit in der Praxis, die machst du halt nicht mehr und dafür ist Freiraum für andere Dinge.
01:04:02: Genau.
01:04:03: Bin ich erleichtert?
01:04:04: Am Anfang dachte ich, was ist denn jetzt los?
01:04:06: Bin ich nur Ärztin?
01:04:07: Klar bist du Ärztin?
01:04:09: Also was ganz sicher ist, um Ärztin zu sein, brauchst du keine Praxis.
01:04:13: Definitiv nicht.
01:04:14: Und das habe ich jetzt verinnerlicht und es geht mir gut so.
01:04:18: Es geht mir... ... im Übrigen richtig gut so.
01:04:22: Also von daher ... ... ist das
01:04:22: das Wichtigste.
01:04:23: Okay.
01:04:25: Also ... ... für heute ... ... warst du es jetzt erst mal?
01:04:30: Ihr wisst, dass wir einen eigenen neuen ... ... YouTube-Kanal haben für diesen Podcast.
01:04:35: Der Link ist unten drunter.
01:04:37: Bitte abonniert ihn, ... ... weil nur dann können wir ihn richtig groß machen ... ... und teilen ist natürlich auch klasse.
01:04:42: Ich würde gerne wissen ... ... ja, wie ... Was sagt ihr dann zu meiner Entscheidung und überhaupt zu diesem Gespräch und zum Thema loslassen?
01:04:52: Fällt es euch schwer?
01:04:53: Habt ihr Mut dazu?
01:04:57: Das sind die Kommentare, so schreiben wir.
01:04:59: toll, weil wir lesen die und ich bin ja der Host dieses Podcast und mich interessiert es wirklich und Roland guckt auch rein, wie ich dich kenne.
01:05:08: Und danke für heute fürs Zuhören und eine Bewertung bei Apple und Spotify.
01:05:15: abzugeben, wäre natürlich auch super toll.
01:05:19: Danke euch und bis zum nächsten Mal.
01:05:21: Danke, Roland.
01:05:22: Ja, danke dir.
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