Unsichtbar im Alter: Warum ältere Frauen übersehen werden? | Monika Griefahn

Shownotes

Wann hat dich zuletzt jemand um Rat gefragt? Monika Griefahn hat Greenpeace Deutschland mitgegründet und war Umweltministerin. Heute, mit 71, erlebt sie selbst, wie man im Alter seltener gefragt wird, nicht weil sie weniger kann. Woran das liegt und was dagegen hilft, erzählt sie Petra in dieser Folge.

Darum geht es in dieser Folge:

  • Warum vor allem Frauen im Alter übersehen werden
  • Die Frage, die keiner ausspricht und die trotzdem alles kleiner macht
  • Was Monika mit 71 jeden Morgen für sich tut
  • Womit man gegen Einsamkeit anfängt, wenn ein großer Schritt zu groß ist

Mehr über Monika Griefahn: Mitgründerin von Greenpeace Deutschland und erste Frau im internationalen Greenpeace-Vorstand, ehemalige Umweltministerin in Niedersachsen und ehemalige Bundestagsabgeordnete. Sie engagiert sich für das Cradle-to-Cradle-Konzept (Kreislaufwirtschaft), das sie in der Folge erklärt. Webseite: https://www.monika-griefahn.de/

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Kapitel:
00:00:00 Intro
00:01:32 Ältere und Frauen werden unsichtbar
00:10:26 Alte werden versteckt und Altersarmut
00:16:30 Vita: Ruhrgebiet und Greenpeace
00:30:00 Älterwerden merken: Netzhaut und Hüfte
00:39:03 Verlust des Sohnes
00:47:14 Bewusster leben nach dem Verlust
00:53:31 Cradle to Cradle und Mikroplastik
00:59:47 Ernährung, Bewegung und Schule
01:08:17 Rat an junge Menschen: Demokratie
01:17:48 Größte Angst und warum Bio zählt
01:29:06 Ballast loslassen und Vorfreude
01:36:09 Freundschaften und Partnerschaft
01:44:46 Nachdenken über Leben und Tod
01:56:03 Einsamkeit: Am Leben teilnehmen
02:01:23 Schlussbotschaft: Reicher werden

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00:00:00: Ja also ich meine, meine größte Angst ist eigentlich nicht der Tod selbst.

00:00:03: Alte Menschen werden nicht wertgeschätzt.

00:00:06: Alten Menschen werden versteckt.

00:00:08: Irgendwann werden wir die künstliche Intelligenz brauchen weil wir selber keine mehr haben.

00:00:12: Also mir ist das

00:00:13: richtig...

00:00:14: Fysisch zu widers.

00:00:15: Das ist ein Prozent der Ehepaare, die Kinder verlieren sich trennen.

00:00:19: Konnte diese fünfhundert Meter nicht laufen?

00:00:21: Ist Tat so wahnsinnig?

00:00:23: weh!

00:00:23: Man möglichst lange wie eine zwanzigjährige aussehen soll was ich vollkommen absurd finde.

00:00:27: mal das Jammern auf hohem Niveau für mich...

00:00:31: Nicht aushaltbar.

00:00:31: Woran machst du das fest?

00:00:34: Ich glaube weil wir nicht so laut sind.

00:00:36: Eine Frau, die so viele Leben hatte Monika Griefern.

00:00:40: Sie hat Greenpeace Deutschland gegründet, war erster Vorstand als Frau bei Greenpeace International.

00:00:48: War ganz lange Zeit im Vorstand des alternativen Nobelpreiskomitees.

00:00:55: Sie war Umweltministerin für zwei Legislaturperioden und Bundestagsabgeordnete und noch vieles mehr.

00:01:03: Sie ist immer noch Mutter, sie ist mittlerweile Oma Und sie hat so viele schöne Ideen, wie du dein Älterwerden auch noch reicher gestalten kannst und wie du noch aktiver werden kannst.

00:01:17: Wie endlich das Ältern wieder gewürdigt wird!

00:01:21: Deswegen höre in diesem Podcast rein.

00:01:25: Mir hat dieses Gespräch so viel gebracht und hier wird es mit Sicherheit genauso viel bringen.

00:01:32: Wir haben ja telefoniert, wir zwei bevor wir uns das erste Mal hier tatsächlich auch live kennengelernt haben.

00:01:40: Da hast du gesagt was dich auch so ein bisschen ärgert am älteren werden ist die ist dass die ältern unsichtbarer werden vor allen Dingen die Frauen.

00:01:52: und da würde ich doch gerne mal einsteigen weil als du das gesagt hast habe ich erst einmal gestutzt einen Moment aber dann dachte Hey, da hat sie ja absolut recht.

00:02:05: Kannst du mal ein bisschen erzählen wieso du überhaupt auf diesen Punkt zu sprechen gekommen bist und überhaupt was denn noch so kommen könnte?

00:02:13: Ja ich glaube eben oder ich erlebe es so dass die Erfahrungen von den wir gemacht haben und vielleicht auch die Gelassenheit die wir mitbringen gar nicht als wertgeschätzt werden.

00:02:27: also das ist in anderen Kulturen ist ja Alter oder auch die so Madre sozusagen, auch eine wichtige Person.

00:02:38: Und bei uns ist es eher so dass es einen Jugendkult gibt und nur wenn man jugendlich ist das drückt sich ja auch aus, dass man möglichst lange wie ne zwanzigjährige aussehen soll was ich vollkommen absurd finde.

00:02:52: Ich finde man muss auch in Würde-Altern dürfen und das muss auch ein Wert haben.

00:02:57: also Es gibt Frauen, die sehen auch mit Achtzig noch ganz toll aus.

00:03:04: Auch wenn sie nicht Botox benutzt haben und sich nicht haben lüften lassen.

00:03:10: Mir ist das richtig physisch zuwider ja?

00:03:14: Also ich alleine die Vorstellung macht mich irgendwie richtig krippelig dass man versucht sich sozusagen an diese Jugendlichkeit anzupassen aber nicht kann.

00:03:23: also Ich persönlich könnte Ich bin inzwischen auch langsamer geworden.

00:03:30: Also andere Leute sagen, ich bin immer noch schnell aber im Verhältnis zu anderen Aber ich bin langsame geworden.

00:03:36: das heißt ich kann es doch nicht mit dem Aussehen wettmachen und ich finde es einfach unnatürlich als richtig empfinden.

00:03:47: Und man muss doch auch sagen Wir sollten einfach mal das Selbstbewusstsein haben.

00:03:53: Wir haben viel gemacht, wir haben Kinder großgezogen, wir waren berufstätig oder sind berufstätig du und ich?

00:03:59: Wir sind ja beide noch berufsstätig.

00:04:01: Und das ist auch gut so dass jeder wie er kann und wie er möchte da noch Aktivitäten hat ob das ehrenamtlich oder auch für Erwerbstätigkeit ist.

00:04:11: Das ist dabei jetzt eigentlich die zweite Frage.

00:04:13: manche müssen noch erwärbstätigt sein weil die Rente nicht ausreichend Das ist auch ein großes Thema.

00:04:20: Und die Rente, aber manche machen eben auch viel ehrenamtlich und das finde ich auch toll ohne dass Ehrenamt würde das ganze Land zusammenbrechen ehrlicherweise.

00:04:30: Und das sollte man doch einfach auch mal in der Gesellschaft anerkennen und wahrnehmen und als was Positives beschreiben und auch die Erfahrungen, die wir mitbringen mit unseren verschiedenen Hintergründen mit den verschiedenen Elementen des Lebens, die wir gemacht haben auch einfach mal als Qualität für so eine Gesellschaft begreifen und nicht etwas wo man sagt möglichst schnell abschieben, möglichst schnell unsichtbar machen.

00:04:56: Möglichst schnell in der Versenkung verschwinden.

00:04:59: also ich würde genau nochmal auf diese Unsichtbarkeit gerne zu sprechen kommen weil du hast ja auch gesagt dass du das Gefühl hast dass Frauen mehr in die Unsichtbarkeit verdrängt werden als Männer.

00:05:14: Woran machst du das fest?

00:05:16: Ich glaube, weil wir nicht so laut sind und ich kenne viele ehemalige Kollegen, die haben auch, ob das nun Ehrenämter sind oder sonst was, die schreien eben lauter hier und positionieren sich mit lauter Stimmen manchmal – das ist auch richtig physisch merkbar finde so dass die Frauen, selbst wenn sie die Qualifikationen haben oder wenn sie vielleicht auch gut wären sagen ach es muss ich mir ja auch nicht antun und dadurch auch sich selber ein bisschen in die Unsichtbarkeit drängen.

00:05:48: Aber auch nicht so wahrgenommen werden.

00:05:50: manchmal würde man ja auch denken man würde ja vielleicht dich oder mich auch mal fragen etwas zu tun und das würden wir.

00:05:57: vielleicht werden wir weniger gefragt als Männer die werden dann als Vermittler eingesetzt oder was auch immer.

00:06:03: Und da wundere ich mich dann manchmal drüber, weil ich denke, da gibt es so viele Frauen inzwischen die ja auch wirklich die Qualitäten bewiesen haben.

00:06:09: Die aber gar nicht gefragt werden.

00:06:10: Die sind nicht aus dem Schirm.

00:06:13: Weißt du was ich gerade für eine Idee habe?

00:06:15: Also ich hab' die Idee dass das vielleicht mit ein Grund ist warum Frauen sich auch tatsächlich nicht dem Altwerden in der äußerlichen Hülle hingeben können, wollen.

00:06:31: Weil sie Angst haben nicht mehr gesehen zu werden weil sie das nämlich schon bühren.

00:06:36: und da ist natürlich auch ein riesen Problem weil wenn es dann die schönen Alken gibt und vielleicht alten Alken denen man das ansieht ist ja auch nicht so ganz einfach weil Männer und das ist auch ganz spannend ich hatte ein Gespräch mit dem Schönheitsjurgen der sagt maximal zwanzig Prozent lassen was machen die anderen sind einfach Ja, sie sind schön wie Sie sind.

00:06:57: Und das finde ich auch toll wenn jemand so sagen kann Ich finde mich schön und ich glaube dass wir Frauen manchmal tatsächlich hin- und hergerissen sind mit dem Wir wollen noch so viel machen können auch so viel Machen und werden einfach nicht mehr gesehen.

00:07:16: also muss es vielleicht über Äußerlichkeiten machen Das ist doch Das ist doch die große.

00:07:21: Also ich finde es sehr schade, wenn ich das mal so sagen darf.

00:07:24: Es ist schade

00:07:25: und vielleicht haben wir noch nicht die richtigen Gegenstrategien entwickelt.

00:07:28: Vielleicht brauchen wir ja mal ein Netzwerk von erfahrenen Frauen... Was weiß ich, es gibt ja immer diese Mentoring-Kreise.

00:07:38: Also ich bin auch Mentorin für eine Studentin an der Uni die mich immer fragt so zu bestimmten Sachen und ich denke immer wenn man das eigentlich mal ein bisschen mehr institutionalisieren würde und sagen würde wir können doch mal einen Kreis machen also du und ich und viele andere deiner Gäste Wir machen einfach den Kreis der erfahrenen Frauen Und sind dann so ein Netzwerk

00:07:59: was

00:08:00: einfach ihre Erfahrungen anbieten kann.

00:08:02: Dann werden wir vielleicht auch mal wahrgenommen, wenn wir auf Kongresse eingeladen und was weiß ich nicht?

00:08:07: Das finde ich so witzig dass du das eben erzählst weil nach unserem Gespräch habe ich dann gesagt Roland also ich hab eine Idee weil ich bin ja immer so jemand der denkt was kann man da noch machen.

00:08:17: und dann habe ich ihm erzählt von unserem Gesprächen.

00:08:19: dann hat mich gesagt weißt du wir müssen einfach die alten Menschen, also Frauen in erster Linie weil die am meisten im Hintergrund verdrängt werden aber auch Männer.

00:08:30: Die kommen nicht mehr zu Worte.

00:08:31: Die müssen wir wieder nach vorne holen.

00:08:33: Die muss man wieder sichtbar machen.

00:08:34: und vielleicht habe ich ja eine Idee mit der Monika wie ich so was machen könnte?

00:08:39: Das ist ja... Ich hab' die

00:08:40: gleiche Idee wie du!

00:08:41: Das ist genial da können wir uns später dann noch mal drüber unterhalten Ja.

00:08:47: Das ist ja auch so eine Sache, gerade im Alter.

00:08:49: man denkt ja immer ach jetzt ist es vielleicht auch mit dem Leben geht es eher dem Ende zu weil obwohl wir wissen ja gar nicht wie lange es geht das überhaupt nicht.

00:08:58: aber aber wir haben noch so viele So viele Ideen müssen zulassen.

00:09:04: Und

00:09:04: wir haben die Energie auch eigentlich, ich habe weniger Energie als jetzt meine Tochter mit vier Kindern und ein Fulltime Job.

00:09:11: und was weiß ich nicht?

00:09:12: Was will?

00:09:12: ich immer denke wie Schafdie das?

00:09:14: Da sagt ihr immer zu mir wieso du hast das

00:09:15: doch.

00:09:15: Genau, wo ich dich auch gar nicht sagen soll.

00:09:17: Ich bin

00:09:18: trotzdem überrascht weil ich denke wie hab' ich das denn geschafft!

00:09:20: Ich bin da selber über mich selbst überraschen.

00:09:24: Das ist auch ein Satz, den man ganz oft hört von Frauen.

00:09:27: Wie habe ich das alles hinbekommen?

00:09:29: Also diese ganzen vielen Aufgaben und wir haben es hinbekommen!

00:09:33: Und wir haben auch noch viel von der Kraft wenn es nicht mehr ganz so viel ist.

00:09:38: Vielleicht ist es auch eine andere Art von Kraft die wir haben.

00:09:41: Das meinte ich eben mit.

00:09:42: Alles hat seine Zeit.

00:09:43: jetzt haben wir eben keine Kinder mehr und die Enkelkinder vielleicht auch nur in sozusagen sympathischen Phasen Und deswegen haben wir die Energie auch, muss sie nicht so voll sein.

00:09:55: Sie kann ein bisschen weniger sein.

00:09:57: Aber wir haben noch und wir sollten gehen auch leben weil ich glaube, dass es genau auch die Aufgabe ist im Älterwerden das was wir alles erfahren haben und was wir im älter werden dann entdecken was wir machen können das wird es dann auch tun gesehen.

00:10:18: Und dann passiert es nicht, wie das hier schon in Deutschland der Fall ist und das macht mich super traurig.

00:10:26: Alte Menschen werden nicht wertgeschätzt.

00:10:29: Alten Menschen werden versteckt?

00:10:31: Ich finde dass alte Menschen versteckt werden.

00:10:33: Das habe ich ja eben auch schon versucht anzudeuten.

00:10:35: Ja

00:10:35: aber ich glaube das wirklich so ist geschoben.

00:10:39: Und auch diese ganzen Themen rund um dieses älter werden, werden auch überhaupt nicht angegangen.

00:10:49: Warum eigentlich?

00:10:50: Hast du eine Idee warum?

00:10:52: man sieht

00:10:53: den Nutzen?

00:10:54: Das ist so ähnlich was ich vorhin zu den Wahlen gesagt

00:10:56: habe.

00:10:58: Man sieht den Nutzern nicht mehr.

00:11:00: Wir müssen ihn deutlich machen.

00:11:01: deswegen sage ich wenn wir ein Netzwerk der erfahrenen Menschen machen dann kann man vielleicht auch den Nutzen in Anführungsstrichen wieder deutlicher machen.

00:11:09: Aber es ist so die subjektive Wahrnehmung, dass der Nutzen nicht da ist.

00:11:13: Wobei das ändert sich gerade... Weil viele Firmen inzwischen auch wieder erfahrener Menschen, auch ältere Menschen einstellen.

00:11:20: Weil sie sagen ja die haben die Erfahrung und die haben auch die Zuverlässigkeit Und wir erleben bei den ganz jungen Leuten wieder die Zufallessigkeit nicht.

00:11:27: Das finde ich ganz spannend.

00:11:28: Ich habe gestern gerade einen tollen Bericht im Deutschlandfunk gehört Dass sich der Zahl der Menschen im Rentenalter, die jetzt noch beruhstätig sind verdoppelt hat in den letzten vier Jahren Und das fand ich ganz spannend.

00:11:45: Aber nicht weil sie es brauchen?

00:11:46: Weil zum Teil, weil sie's brauchen aber zum Teil auch, weil Sie einfach sagen... Ich habe da eine Aufgabe und bin nützlich und die Arbeitgeber das als toll finden, weil die zuverlässig sind, weil so eine Ruhe da reinbringen usw.. Das fand ich sehr spannend.

00:12:01: Zum Teil auch weil sie ist brauchen klar!

00:12:03: Weil die Rente gering ist.

00:12:04: Also Altersarmut ist sicherlich noch ein Thema was wir da behandeln müssen gerade für Frauen, weil diese natürlich durch ihre Erwarbsbiografien besonders wenig Rente bekommen.

00:12:15: Das ist ein Drama, finde ich und das muss man auch sich nochmal angucken wie man das eigentlich lösen kann.

00:12:22: andere Länder haben das glaube ich besser gelöst mit so einer Grundrente ne?

00:12:27: Also Österreich, Holland glaub ich hat eine Grundrente.

00:12:31: Wenn du eine bestimmte Jahreszahl vollzeit gearbeitet hast, nicht nur Vollzeit, dann kriegst du eben diese Grundrente.

00:12:38: Und dann zahlt nicht das Sozialamt die Differenz zu einem Minimalgehalt sondern die Rentenkasse?

00:12:46: Ja es ist ja auch... Also alleine dass wenn man Geld vom Sozialamt bekommt, dann fühlt man sich ja irgendwie... Das ist der

00:12:56: Punkt!

00:12:56: Das machen viele Leute nicht, dass sie es beantragen weil sie sagen Nee, das mache ich nicht.

00:13:01: Also mein Leben lang gearbeitet geht doch nicht zum Sozialamt aber das ist in den anderen Ländern automatisch über die Rentenkasse dass du eben diesen Grundrente bekommst, die eben so ein Minimumstock ist und dann fühlst du dich nicht schlecht weil das ist eben für alle so.

00:13:17: Da brauchst du nicht beantragen sondern es kommt automatisch.

00:13:20: Und da finde ich eine bessere Lösung.

00:13:22: Denke auch, aber ich denke gerade, dass es ja ganz viele Frauen gibt, die nicht aufs Sozialamt gehen.

00:13:28: also ich weiß es von meiner... Ich weiß es auch von

00:13:29: vielen

00:13:30: Okay, dann wissen wir beide das.

00:13:33: Aber da wäre es ja auch eine Möglichkeit zu sagen hey ich bin da für eure Kiddies!

00:13:38: Ja also es wäre ein Modell und es gibt bestimmt auch noch andere Modelle.

00:13:43: Es gibt auch sicherlich viele Möglichkeiten sich dann noch zu engagieren und mit einem Minijob oder sonst was auch etwas zusätzlich zu machen.

00:13:50: Das machen ja inzwischen auch viele aber manche können sie ja auch nicht.

00:13:57: Gut, aber trotzdem müssen die auch nicht abgeschoben werden.

00:14:00: Weil ich finde es hat auch jeder ein Recht, wenn er im Alter dann nicht mehr kann dass er trotzdem die Würde erfährt, die er sich wirklich erlebt hat.

00:14:12: Und auch er arbeitet?

00:14:14: Auch

00:14:14: er arbeitet genau und das sollte man doch irgendwie vielleicht auch noch mal ein bisschen genauer sich anschauen.

00:14:23: Ich glaube, das Alter einfach einen anderen Stellenwert bekommen würde in unserer Gesellschaft.

00:14:32: Damit wäre schon so viel Gutes passiert für den einzelnen Menschen, weil da geht es wirklich um die einzelne Persönlichkeit.

00:14:41: Weil ich habe solange auch im Altersheim mit betreut als Ärztin – das war so leidvoll!

00:14:51: Das muss alles überhaupt nicht sein und es gibt eben andere Modelle.

00:14:56: Ihr Lieben kann es sein, dass ihr meinen Podcast noch nicht abonniert habt obwohl ihr ganz regelmäßig rein hört.

00:15:02: Es wäre so schön wenn ihr es tätet!

00:15:05: Einfach auf abonnieren gehen – das kostet euch nichts.

00:15:08: aber mir macht es ganz große Freude.

00:15:11: und natürlich je mehr Abonnenten ich habe umso mehr Gäste möchten auch in meinem Podcast kommen mit mir über das Thema Älterwerden zu sprechen in all seinen Facetten.

00:15:24: Damit ihr hört, wie es anderen Menschen damit geht welche Möglichkeiten sie sehen im älter werden reicher zu werden und nicht weniger zu werden was sie alles machen können egal um mit sechzig mit siebzig mit achtzig mit neunzig vielleicht auch mit hundert.

00:15:42: deswegen bitte abonnieren.

00:15:44: Tausend, tausend Dank dafür.

00:15:46: Und ich freue mich sehr darüber.

00:15:49: Irgendwann prägt man ja schon auch so ein bisschen zurück auf das was man gemacht hat und dazu hast du ja ein gutes Recht weil... Du bist ja jetzt schon auch älter geworden.

00:15:59: Darf ich dein Alter nennen oder magst du selbst nennen?

00:16:03: Wie alt bist du?

00:16:04: Naja, ich bin einundsiebzig und ich weiß nicht warum man immer fragt darf man das Alter sagen.

00:16:09: Ich finde es ist ja weder eine Leistung noch etwas zu negieren, das ist einfach der Lauf der Zeit.

00:16:15: Hast du recht zu?

00:16:17: Aber ich kenne halt auch Menschen die sagen, ich will mein Alter nicht verraten.

00:16:22: Ich möchte es einfach nicht.

00:16:23: also von daher frage ich dann immer weil ich will einfach auch dass jeder das entscheidet darf was er sagen möchte.

00:16:29: natürlich

00:16:30: klar

00:16:32: wenn Du heute so auf dein Leben zurückblickst gab es da eins zwei Momente oder auch Stationen Als die Frau am meisten geprägt haben, die du heute bist.

00:16:51: Ich habe so immer das Gefühl alles hat seine Zeit.

00:16:54: und warum bin ich überhaupt in diesen ganzen Umweltbereich gekommen?

00:16:58: Eigentlich aus persönlicher Betroffenheit.

00:17:00: Ich komme aus dem Ruhrgebiet und im Ruhrgebiet war es in den fünftiger Jahren fruchtbar dreckig.

00:17:07: Die Luft war so schwarz dass wenn man Wäsche draußen aufhängt sie eigentlich gleich wieder in die Waschmaschine hätte stecken können Und wir als Kinder hatten Husten.

00:17:17: Man würde das wahrscheinlich heute Pseudekrupp nennen, ja es ging nicht weg und ich bin einmal ins Kinderheim nach Wieg auf Föhr geschickt worden und da war was ich schöne Nordsee Luft und ich habe überhaupt nicht gehustet und hab gedacht, dass kann doch eigentlich nicht normal sein, dass man hier nicht hustet und im Ruhrgebiet hustet, weil dann muss man doch etwas gegen tun.

00:17:37: Das ist aber mehr so.

00:17:38: immer nennt, da war ich ja noch Kind

00:17:41: Da hast du schon überlegt, da muss man was

00:17:44: dagegen tun.

00:17:44: Das kann doch nicht sein, dass es hier dreckig ist und da ist es sauber.

00:17:47: Aber das waren mehr so kindliche Gefühle.

00:17:52: Hab ich natürlich dann noch nicht.

00:17:54: aber ich war eigentlich immer engagiert.

00:17:55: Ich war dann schon stellvertretende Schulsprecherin habe Amnesty International mitgegründet.

00:17:59: also so ein Gerechtigkeitssinn war bei mir.

00:18:01: die ganze Zeit hab dann auch ziemlich viel gelesen Und da habe ich Wallraff zum Beispiel kennengelernt, der auch einen Buch genau darüber gemacht hat.

00:18:09: Hier oben wird er unten, wo auch diese dreckige Industrieatmosphäre mitbeschrieben wurde.

00:18:17: Er hatte glaube ich auch ein Artikel drin.

00:18:21: Uns gehört die Luft aber ihr bestimmt den Gift gehalten und ich gedacht ja genauso ist es!

00:18:25: Da muss man was gegen tun.

00:18:26: Dann habe ich mich angefangen eben im Bürgerinitiativen zu engagieren Und durch die Bürgerinitiative habe ich dann eben auch Greenpeace kennengelernt.

00:18:34: Ich sage, alles hat so seine Zeit und alle Stationen, die ich gemacht habe sind ja mehr auf mich zugekommen.

00:18:42: Ich hab sie gar nicht so bewusst ausgesucht.

00:18:44: Also Greenpeace habe ich zufällig kennengelernendurch meine Arbeit als Bildungsreferentin beim CVJM wo ich Seminare organisiert habe und wo ich dann in Frankreich Greenpeace kennengelernt habe.

00:18:56: Und die gesagt, das ist es!

00:18:57: Eine internationale Organisation in Luftverschmutzung geht ja über die Grenzen.

00:19:02: Da hab' ich gesagt gibt's denn auch das in Deutschland?

00:19:05: Dann haben sie gesagt Ja da gibts irgendeine Gruppe in Bielefeld, die versucht was zu machen und haben wir versucht uns mit denen in Verbindung zu setzen.

00:19:14: Die waren mehr so in Wale-und Robben retten, was ja auch gut ist.

00:19:17: aber mir ging´s ja um die Luft Und das Wasser, ich wohnte dann nämlich inzwischen in Hamburg.

00:19:23: Da war das Wasser dreckig geworden weil da ganz neue Industrieanlagen gebaut worden waren die einfach ihr Abwasser in die Elbe schütteten und insofern war eigentlich das eine konsequente Entwicklung.

00:19:35: zu sagen ja dann muss man sich international engagieren weil die Flüsse gehen über verschiedene Ländergrenzen Die Luft macht nicht an der Grenze halt und da fand ich Greenpeace einfach ganz toll Weil es einfach so international zusammengearbeitet hat.

00:19:50: Naja und mit Greenpeace kam ich dann eben auch durch meinen Mann, der für Gerhard Schröder damals verhindert hat das vor seiner Haustür eine Müllverbrennungsanlage gebaut wurde.

00:20:05: Und der ihn dann gefragt hatte ob er nicht in sein Team kommen wollte, er kandidierte in dem Jahr neunzeitzächsten achtzig unter neunzundneinzig nochmal als Ministerpräsident für Niedersachsen nicht Lust hätte, in sein Team zu kommen.

00:20:21: Da sagte auch da kenne ich jemanden der kann das viel besser und hat mich mit ihm zusammengebracht.

00:20:25: dann haben wir uns getroffen.

00:20:27: Warst du damals schon in irgendeiner politischen

00:20:30: Partei?

00:20:30: Ich war überhaupt nicht in einer Partei gewesen, ich war auch noch nie in einem Parlament gewesen.

00:20:36: Ich war das allererste Mal im Parlament als sich sozusagen vereidigt wurde als Ministerin.

00:20:41: Nee.

00:20:41: Doch!

00:20:42: Ich bin ja auch erst zwei Jahre später dann in die SPD eingetreten, weil ich gesagt habe man braucht ja auch eine Hausmacht und nicht so allein irgendwie rumzukämpfen.

00:20:51: Ich wollte sogar auch mal mit den Grünen sprechen.

00:20:53: aber da hab' ich dann mit Joschka Fischer gesprochen und der hat gesagt dich nehmen wir nicht du bist zu prominent weil ich als Greenpeacefrau natürlich schon bekannt war und habe gedacht na wenn ihr nicht wollt ihr seid mir sowieso nicht so nahe ich komme aus dem Ruhrgebieter ist die SPD mehr näher so als Arbeiterpartei.

00:21:09: Und dann bin ich eben in die SPD eingetreten.

00:21:11: Das war Gerhard Schröder damals gar nicht so recht, denn das war eigentlich sehr recht, dass sich parteilos war und die vor zwei Jahren auch parteilos.

00:21:16: aber ich fand eben wichtig so eine Gruppe zu haben mit dem so auch unterstützend ist und die man auch überzeugen kann und die dann auch die Sachen mitträgt um nicht nur da alleine rumzuampeln.

00:21:27: Da

00:21:27: war es ja so ein richtiger also einer der ersten Aktivistinnen oder?

00:21:32: Ja doch das kannst

00:21:33: du sagen

00:21:35: Ich war radikal in den Ansichten und in der Umsetzung, aber nie Gewalt.

00:21:39: Also Greenpeace war ja immer gewaltfrei und das war mir auch immer wichtig.

00:21:44: also ich kam da eher von der Berg predigt ja man soll die Gärten bewahren und dafür haben wir uns eingesetzt und zwar immer gewaldfrei.

00:21:56: Es war teilweise

00:21:58: gefährlich.

00:21:58: Aber Greenpeace war so, das muss man auch sagen und da habe ich mich immer sehr viel eingesetzt dass wir wirklich die Leute gut trainiert haben Und auch psychologisch mit denen gesprochen haben.

00:22:08: Wir haben auch Leuten gesagt ihr dürft an der Aktion nicht teilnehmen weil sie das vom psychischen Kostüm gar nicht ausgehalten hätten.

00:22:14: Da hab' ich manchmal sehr viel Ärger gekriegt Weil gesagt wurde Ich wäre autoritär und würde hier irgendwie bestimmen immer gesagt, das ist ein Schutz auch für die Menschen.

00:22:23: Aber auch ein Schutz für die Gruppe weil du kannst ja auch eine Aktion gefährden wenn jemand mit einer Situation nicht klar kommt.

00:22:29: Du musst dann auch einen relativ stabiles Kostüm haben.

00:22:32: Was war denn so dein ganz tiefster innerster Grund?

00:22:36: warum?

00:22:37: Warum du diese Arbeit diesen Weg gegangen bist?

00:22:40: ging es da um?

00:22:42: was ging es dir wirklich?

00:22:44: Ging Um das Wohlergehen der Menschen, der Natur.

00:22:51: Also was war es eigentlich?

00:22:52: Es

00:22:52: war wirklich ganz viel!

00:22:53: Es war ein Gerechtigkeitsgefühl alle sollen gute Luft und gutes Wasser haben.

00:22:59: Eigentlich ist das im Lebensrecht für alle also es für Menschen Tiere pflanzen die brauchen das ja auch um Tiere und Pflanzen.

00:23:07: Ich fand aber auch immer die Vielfalt von Tieren und Pflanzen wichtig.

00:23:10: Also zum Beispiel das Greenpeace, ich gegen Wahlfang engagiere, da fand ich immer genau richtig weil die Wale waren für mich die Symboltiere für die Kosmopoliten also die leben überall auf der Welt und zerstören nichts.

00:23:24: Und ich habe immer gesagt wir müssen uns einfach ein Beispiel an den wahlen nehmen Weil viele dann immer gefragt haben wenn wir uns gegen Wahlfach engagiert haben ja wozu brauchen wir Wahle?

00:23:33: Also dieses Nützlichkeitsdenken was so manchmal in Menschen drin ist, war mir einfach da zu wieder.

00:23:40: Also auch wieder ein Gerechtigkeitsgefühl und ich fand einfach alle haben einen Recht auf gesunde Ernährung, auf gesundes Wasser, auf gesunde Luft.

00:23:48: und das habe ich ja selber als Kind erlebt und hab gesagt meine Kinder natürlich habe ich es auch ein bisschen für die nächste Generation gemacht.

00:23:55: damals habe ich noch keine Kinder gehabt aber auch nicht an Kinder gedacht.

00:23:59: Aber ich habe immer gedacht so können wir doch die Erde nicht hinterlassen Wir haben nur eine Erde und die können wir nicht irgendwie aufbrauchen.

00:24:08: War das

00:24:08: Thema bei dir zu Hause eigentlich mit deinen Eltern?

00:24:13: Eigentlich war das mehr so immanent, meine Eltern waren doch sehr einfache Leute und es gab auch kaum Bücher zuhause vielleicht mal so drei Romane oder so.

00:24:23: also meine Eltern haben immer nennt sehr umweltbewusst gelebt.

00:24:26: Also sie haben jedes Essen auf bewahrten daraus was Neues gemacht Sachen gesammelt und die wiederverwendet.

00:24:35: Sie haben Sachen aus dem Garten gegessen, also sie haben im kleinen Haus mit meinen Großeltern zusammen gewohnt und Gemüsegarten gehabt.

00:24:44: Und sie haben selber Sachen geschneidert und Kleider wieder verwendet.

00:24:50: Also wir waren vier Geschwister und natürlich hat man da die Sachen auch weiter getragen.

00:24:55: Wir haben einfach nicht viel Geld gehabt.

00:24:57: Das war so eine Notwendigkeit.

00:25:00: aber dadurch immer nennt So drin, ja.

00:25:04: Das haben sie vorgelebt und habe ich einfach so nachgemacht.

00:25:08: Und das wurde dann später als Umweltbewusstsein dargestellt.

00:25:11: aber es ist ein Stück sozusagen gelebtes Leben.

00:25:16: Ja deswegen glaube auch dass es so wichtig ist... Den Kindern das genau vorleben.

00:25:23: Vorlebend,

00:25:24: das sehe ich genauso.

00:25:27: Das habe ich

00:25:28: übrigens erlebt mit meinen eigenen Kindern, das war ganz toll.

00:25:32: Bei uns gab es immer Salat zum Essen und die Kinder haben auch immer Salad gegessen und es war auch nie ein Thema also Salat oder Gemüse.

00:25:41: Und es kamen häufiger auch Kinder aus der Schule mitzumessen bei uns weil bei uns gab's immer Mittagessen und dadurch dass drei Kinder da waren machte es auch nichts ob da einer zusätzlich war oder nicht.

00:25:50: Und dann haben auf einmal Kinder Salat oder Gemüse gegessen, die sonst nie Salat- oder Gemüses essen und haben sich die Eltern beschwert.

00:25:57: Wir haben extra zu Hause gekocht und die sind bei euch und preisen sie auf einfach Salat.

00:26:02: Das ist ja furchtbar so ungefähr!

00:26:04: Bei uns tun Sie das nie, ne?

00:26:06: Und da habe ich gedacht Ja, das ist eben die Frage des Vorlebens, wenn man von Anfang an mit so einem Kram anfängt.

00:26:12: Das gab es bei uns nie, bei uns gab's immer nur... frisch gekochte Sachen und nix eingefrorenes, nix Mikrowelle aufgetaut oder sowas gab's einfach nicht.

00:26:23: Weder bei uns zu Hause noch bei mir!

00:26:25: Und das ist bei meiner Tochter jetzt eigentlich genauso.

00:26:27: Die macht es mit ihren vier Kindern genau so, ne?

00:26:29: Das ist auch spannend!

00:26:30: Also dass ich immer wieder sehe... Dass das was die Kinder gelernt haben zu Hause.

00:26:35: Irgendwann wird es mal vielleicht polkotiert sollen in der Pubertivzeit und dann geht's ja lieber eher mal zu diesen großen Läden wo es ungesunde Sachen gibt.

00:26:45: aber wenn es um die eigene Familie geht Dann ist alles wieder da und dann wird dieses.

00:26:52: dann ist es gar keine Frage mehr und das ist so toll.

00:26:54: Deswegen ist es so wichtig, dass wir ganz viel vorleben und auch erklären damit es jeder umsetzen kann.

00:27:02: Also das

00:27:02: finde ich auch und ich liebe das.

00:27:04: aber ich gehe jetzt gerade immer mit meinem fünfjährigen Enkel jeden Dienstag zur Schwimmschule und da nehme ich immer mal ein bisschen Essen mit für ihn wenn wir hinterher rauskommen.

00:27:13: Ist er immer furchtbar hungrig?

00:27:15: Und sein Lieblingsessen was sich dann immer mitbringe isst einen Apfel mit Loch.

00:27:19: Also er mag nicht gerne einen Apfel um die Kitsche rumessen, sondern erfindet das so toll wenn die Ketsche da rausgemacht.

00:27:24: Ja oder?

00:27:26: Das ist

00:27:26: super!

00:27:27: Ein Apfel-Mitloch... ja also das ist vielleicht auch eine gute Idee für alle Großeltern, die ihren Kindern oder Enkelkindern einfach auch Obst essen beibringen wollen.

00:27:37: dann gibt es ab sofort Apfel mit

00:27:39: Loch.

00:27:40: Das ist doch Spitze.

00:27:41: Ja, weil er macht es nicht diese Kitsch auf einmal da zu haben und dann hat ein Kern im Zahn oder sowas.

00:27:46: Und das ist doch eigentlich gut?

00:27:48: Es ist total cool.

00:27:50: Also es muss einfach ein bisschen Fantasie haben und man kann den jüngsten so viel mitgeben.

00:27:59: Ich glaube, dass ist auch eine Aufgabe von uns Älteren auf jeden

00:28:03: Fall.

00:28:04: Also Erfahrung weiterzutragen.

00:28:06: Das ist glaube ich etwas wo wir vielleicht doch ein bisschen stolz sein können und sagen, wir haben die Erfahrung gemacht.

00:28:12: Wir haben schon unser Leben gelebt und natürlich haben wir auch viele Fehler gemacht.

00:28:16: Ich habe auch viele Fehlere als Eltern gemacht aber aus den Erfahrungen können wir hier auch lernen und dann können wir die Gelassenheit haben, Dinge auf weiterzugeben.

00:28:24: Und ich glaube meine Tochter schätzt heute meine Gelassenheite weil ich mit den Kindern nicht hektisch umgehe sondern wenn da was passiert dann bin ich da auch mit der nötigen.

00:28:37: Das ist auch ein spannendes Thema, weil ich glaube mit dem Älterwerden verändert sich unser Blick auf das Leben.

00:28:44: Und das ist ja das Spannende.

00:28:47: Gerade wenn du sagst diese Ruhe und diese Gelassenheit – das ist auch das was den Enkelkindern so gut tut.

00:28:59: Ich glaube halt auch dass es eine Möglichkeit von Menschen die keine Enkelkinder haben aber all sind einfach Kinder mit zu betreuen.

00:29:08: Da würden sie ja viele freuen, so Rental Opa oder Rent-in-Opa.

00:29:12: Das wäre das wäre so gut.

00:29:14: weil also dieser ganze stetige Kampf im Leben... Also du musst es noch machen, dass noch massen machen.

00:29:23: Du bist Mutter, du bist Ehefrau, du ist Berufstätig und hast ganz viele Interessen um das alles machen.

00:29:29: Das wird ja schon ein bisschen anders.

00:29:32: Ob das weniger wird, kommen wir auch nochmal drauf bei dir dann auf wie ist.

00:29:36: Aber es ist ja tatsächlich so, dass wir ganz viel weiter geben können und das wäre doch nicht wichtig.

00:29:44: Das sollte man einfach auch mal ein bisschen selbstbewusster vorantreiben und nicht immer alter diskriminieren und sagen, das sind sowieso nicht mehr brauchbar Gegenteil.

00:29:54: Erfahrung ist ja auch was.

00:29:57: Erfahrungen ist etwas superwichtiges.

00:29:59: und da würde ich jetzt gerne auf einen Punkt kommen... Weiß ich gar nicht, habe ich dich gefragt oder hast du es mir so erzählt?

00:30:05: Du hast gesagt, es gab einen Moment wo du gemerkt hast dass du älter wirst.

00:30:10: Ja.

00:30:11: Hast du gesagt ja?

00:30:12: Ja genau dann was war wann?

00:30:15: Es war ein Moment.

00:30:17: ich glaube das war im Jahr zwei tausend siebzehn.

00:30:19: da hatte ich eine Netzhautablösung aus Stress glaube ich weil anders kann ich es mir gar nicht erklären Und ich habe es gar nicht gemerkt, sondern hab nur auf einmal gedacht komisch.

00:30:30: Ich kann gar nicht mehr so räumlich gucken.

00:30:32: Bin dann zum Arzt gegangen und hat mich sofort ins Krankenhaus geschickt und die haben's immerhin geschafft mit vierhundert Tackerpunkten diese Netzhaut wieder anzutackern was sich sensationell finde.

00:30:41: und immerhin habe ich auf dem Auge noch dreißig Prozent Seekraft was ich toll finde.

00:30:45: Ja weil eigentlich hättest du gar keine Seekrasse mehr.

00:30:47: So ist

00:30:47: es und ich kann dadurch eben auch wieder räumliche Blicke Und das finde ich, also ich bin da sehr dankbar.

00:30:55: Dass das wirklich so ein toller Arzt war der das hingekriegt hat.

00:30:58: Ich habe gedacht, wie viele findest du?

00:30:59: Vierhundert Punkte im Auge bei so kleinen Augen.

00:31:03: Toll fand ich einfach sensationell und das war dann aber nicht das Ende.

00:31:08: Das hat sich dann ja ein Jahr hingezogen bis das so mit was da alles so eine Nachfolgegeschichte ist und dann auch schon jahrelang immer meine Hüfte immer ärger gemacht und ich hab ganz viel mit Übungen und dies und jenen.

00:31:20: aber irgendwann konnte Da habe ich so ein Erlebnis gehabt, da war ich in einer Kommission der Bundesregierung und die hat getagt im Wirtschaftsministerium.

00:31:28: Das ist vom Hauptbahnhof in Berlin ungefähr fünfhundert Meter weg.

00:31:32: Und natürlich ist es fünfhundert Meter zu laufen kein Problem!

00:31:34: Ich konnte diese fünfhundred Meter nicht laufen – das tat so wahnsinnig weh!

00:31:38: Ich musste dafür mir einen Fahrrad leihen.

00:31:39: also da gibt's ja so Fahrrad-Leihstationen mit diesen fünfhunden Metern im Fahrrad gefahren weil ich sie nicht mehr laufen konnte Und da war einfach die Hüfte so verschlissen durch Arthrose und ... weil ich sowieso ein bisschen verquere Wirbelsäule, das natürlich eine Abnutzung war.

00:31:57: Die auch mit Übungen nicht... Ich

00:31:59: hab

00:31:59: eure Übung gemacht!

00:32:01: Schön aber vielleicht war es dann schon zu spät?

00:32:04: Nein, ganz leicht

00:32:05: schon gemacht.

00:32:05: Schon über Jahre gemacht.

00:32:08: Also ihr hattet da ja mal so einen Buch ausgebracht, wie was, aus dem Jahr oder so.

00:32:12: Das habe ich von Anfang an eigentlich gehabt genutzt, fand das auch immer toll.

00:32:16: Aber es wurde einfach nicht besser.

00:32:18: und dann war ich immer bei der Physiotherapeutin, die hat gesagt, Frau Griefern, jetzt quälen Sie sich doch nicht!

00:32:22: Jetzt gehen sie mal zur Endoklinik und lassen das mal angucken.

00:32:25: und dann haben die gesagt naja also wir würden das auch operieren.

00:32:29: Dann habe ich schweren Herzen mich dazu entschlossen obwohl ich immer gegen Eingriffe jeder Art bin.

00:32:34: Und jetzt geht mir seitdem auch wieder viel besser, aber es hat auch zwei Jahre gedauert.

00:32:38: Das dauert dann alles.

00:32:39: und nachher habe ich gedacht daran merke ich dass ich älter werde das so Verschleißerscheinungen nicht einfach durch guten Willen Disziplin und Übungen wegzukriegen sind.

00:32:47: mein Mann sagt immer also ich bewunder dich Ich könnte sowas gar nicht haben du hast ja eine Ausdauer auch immer diese Übung zu machen und sowas alles.

00:32:54: Das machst du aber

00:32:56: immer noch?

00:32:56: Ja ich bin immer noch sehr ausdauernd und jetzt geht's mir ja auch wieder gut Aber ich hab daran gemerkt einfach nicht mehr so belastbar bin und dass ich weniger machen kann, und dass sich nicht durch Eigengeneration die Sachen in die Reihe kriege sozusagen.

00:33:11: Also das ist nicht unter Kontrolle aber es ist ein bisschen Kontrollverlust über meine Möglichkeiten habe ne?

00:33:17: Und da hab' ich dann eben auch den Job als Vorsitzender noch des Vorstandes des alternativen Nobelpreises und das war da sehr viel Stress in der Zeit.

00:33:27: Habe ich dann auch abgegeben, bin dann zwar noch im Komitee geblieben Aber war dann eben nicht mehr Vorsitzende.

00:33:34: Das war das mit dem Auge.

00:33:35: und dann mit den Hüften habe ich auch gehört, jetzt muss ich einfach mal weniger machen.

00:33:39: Ich mache einfach so viel und rennen soviel rum und sitze soviele im Zug.

00:33:42: Und das geht eben auch nicht und hab angefangen einfach weniger zu arbeiten.

00:33:47: Dann habe ich noch mal so eine Hochphase gehabt, weil ich im Jahr- und Jahrzehnte auch als Oberbürgermeisterin in Wilhelm-Wuhl in meiner Heimatstadt kandidiert habe.

00:33:54: Ein junger Kollege mich gefragt hat gesagt wir brauchen jetzt eine Person die A von außen ist aber andererseits sich hier gut auskennt, weil wir einfach hier eine ganz schwierige Situation haben.

00:34:03: und da habe ich ein halbes Jahr richtig intensiv Wahlkampf gemacht mit sechsundneunzig Stimmen verloren.

00:34:09: Aber je war es recht?

00:34:11: Das war dann das Corona-Jahr!

00:34:12: Und ich dachte im Corona-Ja einen Job anzufangen Und in einer Stadt, die auch noch pleite ist.

00:34:19: Da war ich dann ehrlich gesagt froh das jetzt nicht machen musste.

00:34:22: und dann habe ich gedacht es war ein Wink des Himmels dass ich's nicht geworden bin und jetzt passt du dein Leben ein bisschen an und machst ein bisschen weniger.

00:34:31: Aber du hast gemerkt dass du älter wirst an diesen Sachen.

00:34:36: trotzdem hat dich das nicht daran gehindert weiter aktiv zu bleiben.

00:34:43: Und auch nochmal, also diesen Bürgermeister-Job eventuell im Falle eines Falls hättest du es definitiv auch angenommen.

00:34:52: Natürlich, natürlich.

00:34:53: Ich würde dich das noch niemals kandidieren.

00:34:55: Genau als Kandidatin aufstellen lassen.

00:35:00: Du hast trotzdem weitergemacht und da hast du daran gedacht dass jetzt vielleicht noch mehrere Sachen passieren

00:35:07: können.

00:35:08: oder war das einfach nicht?

00:35:10: Ich habe

00:35:10: gesagt, es waren jetzt so zwei Winkel mit dem Zaunfall und jetzt muss ich einfach mal weniger machen.

00:35:15: Und guckst mal wie weit du mit dem Weniger kommst und wenn du mehr für dich machst.

00:35:19: also ich mache jetzt jeden Morgen eine Dreiviertel Stunde Übung.

00:35:22: Ich gehe jeden Morgen schwimmen.

00:35:25: Ich hab dann auch wieder mit dem Chor angefangen weil ich gesagt habe ich brauche auch was für die Seele und diese ganzen anderen Dinge nicht immer nur das geistig mit dem Kopf irgendwas zu tun.

00:35:37: Und es tut mir gut und ich kann trotzdem was leisten, glaube ich.

00:35:41: Und mache viel, mache aber viel weniger als ich eben vor sieben Jahren

00:35:47: gemacht habe.

00:35:51: Ja weiß jetzt nicht genau, wenn du sagst viel weniger?

00:35:55: Du machst viel mehr für dich.

00:35:57: also das ist ja schon einmal mehr machen auch da... Ich denke es kommt so einen Moment wo man tatsächlich für sich ein bisschen mehr machen sollte damit man einfach weiter gut aktiv bleiben kann.

00:36:08: Also von daher ist es die Frage, ob das weniger ist?

00:36:10: Vielleicht ist es sogar auch mehr von Aktivität.

00:36:14: also weil wir verstehen ja Aktivität eigentlich immer nur im Zusammenhang mit Arbeit letzten Endes und ich glaube dass es auch sollte man vielleicht mal anders auf

00:36:25: bewerten

00:36:27: Ja aber du bist ja trotzdem Du machst ja...also du passt auf deine Enkelt-Kinder, immer mal wieder auf.

00:36:35: Hast du deine festen Zeiten?

00:36:36: Nein

00:36:36: ich habe nur einmal die Woche diese Schwimmschule mit einem Enkel aber auch nicht immer.

00:36:41: wenn ich unterwegs bin mache ich es natürlich nicht und wenn eben was ansteht aber das ist nicht dauernd also da hat meine Tochter schon einen Ein Netzwerk um sich rum, was dann ein bisschen schneller einsetzbar ist.

00:36:54: Weil wir sind zwar jetzt umgezogen auch wegen der Kinder aber wir sind nicht direkt in die Nachbarschaft gezogen sondern wir haben trotzdem noch eine Stunde S-Bahnfahrt und das heißt es ist viel näher und die S-bahn fährt alle zehn Minuten aber es ist eben nicht direkt nebenan.

00:37:12: Also nicht grad mal klingeln, kannst du mal bitte?

00:37:14: Nee.

00:37:15: Das ist ein Unterschied.

00:37:16: also man muss sich trotzdem verabreden was ich auch in Ordnung finde und das mache ich auch wirklich gerne.

00:37:22: Und wie gesagt sowas wie Schwimmen lernen find' ich einfach so extrem wichtig und weiß einfach dass bei vier Kindern kannst du das gar nicht machen weil dann kannst du nicht auf drei andere aufpassen wenn der eine schwimmen lernt und so das geht gar nicht.

00:37:33: Also hab ich das für jedes Kind.

00:37:35: also der erste hat's letztes Jahr gemacht ja Der zweite kriegt es dieses Jahr und...

00:37:39: Und da sind die Sachen die bleiben.

00:37:42: Die Kinder werden sich immer daran erinnern.

00:37:44: Ich habe mit meiner Oma Schwimm gelernt, wie schön ist das denn?

00:37:49: Und dazu braucht man Ruhe, dazu braucht mal Zeit, Gelassenheit und auch immer wieder einfach da sein.

00:37:57: Das ist genial gut!

00:37:59: Ja, das macht auch wahnsinnig Freude.

00:38:01: Also es ist doch schön.

00:38:02: Und wenn... und er genießt es natürlich auch oder jedes Kind geniesst, ist natürlich auch mal einzeln was zu machen.

00:38:07: Wenn du vier Kinder bist dann bist wir ja immer im Pulk Und wenn du dann mal alleine etwas machen darfst, ist das einfach toll für jedes Kind.

00:38:15: Und die S-Bahnvater hin, da lesen wir dann einmal ein Buch und so und das findet der auch ganz toll.

00:38:21: Da freut er sich immer schon drauf.

00:38:23: Und wie gesagt, der Lochapfel!

00:38:25: Der Lochapfel?

00:38:26: Den wird dir nie vergessen.

00:38:28: Haben die anderen auch einen Loch Apfel oder sowas Ähnliches gehabt?

00:38:31: Äh, ja.

00:38:32: Also die essen alle Lochäpfel so ist das

00:38:34: nicht?

00:38:35: Ja

00:38:36: und essen auch viel Gemüse Karotten und Gurken und sowas geschnitten gibt es immer in der Box dabei.

00:38:42: Aber die haben jetzt keine besondere Form oder kein besonderer Name.

00:38:45: dann nur der Apfel.

00:38:50: Schön!

00:38:50: Vier Enkelkinder hast du.

00:38:52: Du hast... Ich würde gerne mit dir etwas sprechen was glaube ich tiefer geht als alles Was man sich so vorstellt, du weißt um was es geht.

00:39:07: Du hast einen Sohn verloren.

00:39:12: Ich denke allein wenn ich daran denkt dann schnürzt mir irgendwas im Inneren zu.

00:39:18: Es geht mir aber auch immer noch so, obwohl das jetzt schon dreizehn Jahre her

00:39:21: ist.

00:39:29: Ich denke dann immer, man kann es als Mutter gar nicht überleben.

00:39:32: Aber das stimmt ja gar nicht.

00:39:33: wenn ich mir die ganzen Frauen anschaue, die ihre Söhne im Krieg verloren haben oder auch anders ganz junge Kinder gestorben sind an Krankheiten... Wir überleben das ja alle, auch die Väter überleben es und die Geschwister.

00:39:53: Aber wie überlebt man das?

00:39:55: Was hat's mit dir gemacht?

00:39:59: Konntest du trauern... Also

00:40:02: ich fands erstmal so dass in Anführungsstrichen nur funktioniert habe weil ich ja noch zwei jüngere Töchter hatte.

00:40:13: Das war das

00:40:13: älteste Kind, der war vierundzwanzig und da waren die anderen ein zwanzigundseventeen.

00:40:19: Die siebzehnjährige war kurz vom Abitur und auch so in der Pubertät und also das war das schwierigste weil sie auch das engste Verhältnis mit ihm hatte.

00:40:28: Und mein Mann ist auch total durchgedreht.

00:40:30: Also der war sowas von durchem Wind und ich habe immer das Gefühl gehabt Ich muss irgendwie die Familie zusammenhalten Irgendwas tun, damit die beiden Töchter nicht magersüchtig, alkoholsüchtig und drogensüchtig was weiß ich nicht.

00:40:43: Was werden oder total irgendwie rausfallen?

00:40:47: Und hab irgendwie das Gefühl gehabt Ich muss irgendwie funktionieren!

00:40:52: Das mit der Trauer habe ich dann eigentlich...

00:40:55: Wenn du sagst Du musst funktionieren Wie hast du funktioniert?

00:40:59: wie ist es zu funktionieren?

00:41:02: Also du hast ja auf der einen Seite dein Sohn gehen lassen müssen Und die anderen beiden wolltest du vor Dingen bewahren?

00:41:13: Ja, genau.

00:41:15: Dein Mann hattest Du auch noch!

00:41:19: Wie hast

00:41:20: Du das praktisch gemacht?

00:41:23: Also erstmal war es ganz toll dass eine super gute Freundin die Pastorin ist, die leider eben auch vor acht Jahren gestorben ist.

00:41:33: Also sie ist drei Jahre später gestorbt und auch ganz plötzlich durch ein Aneurysmer.

00:41:36: Ganz furchtbar.

00:41:37: Die hat uns sehr zur Seite gestanden, war wirklich gleich da und hat mit allen Gesprächen geführt.

00:41:46: Und das hat mir sehr geholfen und ich habe auch wirklich sehr getraut als sie gestorben ist.

00:41:52: Sie ist auch noch gestorbt an einem Tag.

00:41:53: Das war vollkommen irre.

00:41:54: Da sollte mein Vater beerdigt werden und sie sollte die Beerdigung machen und sie ist an dem Tag wirklich umgefallen morgens.

00:42:01: Mir morgens noch eine SMS geschrieben und dann ist sie umgefallen.

00:42:05: Also nur für die, die nicht wissen was eine Anorismablutung ist.

00:42:08: Es ist ein Gefäß, das platzt im Gehirn und die Überlebenschance ist sowas von gering weil man muss es sofort diagnostizieren und selbst dann ist es schwierig.

00:42:21: Und das betrifft Menschen in jedem Alter und Das ist einfach so grausam weil das von eben auf nachher kommt.

00:42:29: Die meisten wissen gar nicht, dass sie so eine Ausstülbung von einem Gefäß im Gehirn haben.

00:42:35: Dass dann einfach platzt.

00:42:37: So kann man sich das vorstellen und da gibt es auch nicht die Möglichkeit, sich vorher zu verabschieden irgendwas sondern das ist einfach aus dem Leben gegessen.

00:42:47: Und wie sagt ihr?

00:42:48: Hat mir morgens noch ein SMS geschrieben weil wir uns ja zur Beerdigung treffen wollten vollkommen fassungslos, aber die hat uns wie gesagt in der ersten Zeit ganz toll begleitet.

00:43:02: Dann die Schwestern von meinem Mann waren dann auch noch eine Zeit da und haben dann praktisch mitgearbeitet.

00:43:09: Und ich persönlich habe dann auch nochmal mit einer Psychologin so eine, sagen wir mal Abschieds-Zeremonie gemacht dass ich mich von ihm habt verabschieden können über für mich gut.

00:43:27: Also ich hatte das Gefühl, ich konnte dann im Nachhinein noch mich von ihm verabschieden.

00:43:34: Aber es war natürlich trotzdem schwierig, ist heute noch schwierig weil man immer nachdenkt und meine Töchter erleben das auch so.

00:43:41: also meine Tochter mit den vier Kindern sagt natürlich immer wäre ein toller Onkel gewesen, der konnte auch gut mit Kindern und das vermissen wir beide natürlich sehr.

00:43:53: Und die kleine Tochter hat sich dann irgendwie auch mal vier Jahre verabschiedet und wollte mit uns überhaupt keinen Kontakt mehr haben, also die hat noch ihr Abitur gemacht.

00:44:05: Und ist dann irgendwie sozusagen verschwunden und wollte bei uns überhaupt kein Kontakt haben und hat mich auch als Mutter ganz blöd gefunden.

00:44:14: Was weiß ich nicht was ist jetzt wieder besser geworden?

00:44:16: Also wir haben jetzt wieder Kontakt und sie hat einfach eine lange Analyse gemacht aber es war trotzdem eine schwierige Zeit.

00:44:28: Und naja, sie ist eigentlich nicht vorbei.

00:44:30: Das ist ja immer noch präsent.

00:44:31: Es ist ja nicht so dass es weggeht oder vorbei ist.

00:44:35: Der ist ja trotzdem da, er ist auch in Gesprächen da und...

00:44:40: Er ist immer da.

00:44:42: Ja klar.

00:44:42: Vor allen Dingen weil's auch der erste war.

00:44:44: Und den der erste den ich auch über einen Kaiserschnitt bekommen habe.

00:44:47: die anderen beiden hab' ich dann trotzdem noch natürlich kriegen können.

00:44:51: Dadurch ist das natürlich noch prräsenter.

00:44:53: wenn der Körper auch so absolut das noch lebt sag ich jetzt mal

00:45:00: Habt ihr euch verabschieden können, dein Sohn und du voneinander?

00:45:05: Nur im Nachhinein.

00:45:07: Es war erst mal eine Verabschiederung.

00:45:10: Er hatte einen Bandscheibenvorfall, er ist operiert worden, war dann im Krankenhaus und noch ne Woche bei uns.

00:45:16: Und es dann aber wollte, weil er in Aachen studiert hat unbedingt nach Hause und ist mit dem Zug nachhause gefahren obwohl das eigentlich hätte nicht sein sollen.

00:45:24: Aber er wollte lieber in seine Wohngemeinschaft.

00:45:27: Die Verabsiedlung ist im Prinzip am Zug gelaufen.

00:45:30: Und die Verabschiedung, die ich dann gemacht habe, ist hinterher eigentlich über diese Aufstellung passiert mit der Psychologin.

00:45:38: Wusste er dass er sterben wird?

00:45:40: Nein das war ja dann... Das verstehe ich nicht.

00:45:42: Ich hab

00:45:42: gar nicht...

00:45:43: Nein es war keine Verab schiedung im Sinne von Verab- schiedungen sondern es fährt jetzt nach Aachen und das war dann

00:45:49: zufällig.

00:45:52: Das wissen wir nicht.

00:45:53: Wir haben eine Obduktion machen lassen und das hätte irgendwie eine Medikamentenfehlreaktion, manche haben auch gesagt es ist plötzlich ein Kindstod gewesen, es hätte einer Krankenhauskheim sein können.

00:46:05: also aus der Obduktion überhaupt nicht.

00:46:08: Ich hab's drei Ärzten gegeben auf befreundeten Ärzte und ich habe gesagt könnt ihr mir mal sagen was da drin steht?

00:46:13: Ich kann das nicht interpretieren.

00:46:14: Und die haben gesagt sie wissen eigentlich nur dass sie nichts wissen.

00:46:18: Also wir wissen nicht woran er gestorben ist.

00:46:21: Also es war nicht absehbar.

00:46:24: Deswegen auch nicht verabschiedungsfähig, sei es mal.

00:46:27: Die Verabschiebung war am Zug nach Aachen und ich habe am Abend vorher noch telefoniert mit ihm.

00:46:34: da ging's ihm auch nicht so gut und hab' ich gesagt naja dann telefonieren wir morgen nochmal und lass dich jetzt mal in Ruhe.

00:46:41: und ja morgen ging er nicht ans Telefon.

00:46:51: Naja das war ziemlich heftig und ist immer noch heftig Und kommt natürlich immer wieder klar besonders zu Zeiten wie Direkt vor Ostern, also es war so Gründonnerstag ungefähr.

00:47:02: Vor Ostern kommt dann immer das Gefühl wieder sehr hoch oder in seinem Geburtstag den wir auch immer gemeinsam als Familie feiern.

00:47:15: Hat sich das verändert?

00:47:19: Sagen wir mal so.

00:47:20: ich habe ab der Zeit glaube ich bewusster gelebt hab auch noch einmal versucht mit meinen Töchtern nochmal einen anderen Kontakt zu kriegen wie gesagt was mit der einen Tochter und der jüngeren Tochter sehr schwierig war die sich erst mal ganz von uns verabschiedet hat, die mich als das fühllos praktisch dargestellt hat.

00:47:42: Die hat gesagt ja ich könnte gar nicht weinen und so... Ich war einfach so erst da.

00:47:46: Du hast

00:47:47: funktioniert?

00:47:48: Ja, genau!

00:47:50: Also sie fand mich kalt und gefühllos.

00:47:52: Ja, ich habe funktioniert, genau.

00:47:58: Hast du denn geweint?

00:48:01: Ja eigentlich nur, Der war also in Aach, in Köln dann in der Obduktion und da sind wir hingefahren.

00:48:09: Und da habe ich geweint aber das war das einzige Mal praktisch.

00:48:14: Da haben wir ihn nochmal gesehen.

00:48:16: Ja, hab ich verstanden.

00:48:23: Naja, so jedenfalls war es dann einfach eine ganz schwierige Situation auch für die ganze Familie das ganze Familiengefühl.

00:48:31: Und ich weiß auch, dass achtzig Prozent der Ehepaare die Kinder verlieren sich trennen.

00:48:36: Das ist bei uns nicht passiert.

00:48:37: Wir hatten trotzdem schwierige Zeiten natürlich klar aber wir sind immer noch zusammen.

00:48:43: also wir sind jetzt tatsächlich verheiratet was ich schon auch toll finde.

00:48:50: Ja und...

00:48:53: Aber nochmal hat es dich in irgendeiner Form?

00:48:56: Das überlege ich ja!

00:48:57: Also ich glaube bewusster geworden gegenüber Leben und Tod oder so etwas.

00:49:04: Zumal also meiner Tochter dann was Ähnliches passiert ist, ihr erstes Kind ist einfach tot geboren noch die hatte das Etwas-Syndrom Und da ist ja entweder die Möglichkeit dass es noch ein Mutterleibsterb oder eben macht relativ kurzer Zeit und Ja, dann hat sie das in der sieben dreißigsten Woche dann Tot gebären müssen und das ist natürlich auch furchtbar.

00:49:26: Das ist so furchтbar.

00:49:28: Deswegen ist sie natürlich froh, dass sie danach noch viel gesunde Kinder bekommen hat.

00:49:37: Und ja doch es hat mich verändert im Umgang und ich glaube auch in der Frage was tue ich jetzt?

00:49:44: Bin ich nur noch Aktivistin oder gehe ich reflektierter mit Sachen um?

00:49:49: Was tue Ich auch für mich?

00:49:51: Was tu' ich für meine Familie?

00:49:52: Meine Familie geht mir immer vor.

00:49:55: also wenn dann die Alternative ist mache ich etwas für die Kinder für die Enkelkinder oder gehe ich zu irgendeiner Veranstaltung gehen, die immer vorhin.

00:50:03: War das früher nicht so?

00:50:07: Ja sagen wir so und es war so... Ich hatte ja einen Job wo man auch mal zur Veranstaltungen ging und ich habe schon immer Sonntage zum Beispiel freigelassen und wenn Leute sich dann beschwert haben dass ich Veransthaltung nicht gemacht habe als Ministerin, als Abgeordnete muss man ja auch zu bestimmten Sachen gehen und ich dann gesagt habe nee das mache ich nicht, das dank mir keiner.

00:50:28: ob ich jetzt im Sonntag noch nicht mit meinen Kindern verbringe Leute da mal sauer waren, das hat mich dann nicht so gestört.

00:50:35: Aber ich habe dann vielleicht noch bewusster oder jetzt noch bewusst nach der Zeit immer dieser Auswahl getroffen.

00:50:42: Aber da war auch keine Abgeordnete und keine Ministerin mehr.

00:50:45: Das war dann auch immer mehr selbst gewählt.

00:50:48: Und dass zu der Zeit wenn man Abgeordneter oder Ministerin ist, muss man bestimmte Dinge ja machen kann man nicht alle absagen.

00:50:56: Aber wie gesagt die Sonntage hab' ich versucht frei zu halten Und hab immer gesagt, der gehört der Familie.

00:51:02: Oder wenn Kinder ein Konzert gehabt haben oder sonst was bin ich selbst von Berlin aus dann nach Hause gefahren und hab das Konzern mehr angehört ist ja klar ne?

00:51:14: Solche Sachen habe ich gemacht.

00:51:20: Als es passiert ist danach auch noch die Schwierigkeit aufgekommen mit deiner jüngsten Tochter.

00:51:27: Die Beziehung zu deinem Mann war bestimmt auch nicht einfach.

00:51:30: Ja sag' ich ja hier.

00:51:32: Hast du gesagt... Ich kann mir das nur auch gut vorstellen weil auch das habe nicht sehr, also auch erlebt in meiner Arbeit mit meinen Patienten und daher weiß ich das.

00:51:45: Und es ist einfach auch sehr schön zu sehen dass man auch das gemeinsam leben kann und auch überleben kann.

00:51:58: ein Stück weit bist du in der Zeit ... spirituell geworden, wo hast du deine Kraft hergenommen?

00:52:08: Also... Hast du plötzlich gedacht okay mein Sohn der ist ja sowieso dort wo wir alle hinkommen oder... Oder hast du das auch ausgeblendet und hast einfach funktioniert.

00:52:21: Das ist ja die Frage warum ich dich das frage.

00:52:24: Und wenn ihr das zu viel des Monika sagt Einfach hören auf Petra.

00:52:26: es ist mir soviel Weil deiner Tochter ja auch sagt Du bist einfach du bist so.

00:52:33: für mich scheinst du einfach nicht genug Gefühl zu haben.

00:52:39: Deswegen die Frage, wie bist Du wirklich damit zurechtgekommen?

00:52:44: Mit Deiner Trauer gab es da irgendwas was Dich aufgefangen hat?

00:52:48: Deine Freundin, die Pastorin war da und Die ist ja mit Sicherheit.

00:52:55: also Davon ist auszugehen dass sie spirituell richtig.

00:53:00: natürlich

00:53:01: haben wir auch solche Gespräche gehabt.

00:53:05: Aber wie du schon sagst, ich habe wirklich einfach funktioniert und wie soll man das sagen?

00:53:16: Nein.

00:53:17: Ich bin nicht spiritueller geworden in dem Sinne als dass ich eher gehadert habe und gesagt habe Warum muss es eigentlich immer die Falschen treffen?

00:53:28: Es

00:53:28: trifft immer die falsche und warum ist das eigentlich immer so?

00:53:32: Und nee also ich hab gedacht Jetzt müssen wir eigentlich noch mehr dafür tun, dass die da sind oder die gut sind.

00:53:44: Dann wenigstens ein gutes Leben haben also das saubere Luft und sauberes Wasser.

00:53:48: Also die alten Themen haben... Und die waren ja nicht weg!

00:53:52: Es waren jetzt zwar die sichtbaren Geschichten weg, die ich aus dem Ruhrgebiet kannte aber wir haben dafür eben die Klimakrise und wir haben für Mikroplastik was sich für einen Riesenthema halte weil wir das im ganzen Körper haben werden wir die künstliche Intelligenz brauchen, weil wir selber keine mehr haben.

00:54:08: Weil dieses Mikroplastik uns unser Gehirn vernebelt.

00:54:14: Ja.

00:54:14: also wenn man überlegt dass wir jetzt schon die Menge einer Kreditkarte in uns haben.

00:54:18: Also das ist doch irre, wenn man sich das vorspielt

00:54:21: und es wird ja nicht weniger.

00:54:22: Es ist auch ganz schwer.

00:54:23: Und du und ich haben das Gleiche wie unsere Kinder schon drin.

00:54:26: Das heißt, wenn die so alt sind wie wir, werden die noch viel mehr drin haben, weil das wird ja Arbeite ich auch weiter daran, also Cradle to Cradle ist ja ein Konzept zu sagen wir wollen einfach Produkte die entweder demontierbar oder biologisch abbaubar sind.

00:54:42: und diese biologische Abbauba betrifft natürlich auch Grundstoffe.

00:54:45: Und die kann man so machen dass sie biologischer abbauba sind.

00:54:48: dann würden Sie nämlich nicht dieses Problem im Körper darstellen und da wirklich fürzuarbeiten das das selbstverständlich wird.

00:54:56: Das ist sozusagen den Maximum von Cradle.

00:54:59: Ich habe aber geguckt, was ist das?

00:55:02: Was stell ich dahinter und fand es ja sehr faszinierend diesen Ansatz einfach alles wiederverwertbar zu machen.

00:55:08: Und dass es nicht als irgendwelche Toxine als Gifte irgendwo lang gelandet also weder in der Umwelt noch bei den Tieren noch in den Pflanzen, in den Böden

00:55:18: im Wasser oder in dem

00:55:19: Wasser genau und dann auch bei den Menschen oder bei den Thieren.

00:55:31: Ich hatte zuvor noch nie was davon gehört und frag mich, warum.

00:55:36: Weil es ein bisschen komplexer ist.

00:55:38: Oder man muss einfach runterbrechen?

00:55:40: Ja

00:55:40: das versuchen wir ja mit dem Verein.

00:55:42: also wir haben ja neben dem Konzept als solchen haben wir ja den Verein der Bildung macht, Cradle to Cradle NGO.

00:55:49: Wir sind in Schulen, in Universitäten, wir machen einmal im Jahr einen Kongress dieses Jahr auch wieder ab dem siebzehnten, achtzehnten September in Berlin in der TU wo eben Firmen, die es schon machen.

00:56:02: Wissenschaftler, die daran arbeiten.

00:56:05: Bürger, die sich engagieren.

00:56:08: Wir haben große NGO-Gemeinde von etwa tausend Ehrenamtlichen, die versuchen in verschiedenen Gruppen, die Dinge umzusetzen.

00:56:16: Aber es ist eben komplexer vom Inhalt her als wenn man sagt wir retten jetzt nur die Robben oder die Wale weil es eben nicht einfach ist.

00:56:25: Recycling Es ist auch nicht einfach.

00:56:27: weniger Das ist das Problem, weil heute ist so die Maxime.

00:56:31: Ja wenn du weniger von irgendwas brauchst dann ist es gut.

00:56:33: aber das ist nicht gut, wenn es das falsche Material ist.

00:56:37: Es ist ja gratis.

00:56:37: faszinierende dass eigentlich gar nichts übrig bleibt was irgend wem auf diesem wundervollen Planeten

00:56:44: schadet?

00:56:45: Ja das ist aber...es ist eigentlich einfach wenn du es sozusagen als Vorgabe in die Ingenieurwissen in die Entwicklungsfirmen und sonst was reingibt.

00:56:56: Einfach umzusetzen, man muss es nur wollen.

00:56:59: Und das Problem ist dass wir natürlich bislang eine Konzeption haben und zum Beispiel alle Nachhaltigkeitsbeauftragten in vielen Firmen arbeiten seit Jahren daran Dinge weniger zu machen.

00:57:09: Weniger Wasser zu verbrauchen, weniger Plastik, weniger Energie.

00:57:12: Dieses System umzudrehen und sagen wir wollen es positiv machen ist wahnsinnig schwer weil sie sagen was habe ich den zwanzig Jahre gemacht?

00:57:19: Da hab' ich das Verkehrte gemacht.

00:57:20: ja wenn ich nochmal zehn Prozent weniger Plasti gemacht habe Weil das zehn Prozent weniger Plastik ist eben nicht die Lösung, sondern das andere Plastikum was dann biologisch abbaubar ist.

00:57:31: Was nicht eben die Kreditkarte in deinem Körper macht!

00:57:34: Ja, aber das ist doch eigentlich ist es doch eigentlich

00:57:36: logisch.

00:57:37: Aber es erfordert natürlich Investitionen weil du musst umdenken.

00:57:40: Du musst die Produktion umstellen etc.

00:57:42: Und zum Beispiel die Automobilindustrie die jammert Die muss sozusagen von sechsenvierzig Stahl Sorten auf drei Umstellen und die markieren.

00:57:50: dann kann man sie hinterher auch wieder als gleichwertigen Stahl einsetzen.

00:57:53: heute wird da billiger Baustall raus und der wird dann verschifft oder du musst ihn mit neuen mischen.

00:57:58: Das heißt du musst immer wieder neu Energie und Stahl uns sonst was verschwenden.

00:58:02: Und so geht es mit ganz vielen Dingen, die eigentlich relativ einfach zu lösen sind.

00:58:05: Wenn du sie nimmst, brauchst das eine kleine Ingenieuraufgabe.

00:58:08: Meine Ingenieure, die ich an der TU in Harburg unterrichtet habe, die können das.

00:58:13: Die brauchen nur die Aufgabe, macht das und dann machen die das.

00:58:16: aber du musst es eben als Vorgabe machen.

00:58:18: Aber es ist ja nicht nur bei der Herstellung von irgendwelchen Dingen sondern auch im normalen Alltag.

00:58:30: Na ja, ich meine die Herstellung der Dinge ist natürlich so wenn du Verpackungen oder irgendwas hast.

00:58:35: Wir haben zum Beispiel im Moment zwei Prozent aller Verpackungsmaterialien sind immer noch PVC.

00:58:41: Die machen jedes Recycling kaputt weil PVC eben ein glorierter Stoff ist.

00:58:45: Da kannst Du dann das Plastik auch nicht recyceln.

00:58:47: Das heißt es lohnt sich doch nicht mal das einzusammeln.

00:58:50: Also musst du im Prinzip auch Verbote machen wie PVC in Verpackung.

00:58:56: Im Alltag ist natürlich auch so Klar, wenn du mehr Wegbehälter und sonst was hast.

00:59:01: Ich habe schon als Umweltministerin seit zweiundneunzig eine Kampagne mit BOMD und Tupper zusammen gemacht das Leute mit ihren Boxen zu Edeka gehen um mit Edeka zusammen zu Edika gehen und da ihr Wurst Käse und so weiter.

00:59:14: Was jetzt sozusagen als große Zero-Waste-Kampagne dann läuft haben wir vor dreißig Jahren gemacht aber es hat sich nicht durchgesetzt weil der Mainstream und die Hygiene Dann muss man natürlich sagen, wird auch immer wieder mit Hygiene argumentiert.

00:59:31: dagegen sprechen.

00:59:32: Ja, aber gute Dinge die da sind, die setzen sich dann doch irgendwann durch.

00:59:37: und das finde ich schon auch ganz spannend weil wenn du das vor dreißig Jahren schon gesagt hast und jetzt wird es auch umgesetzt.

00:59:42: Jetzt gibt's diese Zero Waste-Läden.

00:59:46: Das ist einfach grandios!

00:59:47: Es ist toll und so ist bei ganz vielen Sachen... Ich habe ja vor thirty fünf Jahren angefangen mit Ernährung zu sagen also bitte achte drauf vollwertig mehr Pflanzen weniger verarbeitete und auch Reduktion von Süßsachen usw.

01:00:07: Das wollte keiner hören, aber mittlerweile ist es schon ein Thema.

01:00:10: Es ist zwar immer noch nicht ordentlich aufgearbeitet weil es gibt da ganz viele Unsicherheiten und Chaos, aber es gibt eine Wissenschaftlichkeit dahinter die genau sagt wie du dich optimal ernähren kannst und deswegen ist es immer gut dass man irgendwann anfängt Und dann vielleicht ist es in dreißig Jahren soweit, dass das angekommen ist.

01:00:31: Ja?

01:00:32: Das kann schon sein.

01:00:33: allerdings finde ich im Moment gibt's fast ein Gegenläufigen Trend.

01:00:35: die Leute kaufen sich alle wahnsinnig teure aufwändige Küchen aber keiner kocht mehr weil jetzt selbst inzwischen von den Bioprodukten alles entfertigt gibt und was finde ich vollkommen irre.

01:00:46: also keiner kann mir irgendwie richtig kochen.

01:00:48: also das heißt es gab ja früher auch immer in Schulen Kochkurs oder im Kindergarten oder sonst.

01:00:52: was gibt sie alles nicht mehr und das halte ich für einen Drama.

01:00:56: Was viele Kinder wissen gar nicht, was weiß ich?

01:00:59: Dass die Milch aus der Kuh kommt oder wo der Hafer wächst.

01:01:03: Aus dem die Hafermilche ist ja oder so.

01:01:05: Also ich denke da sind noch ganz viele Sachen, die man wirklich also auch unbedingt erzählen muss rausbringen muss an die an die Kinder.

01:01:15: gerade da fängt es an.

01:01:16: das ist ja so.

01:01:18: Ich habe immer gesagt wer?

01:01:20: wir sollten wirklich spätestens in den Schulen sein um einfach Koffen zu lernen.

01:01:26: Also ich bin früher, als ich angefangen habe mit der Ernährung Ich bin in Klassen gegangen und ein gesundes Frühstück vorbereitet.

01:01:33: aber ich weiß es war so schwierig weil sich die Eltern beschwert haben Weil ich gesagt hab frische Sachen gehören dahin Es gehört Obst, es gehört Gemüse Dahin Vollkornbrot also alles was wirklich auch nachhaltig ist Und nicht von diese fertigen Cornflakes und Nutella.

01:01:49: und was das da alles ging Haben sich die Elter beschwert.

01:01:52: Das ist altes Yo Ja, das war schon am Anfang, weil es ganz, ganz schwierig.

01:01:58: Und als ich mich getraut habe in einem Vortrag zu sagen bitte gebt euren Kinder keine Coca Cola, da ist ein Zuckerpurt drin und das putzt auf und die können sich nicht konzentrieren.

01:02:11: Das waren ganz schlimme Abend für mich, weil ja, das gab gar keine Einsicht.

01:02:18: Ich war da so verdutzt, dass ich auch nicht die richtigen Worte gefunden habe zu sagen Hallo einfach runter kommen.

01:02:26: Ich will hier niemandem was verbieten!

01:02:27: Ich will einfach nur sagen wie ihr euren Kindern helfen können.

01:02:31: Also es sind immer Wege die gegangen werden müssen aber das weißt du ja auch.

01:02:35: Ja ja das ist eben ganz schwierig.

01:02:36: und was ich auch zum Beispiel sehr problematischen Schulen neben diesem Ernährungsfaktor finde weil sie geben denen ja heute auch immer diese Fertigriegel und sowas mit wo auch viel Zucker drin ist ist die Frage Bewegung.

01:02:46: Heute wird ihm viel zu schnell, finde ich eine Analyse gemacht, dass ein Kind ADAS hat als das stattdessen mal einfach die zehn Minuten rumrennen können oder sowas.

01:02:56: Das find' ich im Riesenproblem.

01:02:58: Also ich bin der Meinung, dass diese Erkrankungen eine Modeerkrankung sind und da gebe ich dir absolut recht, dass es auch viel zu früh diagnostiziert wird viel zu früh Medikament höchst behandelt wird.

01:03:16: Das ist ein ganz, ganz großes Thema und da glaube ich halt auch wieder wenn es ältere Menschen gibt die sich um die Jüngeren kümmern, im Winter auf die Eisbahn gehen oder mit ihnen wirklich rausgehen und zugucken, wie sie Fußball spielen.

01:03:36: Oder sei es noch auf dem Spielplatz

01:03:38: gehen?

01:03:38: Oder auf den Spielplatz rausgehen.

01:03:41: Dann ist das eine andere Geschichte als wenn Sie zu Hause alleine vor Ihrem Computer sitzen.

01:03:47: Das ist ja ein Riesenthema.

01:03:48: ich glaube wir ahnen überhaupt nicht was diese Art des Lebens für junge Menschen tatsächlich alles macht.

01:03:58: deswegen braucht es starke, starke Stimmen und auch viel Aktivität dem in irgendeiner Form einfach ein Gegenbild aufzusetzen.

01:04:12: Also ich frage mich auch was werden das für Erwachsene und Manager wenn nicht mehr jetzt diese Kinder und diese Bewegungslosigkeit da manchmal feststellen?

01:04:20: Das finde ich auch faszinierend weil ich denke da wächst etwas ran was sich gar nicht so einschätzen kann wie das dann hinterher aussieht?

01:04:31: Also was doch auch ganz klar ist, also mir geht es so.

01:04:33: Ich weiß nicht ob's dir ja auch so geht und da gibt bestimmt auch ganz viele Menschen die das auch so erlebt haben.

01:04:38: gerade in der Bewegung bin ich am kreativsten.

01:04:42: Da fallen mir die besten Dinge ein.

01:04:44: Dann gehe ich dann nach Hause.

01:04:45: entweder gehe ich gleich als Telefon oder überleg erst nochmal und schreibe das dann auf, ob das wirklich sinnvoll ist zu telefonieren.

01:04:52: aber das haben sie gar nicht mehr.

01:04:54: Also mir gehts auch so, ich schwimme jeden Morgen schwimme und dann gucke ich mir die Gegend an, und dann denke ich immer ach da fällt mir das und dass und das ein.

01:05:05: Es geht mir ganz genauso.

01:05:06: ja

01:05:06: also wir haben jetzt irgendwie schon auch ein bisschen düsteres Szenario aufgezeigt.

01:05:13: es gibt aber... es gibt Positives natürlich!

01:05:16: Und da sollten wir unbedingt hinkucken, da sind wir älteren auch wieder gefragt warum lohnt es sich für dich eigentlich an die Zukunft?

01:05:25: zu glauben.

01:05:26: Und was bringt die Zukunft denn auch positiv?

01:05:29: Da

01:05:30: muss ich dann noch mal Cradle to Cradle erwähnen, allein wenn ich diesen Kongress erlebe wo diese tausend Menschen sind in der Regel, die aus der ganzen Bundesrepublik aus Schweiz und Österreich kommen.

01:05:44: Wir wollen einfach einen positiven Fußabdruck hinterlassen und nicht ein weniger schlechter.

01:05:48: Also wir reden ja immer davon, wie wird es weniger schlecht sein?

01:05:51: Das ist der falsche Ansatz!

01:05:52: Du wirst doch positiv für die Welt sein, positiv für deine Kinder sein.

01:05:56: Und wenn dann die vielen tollen Beispiele, wo Firmen etwas gemacht haben oder die vielen tollen Beispiele, wo die gruppen... Und da sind viele junge Leute dabei was mich immer besonders freut dass sie sagen Ach Gott sei Dank, endlich mal eine Initiative die sich für was Positives einsetzt und nicht nur gegen etwas.

01:06:11: Das ist ja immer der Punkt!

01:06:12: Nicht nur gegen was sein sondern für etwas sein.

01:06:16: also dass wir gehen immer alle so beschwingt aus diesem Kongress raus weil einfach wie ihr immer gehört haben uns gegenseitig bestärkt haben was alles irgendwo positives läuft.

01:06:27: und das macht mich eigentlich immer ganz froh.

01:06:29: und wenn ich meine Enkelkinder angucke die eben sich bewegen rumrennen und die dann abends auch müde ins Bett fallen, was ich dann auch toll finde.

01:06:39: Wie

01:06:39: alt sind deine Engelkinder?

01:06:40: Fünf drei und eins.

01:06:41: Okay.

01:06:43: Mit dem siebenjährigen kannst du mit ihm schon richtig diskutieren.

01:06:45: Kann

01:06:45: ich schon richtig reden der fragt auch wirklich viele interessante Sachen.

01:06:48: übrigens der fünfjährige Frage mit dem gehe ich ja schwimmen.

01:06:51: Das ist ja der Loch Apfelgenießer.

01:06:54: Ja genau

01:06:55: mit der fracht auch immer schon viele Dinge.

01:06:57: aber der Siebenjährige mit dem kann man richtig intensiv diskutieren.

01:07:03: Also der ist auch sehr interessiert und ist natürlich auch ein bisschen überfordert von der Welt, was da so passiert.

01:07:10: Berlin als dieser Stromausfall war mit diesen Anschlägen und dann fragte er mich ja, was haben wir für Feinde?

01:07:16: Und wo sitzen die und was machen sie und so?

01:07:20: Mit ihm darüber zu diskutieren es schonen Länder gibt, die sowas wie Cyber-Eingriffe machen und solche Geschichten... ist schon schwierig zu vermitteln auf der einen Seite, aber andererseits will ich Ihnen das auch nicht vorenthalten.

01:07:32: Ich versuche das dann möglichst auch zu erklären und ich habe immer den Eindruck ernehmt davon auch was mitten ist zwar auch nicht nur positiv für ihn, aber ich sage du wir versuchen dass auch alle gut zu managen und zu händeln und da tragen wir alle zu bei und als jeder auch gefragt.

01:07:52: Das ist glaube ich ja auch ganz wichtig informiert werden, dass sie informiert sind.

01:07:57: Aber dass Sie halt auch erfahren was man, was man Positives tun kann.

01:08:03: und das ist auch so.

01:08:04: eine Frage an dich Was würdest du denn den jungen Menschen gerne mitgeben?

01:08:12: Was die machen sollen damit dieses also ja dann mit wir noch Ein schönes Leben hier auf diesem wundervollen Planeten haben.

01:08:21: Na

01:08:21: ja, das ist ja das wo auch sagen wir unsere Enkelkinder eigentlich ein positives Beispiel haben weil ihre Eltern sind eben bei Cradle to Cradle NGO Das heißt die machen genau die Bildungsarbeit Die machen die positiven Sachen das kriegen sie ja mit.

01:08:35: also unsere Eltern machen was Positives und ich sage immer Sie sollen sich engagieren irgendwo in irgendeiner Initiative, aber sie wollen zumindest wählen gehen.

01:08:48: Also nicht sagen also Politik ist vollkommen uninteressant denn Demokratie ist auch so ein wertvolles Gut was auch sehr gefährdet ist.

01:08:56: und viele Leute sagen ach es doch sowieso egal wer da oben ist die machen ja eh alle das gleiche dass es eben nicht.

01:09:03: man muss ich auch einbringen und man muss auch leute unterstützen die sich engagiert Und gerade im kommunalen Bereich ist ja wahnsinnig viel ehrenamtlich und wie viele Leute dort angegriffen werden, das finde ich vollkommen irre.

01:09:17: Und dann zu sagen ja die müsst ihr mal unterstützen also da müsst ihr auch vielleicht auch selber als Jugendvertreter mit rein gehen oder... Müsst auch da Leute unterstützen, die sich engagieren.

01:09:30: für euch.

01:09:31: Geht mal zum Abgeordneten, frag den was und so.

01:09:35: Also sie auch mit Demokratie in Verbindung bringen.

01:09:38: das finde ich wahnsinnig wichtig.

01:09:39: Passiert es denn?

01:09:40: Werden denn Kinder in normalen Haushalten tatsächlich dann in Familien damit darüber informiert dass sie sowas machen können?

01:09:55: Das muss die Schule machen und ich habe zum Beispiel, als ich Abgeordnete war immer in Schulen angeboten.

01:10:02: Wir haben da vom Bundestag auch so kleine Grundgesetze, kleine Büchlein einen Tag des Grundgesetzes zu machen und einfach mal darüber zu sprechen und dann eben die Möglichkeiten aufzuzeigen.

01:10:12: Und natürlich gibt es in den meisten Kommunen ein Jugendstadtrat oder es gibt auch die Möglichkeit für Bürger an einer Sitzung teilzunehmen und Anträge zu stellen oder etwas einzubringen und das einfach zu machen oder abgeordneten Sprechstunde zu besuchen.

01:10:26: Und das empfehle ich eben auch immer vielen Leuten, weil jeder der da hinkommt repräsentiert gedacht tausend Leute, weil vieles ja nicht tun aber die Tausende, die da gedacht hinter stehen haben eine ähnliche Meinung oder gleiche Meinungen und das nehmen die Abgeordneten sehr ernst.

01:10:43: Das muss man einfach sich klarmachen dass man nicht hilflos ist und dass man die eine Stimme schon was wert ist

01:10:50: Aber Er erreicht es denn überhaupt?

01:10:54: Die Kinder, die Jugendliche.

01:10:56: Das ist so.

01:10:58: eine Möglichkeit gibt sie.

01:10:59: also.

01:10:59: ich habe irgendwie schon leider ein relativ düsteres Bild wenn ich einfach denke die gehen in der Schule sitzen Sie ihre Zeit ab sitzen alleine schon.

01:11:10: das

01:11:10: ist ein Problem dass ich

01:11:12: Riesentheber.

01:11:12: dann gehen sie nach Hause und sitzen weiter vor ihrem Computer.

01:11:16: da ist doch eigentlich überhaupt gar kein Raum und keinen Platz mehr um wirklich an diese Jugendlichen und an diese Kinder irgendwie dran zu kommen.

01:11:26: Das hängt

01:11:27: natürlich ein bisschen vom Engagement der Lehre unter Schule ab, aber ich kann nur appellieren dass die Schüler und die Lehrer das auch nutzen.

01:11:41: also es gibt ja auch Lehrer die machen Klassenfahrten zum Beispiel nach Berlin oder zum Landtag hier.

01:11:47: Das ist das erste Mal, dass die Jugendlichen damit konfrontiert werden.

01:11:52: Ich merke immer, wenn eine witzige Begebenheit war bei der Weltmeisterschaft.

01:12:00: Da hatte sich eine Schulklasse angemeldet und exakt in der Zeit als Deutschland spielte sollten sie mit mir ein Gespräch haben.

01:12:08: Und da waren die natürlich genervt, ist ja klar.

01:12:11: Dann hab ich gesagt, kurze Hand kommt alle in mein Büro.

01:12:14: das war zwar wahnsinnig eng.

01:12:15: wir setzen uns jetzt hier alle vor dem Fernseher und gucken gemeinsam das Spiel an.

01:12:18: Da waren die Lehrer natürlich entsetzt.

01:12:21: Die sind dann in der Zeit in die Kantine gegangen.

01:12:24: Aber ich habe damit den Schülern gesessen und dann hatten wir auch durchaus noch ein gutes Gespräch.

01:12:28: und ich meine solche Sachen Zürich Angebote muss es immer wieder geben oder gibt es ja auch.

01:12:33: von jedem Abgeordneten gibt es diese Möglichkeiten.

01:12:35: Jeder hat das Recht Klassenfahrten zu organisieren und das muss man nur wahrnehmen.

01:12:39: Und da appelliere ich natürlich auch an alle, die vielleicht jetzt auch hier zuhören, die sie kennen auch zu informieren und dass nochmal als Angebot auch darzulegen.

01:12:49: Also ich denke immer noch... Ich bin immer noch bei den jungen Leuten, die aufgrund dieser ganzen KI-Entwicklung sich fragen was ist meine Aufgabe eigentlich noch in dieser Welt?

01:13:07: Und ich denke, es gibt so viel zu tun.

01:13:13: Aber das müssen die wissen!

01:13:14: Weil da ist auch eine Hoffnungslosigkeit da.

01:13:19: Ja und nein.

01:13:20: Es gibt natürlich jetzt ne Tendenz wieder, die ich sehr schön finde dass Leute sich mehr um Handwerk bemühen.

01:13:26: Das war ja mal ne Zeit, dass alle meinten sie müssten studieren selbst wenn sie überhaupt keine Fahre, keine, sagen wir mal nicht Kompetenz würde ich nicht sagen... Veranlagung dafür haben.

01:13:37: Es gibt ja Leute, die sind einfach manueller.

01:13:39: Das ist jetzt wieder im Kommen sag ich mal was ich sehr schön finde denn die Handwerker werden nicht durch die KI ersetzt werden können.

01:13:47: Gott sei Dank!

01:13:48: Gott

01:13:48: sei dank finde ich auch und das kommt gerade wieder und da freue ich mich sehr darüber dass das auch wieder eine mehr größere Wertschätzung, größere Akzeptanz und größere positive Resonanz bekommt.

01:14:02: Das ist das eine.

01:14:03: Das zweite ist, was ich ja vorhin schon gesagt habe, wenn wir nicht aufpassen, dann brauchen wir die pünztliche Intelligenz weil wir selber verdummen und uns versäuchen.

01:14:14: Und das glaube ich auch noch ein wichtiges Thema, dass wir daran arbeiten also dieses Umweltthema, das Klima-Thema nicht deswegen jetzt weg ist nur weil es gerade nicht attraktiv ist sondern dass wir sagen, genau deswegen müssen wir daran arbeiten und mit der Hitzewelle die wir jetzt hatten.

01:14:29: Und die auch wiederkommen wird sehen doch alle das das eine reale Gefahr ist und es nicht erfunden ist oder so.

01:14:36: Und dass wir alles was dafür tun müssen.

01:14:39: Die Hoffnungslosigkeit kann ich nicht so unterstützen weil jeder kann etwas tun.

01:14:45: In dem Moment wo du was tust fühlst dich auch besser.

01:14:47: Es geht ja einfach einen positiven Effekt für einen selber wenn man was tut wenn man nicht hilflos da sitzt.

01:14:54: Das finde ich ist ja auch noch etwas, was man lernen kann dadurch und das können wir auch vermitteln mit unserem Netzwerk.

01:15:00: Dass wir dann irgendwann etablieren werden aber genau dass es aktiv werden, das ist ja ein Thema für die älteren Leute.

01:15:11: Das stimmt, das is richtig!

01:15:13: Was würdest du denn gerne Menschen sagen, die jetzt zuhören in unserem Alter?

01:15:18: vielleicht auch zehn Jahre älter, zwanzig Jahre ältern die irgendwie auch sagen oh was weiß ich denn?

01:15:24: Was soll ich dann tun?

01:15:26: oder die auch jünger sind und sagen was mache ich denn wenn ich vielleicht in Rente bin.

01:15:32: Naja ich meine ich sagte ja vorhin schon wir würden im Land zusammenbrechen wenn es kein Ehrenamt gäbe.

01:15:39: also das ist zum Beispiel ein ganz wichtiges Thema relativ kleinen Dingen an, also was jeder machen kann wenn er nicht sich eine große Aufgabe nehmen will ist zum Beispiel im Seniorenheim vorlesen oder irgendetwas da tun weil das fehlt.

01:15:55: Das können die Kräfte gar nicht leisten.

01:15:57: und das finde ich so etwas wo ich sage dass es befriedigend und es trotzdem für jeden leistbar Was du auch gesagt hast, sich anbieten für die Nachbarschaft vielleicht mit den Kindern mal rausgehen.

01:16:10: Dass die Mutter vielleicht einfach mal eine Stunde Zeit hat für sich selber oder Mal Gymnastik machen kann oder was auch immer.

01:16:17: ja Also da gibt so wahnsinnig viel was eigentlich machbar ist und es gibt auch ganz viele Leute, die eigentlich sowas vermitteln.

01:16:27: Ob das die AWO ist oder die freiwilligen Agenturen oder Arbeiterwohlfahrt oder eben die frei willigen Agentur.

01:16:34: Es gibt genug Anlaufadressen, die sowas auch vermittlen.

01:16:38: Ist nicht so dass man jetzt hilflos dastehen sagt aber ja wohin soll ich mich wenden?

01:16:43: Und einfach vielleicht mal wieder bei dem Nachbarn klingeln und oder mal zum Kaffeklatsch einladen kriegt man ja ganz viel mit was da los ist.

01:16:50: Ich kann mir auch mal überlegen ob man sich in der eigenen Familie sichtbar machen kann.

01:16:57: Hallo, ich bin da und werde nicht nur eine Stunde irgendwas mache für euch oder also das auf jeden Fall am Leben auch wieder teilnehmen und sich nicht verstecken und nicht einfach nur da sitzen und warten dass die Zeit zu Ende geht weil es ist einfach doch so furchtbar.

01:17:18: aber das

01:17:19: kann ich mir gar nicht vorstellen.

01:17:20: ehrlich gesagt Also ein Zeit ohne Aktivität, kann ich mir nicht vorstellen.

01:17:27: Das heißt du wirst auf jeden Fall dein Leben lang so lange es geht in irgendeiner Form?

01:17:34: Ja also ich meine meine größte Angst ist eigentlich nicht der Tod selbst sondern dass sich eben körperlich so eingeschränkt bin das ich einfach viele Dinge nicht mehr machen kann.

01:17:44: und das würde mich schon sehr treffend muss ich sagen

01:17:50: Machst du dir Gedanken darüber, was wäre wenn?

01:17:53: Ja ich hab überlegt manchmal so ja ... Was kann denn eigentlich passieren.

01:17:57: Jetzt hatte ich ja nun schon diese

01:17:59: Netzhautablösung

01:18:01: und Schüfte und was kann denn noch passieren?

01:18:03: also man hat ja immer mal so Zipperlein aber die Zipperlein kriegt man ja immer wieder weg.

01:18:08: Aber es kann natürlich irgendwas anderes passieren das weiß ich nicht.

01:18:12: Und Also Ich wünsche mir eigentlich dass ich nicht lange irgendwie untätig rumliegen muss oder sowas, sondern dass es dann auch also entweder schnell zu Ende geht.

01:18:23: Oder?

01:18:26: Ja das ist wieder besser mit eins von beiden aber da mache ich mir schon Gedanken darüber wie ich das selber managen kann.

01:18:35: Das ist ja immer die Frage der Kontrolle, die man so selber hat.

01:18:38: Genau!

01:18:38: Also das ist glaube ich auch so schwierig.

01:18:40: Wie machst du das denn als Ärztin?

01:18:44: Ich wünsche... uns allen, dass wir ein ganz kurzes Leiden haben.

01:18:50: Und dafür mache ich halt nicht alles aber sehr viel.

01:18:56: und ich glaube du machst auch viel oder?

01:18:59: Was machst Du um fit zu bleiben?

01:19:02: Ja wie gesagt, ich mach jeden Morgen drei Viertelstunde irgendwelche Gymnastik den Übungen

01:19:07: usw.,

01:19:08: gehe schwimmen, versuche einen bis zweimal die Woche auch Krafttraining zu machen.

01:19:14: Das kaffe ich nicht regelmäßig, muss ich gestehen.

01:19:16: Würdest

01:19:17: du gerne unterstützen genau das regelmäßig tatsächlich einzubauen?

01:19:21: Ich weiß, aber jetzt war es so weiss für die beiden Tage als ich letzte Woche gehen wollte was so heiß und ich musste erst mal zwanzig Minuten mit dem Fahrrad hinfahren.

01:19:30: und dann habe ich gedacht also ist da auch heiß und bei der Hitze gehst du lieber gar nicht aus dem Haus.

01:19:37: Dann bin ich einfach zu Hause geblieben.

01:19:39: Gut sind ja auch Ausnahmen.

01:19:40: Ja, und

01:19:44: also da habe ich gedacht ist dann der Kreislauf vielleicht doch mehr gefährdet wenn ich mich dahin bewege als wenn ich sozusagen dann einfach mal ruhig drin bleibe.

01:19:54: Also du schwimmst?

01:19:55: Du machst Übungen,

01:19:56: gehst

01:19:56: zum Krafttraining.

01:19:57: Also es tut mindestens zweimal in der Woche ins Kraft-Training zu gehen was hervorragend ist.

01:20:03: Was machst

01:20:05: du noch?

01:20:07: Läufe ja relativ viel, weil ich eben das meiste mit öffentlichen Verkehrsmitteln mache.

01:20:12: Das heißt, ich laufe zur Bahn oder fahre mit Fahrrad zur Bahn.

01:20:18: Laufe dann wenn ich in Berlin Termine habe natürlich zwischen den Terminen, zwischen den Verkehrsmittel.

01:20:23: also ich komme immer über zehntausend Schritte.

01:20:24: Also das ist nicht mein Problem.

01:20:27: einfach durch normale Aktivität, ne?

01:20:30: Durch normale Sachen die man so macht.

01:20:35: Das ist es ungefähr

01:20:36: eine Nährung.

01:20:37: Ach so, Ernährung meinst du jetzt?

01:20:39: Ja ja.

01:20:40: Ernährungen, also wir kaufen eigentlich nur Bio, nur frisch, wir kochen frisch...

01:20:46: Was antwortest Du den Leuten die sagen ja ihr könnt euch das ja leisten?

01:20:50: Nein es gibt auch beim Aldi und beim Lidl und sonst was gibts.

01:20:54: bio und ich habe das wirklich immer verglichen ist teilweise gleich teuer manchmal sogar billiger.

01:20:59: Es gibt sogar Sachen die sind billiger.

01:21:01: Also in Möhren oder Kartoffeln kannst Du auch auf

01:21:02: ein weniger Druck.

01:21:03: Kannst Du nochmal aus Deiner Sicht als Umweltministerin AD und als Greenpeace-Aktivist, den Gründerin all das was du dein Leben lang gemacht hast.

01:21:18: Sagen warum Bio so Wichtig ist für uns.

01:21:22: Kannst du das bitte mal machen?

01:21:24: Ja, also es gibt natürlich drei Elemente warum bio wichtig ist.

01:21:27: Also erstens das allererste was jetzt wichtigste finde schmeckt besser weil es einfach die vollen Aromen hat.

01:21:32: Wie

01:21:32: wunderbar!

01:21:33: Das ist das allerwichtigste.

01:21:34: Das sind die sekundären Pflanzenstoffe im übrigen und da machen ganz viel Gesundheit in unserem Körper immer nebenbei.

01:21:40: Also ja

01:21:41: das ist aber finde ich ein ganz wichtiges Argument dass man sagt es schmeckt einfach nach gar nichts.

01:21:47: Es gibt so viele Sachen die schmecken nach gar nix.

01:21:50: Der Boden wird dadurch besser erhalten, weil die Bodengesundheit ist wahnsinnig wichtig und der Boden wird ja abgetragen ständig.

01:21:58: Selbst bei Bio wird der Boden noch abgetragend und deswegen brauchen wir Kompost.

01:22:02: Und der Kompos wird eben natürlich im Biolandbau auch wieder gemacht und auch wieder eingesetzt und das ist auch ein ganz wichtiges Element.

01:22:10: Das Dritte ist, dass natürlich die Vielfalt in einem Imbiolandbau eine größere ist dem Wasser und den Boden nicht so auslaugt, wie das doch passiert wenn du eine Monokultur hast.

01:22:26: Und natürlich dann eben auch die Pestizide und Funkezide und was du da alles einsetzen nicht brauchst, die natürlich auch die pest sind ist ja klar.

01:22:37: Bitte!

01:22:38: Und dazu möchte ich einfach sagen egal wie alt ihr seid und wenn ihr neunzig seid eigentlich sofort auf... Bio umstellen.

01:22:46: Und es gibt keinen Grund, gerade die Hülsenfrüchte sind so günstig, sie sind viel günstiger als jedes jedes Fleisch oder Milchprodukte oder irgendwas und das ist so ein wertvolles...

01:22:59: Und selbst wenn du Milch Produkte nutzt?

01:23:00: Es ist da besonders wichtig dass man Bio benutzt weil eben grade in den Milch-Produkten sich die Schadstoffe besonders anreichern in Fett also Butter zum Beispiel oder Eier.

01:23:11: deswegen ist da Bio noch besonders wichtig weil man da eben die ganzen Schadstoffe auch nicht mit hat.

01:23:16: Und es ist nicht so, also ich gucke mir das regelmäßig an, auch preismäßig.

01:23:21: Es gibt genug Produkte wie gesagt auch Eier oder sonstige Sachen, die preislich so sind dass man sich die auch leisten kann.

01:23:29: und ich finde zum Beispiel wenn Leute sagen ja aber das Fleisch ist so teuer oder so.

01:23:34: Also erstens man braucht auch nicht Dauernfleisch.

01:23:37: Ich bin ein großer Freund des Sonntagsbratens.

01:23:39: einmal die Woche schönes Fleisch und dann kannst du Reicht da ein kleines Stück einfach für den Geschmack?

01:23:45: Man muss ja nicht so viel haben.

01:23:47: Und dann nimmst du eben nur die Hälfte und dann kannst du das auch im Bio leisten, und man muss ja nie jeden Tag Fleisch essen.

01:23:54: Die anderen Sachen also Gemüse und sonst was ist meistens der gleiche Preis.

01:23:57: oder natürlich gibt es mal Sachen die teurer sind aber es gibt immer Sachen die gleich teuer oder billiger sind.

01:24:03: Du hast vorhin gesagt Es wird gar nicht mehr gekocht.

01:24:05: Es gibt große Küchen

01:24:07: usw.,

01:24:07: Aber in den Küchen findet gar nichts mehr statt weil keiner weiß wie gekoacht werden soll.

01:24:12: Ähm, kochst du?

01:24:14: Ja.

01:24:15: Und mein Mann kocht natürlich eigentlich viel mehr, der ist ja Chemiker von Haus aus, kocht auch viel besser und viel vielfältiger als ich, weil er immer... Keine

01:24:21: Männer, gar!

01:24:21: Dass sie ihn besser kochen.

01:24:23: Der macht sechs Sachen gleichzeitig, wer dich eine mache, ja.

01:24:26: Aber wir kochen meistens zusammen und ich mach da meistens die Salate und er macht die anderen Sachen so.

01:24:32: Also dann ziehst Du das wirklich durch mit dem Kochen?

01:24:34: Ja also ich koche auch für mich selber wenn ich alleine zu Hause bin, koche ich auch.

01:24:38: Ist auch nur mal ein Thema.

01:24:39: Vieler kochen nichts an Essen oder Brot, ich weiß.

01:24:42: Genau.

01:24:43: Also ich kenne auch genug Leute, die essen jeden Tag Brunnen.

01:24:45: Ich würde wahnsinnig, wenn ich immer im Rot essen ist.

01:24:47: Weil der Körper schafft das nicht?

01:24:49: Weil der Körper braucht ganz viele verschiedene Dinge und nur wenn er alles hat was er braucht und das nur im Minimum dann kann da funktionieren und dann kann er auch wieder reparieren.

01:25:00: Das ist ja auch das Spannende.

01:25:02: also es geht ja nicht darum dass er funktioniert sondern mit all den Sachen, die ihr braucht und das findet ja eine vollwertbasierten pflanzlichen Ernährung.

01:25:11: Findet er alles?

01:25:13: Dann kann er wirklich auch reparieren und wieder gesund werden – und das zu jeder Zeit!

01:25:18: Also ich finde interessant, dass du das nachgefragt hast.

01:25:20: Weil für mich das so selbstverständlich ist und ich das ja nicht erst neu mache sondern eben seit Jahrzehnten Und wie du das auch sagtest also hier ist immer den Kindern vorgelebt haben die machen es alle Die können alle toll kochen.

01:25:30: also mein Sohn hat auch immer toll gekocht.

01:25:31: Ich fand's immer so ganz rührend wenn ich freitags aus dem Bundestag kam Dass er dann manchmal für mich gekochte hat Das fand ich immer ganz süß.

01:25:39: Also das können die alle Mann natürlich auch immer so geduldig war mit ihnen schon, als sie ganz klein waren.

01:25:46: Dass die da einfach schon geschnibbelt haben und sowas.

01:25:49: Und dadurch können die das auch alle

01:25:52: nach.

01:25:52: Wir geben es dann auch weiter?

01:25:54: Wir geben's weiter!

01:25:54: Und wie gesagt, die Kleinen mögen das inzwischen auch gerne.

01:25:57: Die stehen dann auch an dem Brett auf zum Hocker und schneiden irgendwas.

01:26:03: Also was mich... Ich spring jetzt, ich weiß aber ich hoffe ihr verzeiht mir das und du mir auch.

01:26:12: Echt aufgewühlt bin, wenn ich daran denke.

01:26:15: Dass das Kochen in der Schule nicht mehr gelehrt wird... Ja, da

01:26:18: hast du recht!

01:26:19: Das empfehle ich auch so.

01:26:19: Es kann

01:26:20: doch gar nicht sein.

01:26:21: oder was ich immer ziemlich blöd fand war dass die Jungs haben Werkstattkunde gehabt und die Mädels haben Hauswirtschaft und Kochen gehabt.

01:26:31: Man könnte das ja alles in ein Pott schmeißen.

01:26:34: Abwechseln

01:26:35: machen, einmal kochen und einmal

01:26:36: werden?

01:26:36: Genau!

01:26:36: Und könnte sagen hey es gibt zweimal in der Woche gibt's einmal wir kochen zusammen, einmal wir basteln oder machen Stuhl oder was weiß ich oder bohren Löcher oder irgendwas.

01:26:49: warum bitte nicht?

01:26:51: Ich verstehe es nicht.

01:26:53: Es gibt so viel meines Erachtens Dinge die gelehrt werden Was man sowieso gleich wieder vergisst und was man nicht braucht aber ordentlich zu kochen.

01:27:03: Das ist doch, das ist doch was ...

01:27:06: Sorylina macht das ja die macht wirklich so in Schulen solche Kurse aber sie kann natürlich alleine auch nicht so viel machen.

01:27:12: Aber ich finde es gut dass sie da so eine Initiative gestartet hat.

01:27:15: Ja aber da kann man doch zum Beispiel Social Media ist ja nur mal das wo die ganzen jungen Leute irgendwie auch drauf hüpfen wenn man das Das ist vielleicht ein falscher Begriff in dem Zusammenhang.

01:27:29: Aber wenn man so was echt sexy darstellen könnte, dass die jungen Leute da auch sagen hey klar das es zu einem Trend wird, dass es zu einer Bewegung wird wie es ja mit einigen Sachen immer mal wieder gelingt, das wäre doch... Wobei

01:27:44: gerade getriebenweise eine läufige Trends ist.

01:27:47: Junge Leute sind wieder in den Rauchen zum Beispiel weiß ich gar nicht verstehe Wie kann das eigentlich passieren?

01:27:52: Dass sie wieder anfängen.

01:27:54: Ich

01:27:54: war so froh, dass das weg war Und dass junge Leute das nicht gemacht haben, ist gerade wieder ein Trend.

01:28:00: Das ist natürlich durch das Weipen entstanden weil dann so vermittelt wurde, dass sei angeblich gesünder was natürlich Quatsch ist.

01:28:07: Überhaupt nicht ganz?

01:28:09: Natürlich nicht!

01:28:10: Aber das ist dadurch irgendwie glaube ich wieder gesellschaftsfähig geworden.

01:28:15: Also solche Trends einfach gegenzuwirken und andere zu setzen ist natürlich etwas Wichtiges.

01:28:20: Können wir vielleicht auch helfen mit unserem Netzwerk?

01:28:22: Ja

01:28:22: genau also da können Ich glaube, da können wir ganz viel bewegen.

01:28:27: Und wir können natürlich auch ein paar junge Leute reinholen.

01:28:29: Ja klar!

01:28:30: Also nicht nur wie ihr Alten sondern gemeinsam mit... Das machen wir dann gleich.

01:28:37: Dann kommst du heute gar nicht mehr pünktlich nach Berlin.

01:28:41: Aber trotzdem ich habe keine Ahnung was los.

01:28:43: ist es mir auch egal weil ich will dir schon noch ein paar Fragen stellen und ich hoffe für dich auch in Ordnung.

01:28:52: Worauf freust du dich denn in den kommenden Jahren?

01:28:57: Also ich freue mich, dass wir umgezogen sind.

01:29:00: Dass wir uns dadurch von Ballast befreit haben.

01:29:04: also man sammelt ja in so einem Haus wenn man drei Kinder hat auch alle möglichen Sachen an die ich finde die man nicht braucht.

01:29:12: mein Mann ist der andere Meinung er würde eigentlich am liebsten alles aufheben.

01:29:15: Der hat dann ganz viel in ein lager gepackt.

01:29:18: Ich bin froh das sich jetzt sozusagen ein neues Haus habe, wo eben nur die notwendigen Dinge immer noch teilweise zu viel aber auch nur die notwendige Dinge drin sind und dass ich das genießen kann.

01:29:30: Und dass sich jetzt direkt am Park und direkt am Wasser wohne so dass ich eben immer schwimmen kann.

01:29:35: also ich bin jemand der springt einfach gerne morgens in ein freies Wasser also nicht schwimmbad sondern in frei ist.

01:29:41: Auch im Winter?

01:29:42: Auch im winter ja.

01:29:43: Das hast du gar nicht verraten!

01:29:45: Aber wie toll ist es denn?

01:29:46: Ja,

01:29:47: im Winter ist es wahnsinnig schön.

01:29:49: Im Winter sind natürlich nur so ein paar Minuten.

01:29:51: Klar

01:29:51: aber trotzdem... Außer

01:29:53: weil die Havel sogar zugefroren.

01:29:55: diesen Winter habe ich nicht reingeschmackt.

01:29:56: Also Loch hab' ich nicht gemacht!

01:29:58: Das machst du nächstes Jahr, dann gehst du wenigstens mal kurz mingen des Eiswassers.

01:30:02: Ja genau, das habe ich noch nicht gemacht.

01:30:04: Ich bin nicht mit dem Pickel los und habe da noch einen Loch eingeschlagen.

01:30:07: Aber als wir sozusagen geschmolzen waren war's ja immer noch kalt.

01:30:12: also da bin ich natürlich reingegangen So, und das da freue ich mich drauf.

01:30:17: Dann freue ich mir darauf auch die Enkelkinder zu begleiten wie sie größer werden und vielleicht ein bisschen mit damit zu beizutragen dass Sie nicht so eine Entwicklung nehmen von Jugendlichen wie wir gerade besprochen haben also dass sie keine AfD-Wähler werden, dass sie nicht rauchen diese Entwicklung weiter tragen, die sie im Moment finde ich ganz toll machen eigentlich.

01:30:42: Also die machen Sport, die essen Gemüse obwohl Kinder sind ja also kriegen es immer wird's vorgelebt und so weiter.

01:30:52: Da freue ich mich drauf, freue mich dann auch auf Gespräche weil ich denke man kriegt auch ganz viele andere Perspektiven mit.

01:30:58: das finde ich sehr toll.

01:31:03: gucke ich mal, was so kommt.

01:31:05: Ich meine, ich habe ja diverse Ehrenämter und werde sicherlich nicht alle ewig weitermachen aber es wird sicherlich nochmals anderes kommen als ergibt sich immer wieder etwas finde ich.

01:31:14: Manchmal kommt's auch auf mich zu und ich warte darauf dass die Sachen auf mich zukommen.

01:31:19: bislang sind sie immer auf mich zugekommen.

01:31:21: Ja das scheint mir auch so.

01:31:23: da hast du ja... Da hast du es ja einfach gehabt

01:31:27: Das würde ich nur wieder nicht sagen.

01:31:28: Das würde dich nicht sagen mit

01:31:30: dem Einfach Die wurden die Dinge schon vorgestellt und du konntest entscheiden, dass du das dann gemacht hast.

01:31:40: Dass es nicht einfach war.

01:31:42: Das ist ganz klar aber... Aber erst

01:31:43: mal dahin zu kommen war auch nicht so einfach weil ich komme nicht aus einer Familie also ich komm' nicht aus der bürgerlichen Familie die immer schon irgendwie mit Büchern und sonst was zu tun hatte.

01:31:56: selbst erarbeitet und vielleicht auch meinem Großvater verdankt, der mir immer vorgelesen hat.

01:32:00: Und deswegen finde ich auch so die Rolle von Großeltern so wichtig weil die Dinge machen können wo die Eltern keine Zeit zu haben.

01:32:07: wir waren auch vier Kinder Zuhause und wie gesagt mein Großväter hat mir vorglesen.

01:32:12: dadurch konnte ich schon fast lesen als ich in die Schule kam.

01:32:15: ja also das war ja anders als heute wo man so irgendwie mühsam die Dinge lernen muss.

01:32:30: Also es war nicht so, dass das alles von selber gekommen ist.

01:32:33: Aber vielleicht war ich auch mal neugierig.

01:32:36: Man muss glaube ich neugirig und offen sein um sich dann auch Chancen oder Dinge die sich ergeben auch wahrzunehmen.

01:32:46: Hatte dein Großvater ein lieblingsenkel Kind?

01:32:50: Na ja, sagen wir mal so.

01:32:51: Ich war lange alleine.

01:32:53: Mein nächstes Schwester ist sechs Jahre jünger und dadurch war ich natürlich lange alleine.

01:32:57: bis ich in die Schule kam, war ich alleine.

01:33:00: Ich habe irgendwo gelesen in einem Bericht von über dich da gibt es ja wirklich ganz viele dass dein Großvater dich im Gymnasium angemeldet hat.

01:33:09: Ja mein Vater wollte eigentlich typische Familie mit vier Mädchen, dass ich irgendwann heirate und er hat noch mit achtzehn probiert als ich Abitur gemacht habe mich an einen Sohn eines Bauernhofbesitzers zu vermitteln.

01:33:25: Und ich hab gesagt mein lieber Vater ich werde mir meinen Mann selber ausfuchen weil der meinte die Töchter müssen heiraten müssen versorgt sein.

01:33:34: und mein Großvater hat immer irgendwie gedacht, dass ich doch irgendwie ein bisschen Talent hätte.

01:33:40: und es gab bei uns in der Schule auch so Tests.

01:33:43: Und ich habe den Tester sehr gut bestanden.

01:33:45: für die Gymnasium-Empfehlung heißt das damals.

01:33:50: Dann hat mein Großvater dann meinem Vater gesprochen gesagt naja du musst doch zum Gymnasiums gehen.

01:33:55: er sagt was soll ihr auf dem Gymnasius?

01:33:56: Die heiratet ja doch!

01:33:59: Und dann hat er gesagt, ach wir gehen Sie mal anmelden.

01:34:01: und da hat er mich angemeldet.

01:34:03: Dann bin ich da auch gewesen.

01:34:05: Ich habe mich nie so wohl gefühlt weil das war schon in der Zeit eine Mädchenschule Schon ein bürgerliches Milieu wo ich eigentlich nicht so reingehörte Weil ich nicht so schicke Saffen hatte und nicht immer neue Schuhe und sowas alles.

01:34:19: Also ich habe mich nicht immer wohl gefühlt da, aber das hat vielleicht auch meine Aktivität heraus gefordert.

01:34:24: Ich dachte dann muss ich was tun und deswegen bin ich dann ja auch stellvertretende Schulsprecherin geworden, hab MST mit aufgebaut, hab einer Schülerin die neuen unserer Klasse kamen, mit der ich heute noch befreundet bin, dann Mathematik nach Hilfeunterricht gegeben weil ich da immer besonders gut war.

01:34:41: Da ist auch Mathematikk

01:34:42: studiert?

01:34:46: Das war dann für mich so ein Sprung einfach in eine andere Welt, weil die wirklich bürgerliches Haus waren.

01:34:54: Dann habe ich der Mathematik beigebracht und wir haben zusammen eben die Amnesty-Gruppe mit erwachsenen Menschen einem Kriminalkommissar oder einer Richterin gegründet.

01:35:06: Es war für mich schon eine gute Erfahrung, weil sollte ich bei einer Veranstaltung mal Vortragen über einen gefangenen und das habe ich nicht gekonnt, da habe ich einfach nur den Text vorgelesen.

01:35:17: Und dann habe ich gemerkt man muss eben Dinge anders erklären und beschreiben und so.

01:35:22: Das war eine Herausforderung für mich.

01:35:25: Man lernt ja auch durch Fehler oder durch Erfolge oder so.

01:35:31: Und die muss man aber aufnehmen.

01:35:32: Man muss auch die Neugier haben das zu wollen.

01:35:34: Das empfehle ich nur allen seit neugierig, seit offen fragt

01:35:42: fragt Stimmt.

01:35:44: Und in jedem Alter, nicht nur für die Jugendlichen.

01:35:48: Ich denke das ist auch gerade für ja auch für die alten Leute.

01:35:52: Fragen, Fragen,

01:35:52: fragen.

01:35:55: Hast du Freundinnen?

01:35:57: Ja!

01:35:58: Richtig, richtig

01:36:00: enge.

01:36:00: Also ich meine alle beste Freundin ist ja die, die gestorben

01:36:04: ist.

01:36:04: Das ist die Pastorin gewesen

01:36:06: und ich habe dann noch sagen wir eins zwei drei würde ich mal sagen die ich als gute Freundin bezeichnen

01:36:12: würde.

01:36:13: Mir Platz hat es auch nicht.

01:36:15: Also das verstehe ich gut, ist bei mir ganz ähnlich.

01:36:19: Ja?

01:36:22: Ich war dann zeitlang deswegen immer irritiert weil ganz viele haben gesagt oh ich habe so viele Freundinnen und sowas und ich hab's nie verstanden.

01:36:30: Das geht ja gar nicht.

01:36:31: Weil ich hab da kein Raum, keine Zeit dafür gehabt.

01:36:33: wenn ich ehrlich bin, habe ich drei.

01:36:36: Und die eine Freundin, die sehe ich einmal im Jahr aber ist meine Freundin denn mit der habe erlebt und gelebt.

01:36:45: Und jedes Mal, wenn wir uns sehen, dann sind wir so zusammen so eng als wäre gar keine Zeit vergangen.

01:36:51: Das geht mir so mit der Freundin, mit der ich Mathematik damals beigebracht habe.

01:36:55: Aber wir haben so über das Leben uns teilweise wenig gesehen weil sie hat dann auch bei der GEZ gearbeitet, die ja in der Nähe auch gewohnt.

01:37:04: Und ich war immer in Hamburg oder in der Welt unterwegs und sie war aber auch in einer Welt unterwegs.

01:37:09: Dann haben wir uns wirklich zufälligerweise auf dem Rückflug von irgendwo mal wieder getroffen, und haben gesagt, warum treffen wir uns eigentlich nicht einmal?

01:37:18: Wir hatten beide Kinder und dann ist man natürlich immer möglichst schnell wieder zu Hause wenn man noch beruhstätig und auswärts

01:37:24: ist.".

01:37:25: Ja, aber seitdem wir eben weniger machen und sie macht jetzt auf ihn ja.

01:37:28: Sie hat auch eben noch so ein Ehrenamt was die sehr in Anspruch nimmt und international auch ist.

01:37:34: Aber wir sehen uns jetzt wenigstens öfters Ist es auch nicht super oft aber so zwei drei mal im Jahr sozusagen.

01:37:41: Ich glaube das wichtigste an solchen Freundschaften ist dass man weiß wenn man jemandem braucht da ist auch jemand ja genau ist auch Jemandem und das glaube ich ist Was ganz ganz wertvolles und vielleicht sollte man manchmal auch zum Telefonhörer, und jemanden anrufen mit dem man ganz eng verbunden war.

01:38:07: Aber diese Beziehung hat sich vielleicht irgendwie verflüchtigt und der andere Mensch sehen sich genauso danach...

01:38:16: Ich habe so ein Versuch gestartet, ganz in sich.

01:38:19: Als wir jetzt umgezogen sind von Buchholz nach Potsdam,

01:38:22: habe ich

01:38:23: einfach meine Liste von Leuten die in dieser Umgebung wohnten mal durchgeguckt und alle angeschrieben haben gesagt, wir machen jetzt mal eine Einweihungsparty.

01:38:32: Und ich filme einfach alle Leute hier in der Gegend kenne, die ich aber vielleicht lange nicht gesehen hab dazu einladen.

01:38:38: Das habe ich gemacht und es sind fünfzig Leute gekommen!

01:38:41: Es war wirklich toll.

01:38:42: Wir haben einen wunderschönen Nachmittag und Abend verbracht, ich konnte jetzt nicht mit allen intensiv reden aber das war dann so dass wir gesagt haben aha!

01:38:49: Wir haben wieder Kontakt und können uns auch mal wieder so treffen wenn man erstmal den Andau aufgemacht hat.

01:38:56: Das fand ich richtig gut weil es ein neuer Ansatz war.

01:39:01: Da freue ich mich auch drauf dass ich jetzt mit denen teilweise wieder Kontakt habe.

01:39:04: Ich war auch verblüfft wer da gekommen ist von dem ich es gar nicht erwartet hätte.

01:39:09: Also was ich auch spannend gefunden habe, als du erzählt hast.

01:39:13: Dass ihr ja umgezogen seid und dass ihr euch von alten Sachen getrennt habt.

01:39:17: Das ist ja etwas richtig befreiendes.

01:39:19: Ja

01:39:20: das war wirklich befreundet, fand ich jedenfalls auch.

01:39:22: Und

01:39:22: geht's sein Mann jetzt damit auch so?

01:39:24: Dass er sich also diese Befreiung fühlt?

01:39:28: Sagen wir mal so... Er weiß ja, dass die Sachen dann noch im Lager sind.

01:39:33: Aha!

01:39:37: Die werden da auch vermodern, weil das Lager ist nicht beheizt und es ist feucht.

01:39:44: Und es ist vorwiegend Papier also seine Papiersachen und alte Bürosachen und so und auch Altebüro Möbel und auch Möbil noch von seinen

01:39:56: Eltern sein Leben.

01:39:57: Das steht da Und ich habe gesagt, wir müssen im Sommer mal hinfahren und es zumindest mal ordnen.

01:40:02: Aber ich glaube nicht dass er überhaupt irgendwie einen Nerv darauf hat da was zu ordnen Denn der hat noch nicht einmal sein Zimmer jetzt in unserer neuen Wohnung geordnet Also für sich so eingerichtet das ist funktioniert sage ich jetzt Mal sondern wenn er mit Telefonkonferenz hat oder sitzt entweder in meinem Büro oder im Wohnzimmer Und dann denke ich immer naja Ich bin froh dass wird das so organisiert haben.

01:40:27: ich hab's jedenfalls aus aus dem Blick und ich brauche auch nichts davon, außer da ist ein kleiner Raum.

01:40:32: Da habe ich meine Sachen die für meine Firma auf Bewahrungspflicht haben was auch sehr gut war weil ich hatte dann in so einem Prozess über eine Rückzahlung von einer von einem Bürokaution und da konnte ich dann die Unterlagen zu finden und dann hab' ich den auch gewonnen.

01:40:45: also das war gut dass sich das da hatte aber mehr habe ich dann nicht und ich bin da richtig froh drüber dass ich da so befreit bin.

01:40:53: Ich brauche eigentlich noch weniger Weil ich denke, wer will hinterher damit was anfangen?

01:41:00: Die Kinder werden es weg

01:41:01: tun.

01:41:02: Und es gibt keine Sachen außer vielleicht ein paar einzelne kleine Teile die so Erinnerungswert haben.

01:41:08: aber das ist es ungefähr.

01:41:09: Aber das sind ein paar Sachen und da braucht man ja nicht viel.

01:41:13: Kannst du trotzdem dein Mann so sein lassen wie er ist?

01:41:16: Ich habe das gelernt weil wir jeder unseren Raum haben.

01:41:21: Er kann ja in seinem Raum machen was er will Und dass alles jetzt im Lager ist.

01:41:26: In unserem alten Haus war es überall und das hat mich sehr genervt, muss ich sagen.

01:41:32: Ich habe dann immer angeboten, dass wir zusammen mal durchgehen und Sachen rollen – das will er aber nicht!

01:41:37: Er möchte nicht, dass irgendjemand sich damit beschäftigt außer ihm selbst und ich glaube, das wird nicht passieren.

01:41:43: Dann denke ich, es ist gut, dass bei einem neuen Haus einfach jeder unser Zimmer haben, ein Schlafzimmer oder einen Wohnzimmer und einer großen Küche und mehr brauchen wir auch nicht.

01:41:53: Und dann eben noch den Keller, wo ihm die Kinder mal schlafen können und so.

01:41:58: Sprech dir beide übers Alter werden?

01:42:00: Ja, sprechen wir!

01:42:03: Und er tut immer so als wenn er um zwanzig ist.

01:42:07: Er macht sein Programm weiter rund um die Uhr und fährt jede Nacht irgendwo mit einem Zug längs, wo ich immer denke also irgendwann... muss er wahrscheinlich auch erst mal

01:42:18: richtig aktiv.

01:42:20: Das Problem ist, als am neunten Februar immer rettiert war Professor Anna-Uni hat sich aber in dem letzten Jahr noch achtzehn Doktoranden geholt so dass er eben noch sehr viel Betreuung da macht und achtzehnt Und andere Leute lassen natürlich die Doktoranden mit der Emiratierung auslaufen, aber er hat sich sie zusätzlich geholt.

01:42:45: Ist auch eine Art mit dem Alter werden umzugehen?

01:42:49: Ja

01:42:49: richtig und ich habe eben gesagt wir sollten nochmal zusammen überlegen wie wir jetzt so die nächste Zeit gestalten.

01:42:58: Na ja, aber ich will jetzt erstmal so die ganzen Sachen für sich ein bisschen regeln und sortieren.

01:43:03: Und es wird bis Ende des Jahres dauern und dann können wir da mal drüber reden.

01:43:09: Lass ihn da einfach mal weil er muss das jetzt machen und es macht auch keinen Sinn wenn ich da dränge.

01:43:15: Dazu kennen wir uns gut genug.

01:43:20: Aber ihr redet nicht darüber was ist denn?

01:43:24: Irgendwann stirbt ja der eine früher als der andere, darüber sprecht den nicht.

01:43:30: Also das ist ja eher so nach dem Motto kommt man dann miteinander, kommt man da klar wenn der Andere stirbt?

01:43:37: Das ist die eine Phase.

01:43:40: und da sind wir beide glaube ich so dass wir sagen ja wir haben ein gutes Umfeld, wir haben auch gute Familie

01:43:47: usw.,

01:43:47: dass uns das nicht so belastet.

01:43:50: also ich glaube das ist nicht das Thema Und dass die Tatsache, dass wir jetzt auch näher an die Kinder ran gezogen sind natürlich auch wieder ein bisschen mehr Nähe bringen.

01:43:58: Ich sage immer, jetzt brauchen sie uns aber in zehn Jahren oder zwanzig Jahren brauchen wir vielleicht ziehen und das ist ja auch gut.

01:44:05: Dann sagt er Ja du hast ja ... Du hast ja recht.

01:44:09: Rational ist das alles richtig?

01:44:10: Er war mit dem Umzug nicht so begeistert oder von dem Umzuch nicht so begeistert, aber es lag eher dritt, dass er sich so in einer anderen Phase fühlte, daß er gar keine Lust hatte, sich jetzt mit auszutieren und sowas zu beschäftigen.

01:44:23: Aber ja, wir sind trotzdem da im Dialog und es ist ein Prozess würde ich einfach mal sagen.

01:44:33: Wie ist denn das bei euch?

01:44:34: Was macht ihr das denn?

01:44:35: Wir reden ganz viel darüber.

01:44:36: Wir reden wirklich ganz viel über.

01:44:40: Da ist ganz, ganz sicher dass es in irgendeiner Art weitergeht.

01:44:45: Ich bin zu neunundneinzig Prozent sicher das es nach diesem Leben auch noch weiter geht aber ich habe immer irgendwo so einen ganz leisen Zweifel noch in mir.

01:44:56: also wir sprechen ganz vieler rüber und wir wir sprechen halt hauptsächlich darüber was wir tun können damit wir ganz lange selbstständig bleiben.

01:45:07: Das stimmt das finde

01:45:11: meinen Kindern nicht zur Last fallen.

01:45:14: Und ich weiß auch noch nicht, wie ich damit umgehen werden würde, wenn das der Fall wäre... Ich würde es glaube ich anders organisieren wollen.

01:45:31: Da habe ich die gleiche Einstellung, dass sich möglichst lange selbstständig bleiben, keinem zu last fallen und anders organisierend.

01:45:40: Und ob es danach irgendwie noch weitergeht, ehrlich gesagt finde ich Spieltas nicht so eine große Rolle.

01:45:45: Es geht es um jetzt.

01:45:48: Carpe Diem?

01:45:49: Carpe diem ist sicherlich was ganz Wichtiges glaube ich auch.

01:45:54: Aber ich habe nichts dagegen trotzdem auch in einer... Zukunft zu blicken, von der ich vielleicht doch gar nicht weiß wie sie sein kann und dass sie schön ist.

01:46:09: Also es für mich schon ein schöner Gedanke mit dem ich mich ganz oft auch auseinandersetze und es gibt einfach auch ganz viele Hinweise dafür das tatsächlich weitergeht.

01:46:25: Es gibt diese ganzen Nahtoderfahrungen die es gibt.

01:46:28: Das finde ich schon so spannend.

01:46:33: an einer Uni in Holland gibt es tatsächlich eine Forschungsabteilung, die sich damit auseinandersetzt und das sieht schon so wirklich aus als würde es einfach was geben.

01:46:50: Die Wissenschaft hier in den westlichen Ländern, die ist ja da ganz klar.

01:46:56: Die sagt irgendwelche Hormone werden ausgeschüttet, irgendwelchen Bodenstoffe werden aus geschüttelt und dann passiert dieses und jenes?

01:47:01: Und wenn dann die Menschen zurückkommen, dann denken sie das... Das ist mir sehr auch... Wie soll ich das sagen?

01:47:12: Das ist es mir sehr einsichtig!

01:47:15: oder auf einem als kulturelle Frage.

01:47:20: Wenn ich mir die ganzen östlichen Kulturen anschaue, da gucken wir waren ja auch bei Sriesi und ihn habe ich gefragt der ist ja super net und hat geschmunzelt aber Für ihn ist das überhaupt keine Frage.

01:47:39: Klar, das meine ich ja!

01:47:40: Das ist eine kulturelle Frage und deswegen finde ich ehrlich gesagt auch nicht relevant mich damit so auseinanderzusetzen weil ich sage entweder es ist so oder es ist nicht so.

01:47:50: Es ist einfach eine kulturelle Frage Und es passiert oder passiert nicht.

01:47:53: Also das ist mehr für mich

01:47:55: gut wenn es für dich so ist für mich ist es einfach die Idee dass es weitergeht finde ich super schön und das impliziert für mich halt Ganz viel, dass wir hier in unserem Leben ganz viel gestalten können.

01:48:10: Also wenn es mehr gibt als das was wir sehen und es tut ist, dann können wir hier auch ganz viel mehr machen als wir tun?

01:48:18: Das können wir aber unabhängig davon finde ich.

01:48:23: Jeder kann für sich eigentlich entscheiden, dass er etwas tut.

01:48:29: Egal ob danach was ist oder nicht.

01:48:35: Es ist ein Wert an sich, etwas zu tun.

01:48:40: Ob es dann für einen selber nutzt oder auch anderen nutzt und der Erde nutzt.

01:48:44: also das finde ich schon relevant egal ob es danach was ist oder nicht.

01:48:51: Ja trotzdem wenn es Dinge gibt die wir mit implizieren können in unseren Gedanken in unsere Kreativität dass wir vielleicht doch noch ein bisschen mit mehr Kraft, mit mehr Power was anstoßen können.

01:49:11: Also das fasziniert mich schon aber ich lasse das so stehen wie du das für dich denkst und

01:49:17: für mich ist ja einfach

01:49:19: so wie es ist und das glaube ich durchaus in Ordnung und es widerspricht sich nicht und

01:49:25: wir brauchen es auch nicht kontrovers man alles einfach so stehen lassen genau wie du sagst

01:49:33: Zehn Jahre später.

01:49:36: Deine Enkel, die dann schon ein bisschen größer sind?

01:49:38: Vielleicht sind ja noch mehr dazugekommen?

01:49:39: Nee ich glaube nicht.

01:49:40: Dein Jüngste-Tochte mag... Ich glaube nicht, nee, nein, nee.

01:49:46: Zeit!

01:49:46: Zeit, genau kann sein, das ist es immer wieder.

01:49:49: Aber sie sind größer und fragen dich dann, Oma was war eigentlich für dich das Wichtigste in deinem Leben?

01:49:56: Was glaubst du und du was du sagen wirst?

01:50:05: Ich fand schon

01:50:08: ähm..

01:50:09: Für mich wichtig dass dass ich ja immer sozusagen für die Erde und für die Menschen, und für Lebewesen.

01:50:18: Und Wasser Luft und so gekämpft habe.

01:50:21: Das ist sich auch materialisiert in einer nächsten Generation.

01:50:24: also einen Partner zu haben mit dem man gerne Kinder hat.

01:50:29: Also ich hab Partner vorher gehabt.

01:50:31: da hab' ich mir mal nicht vorstellen können Kinder zu haben weil ich dachte Ich will nie alleine ziehen eine Mutter sein.

01:50:36: das war nicht so mein Ding.

01:50:37: Ich wollte immer jemanden finden der gerne gemeinsam so ein Projekt, das ich jetzt mal mache.

01:50:45: Also das war für mich wichtig den richtigen Partner zu haben um dann eben auch das was man macht für die nächste Generation auch konkret materialisiert in den Kindern sieht und dass jetzt auch nochmal zu sehen in den Enkelkindern finde ich auch toll.

01:51:02: also das macht mir große Freude und ich denke dafür hat sich auch Engagement gelohnt denn wenn ich mich vielleicht nicht engagiert hätte wäre vielleicht die Erde noch schlimmer.

01:51:10: Ich kann ja sein, dass ich beigetragen habe das ein bisschen besser geworden ist und hätte es nicht gemacht wäre es schlechter.

01:51:18: Und dann würde man noch ihr sagen in diese Welt können wir keine Kinder setzen.

01:51:21: Das haben wir übrigens in unserer Jugend auch schon gesagt.

01:51:23: Das ist nicht ein neues Phänomen von jetzt.

01:51:27: Das sowieso so einen Punkt der ganz wichtig ist.

01:51:33: Zum Einen heißt es ganz oft von älteren Leuten Ganz schwierig.

01:51:38: Früher war alles besser?

01:51:39: Ja, das finde ich irre.

01:51:41: Ich habe ja von den grauch- und den giftigen Sachen und so.

01:51:48: Das macht auch das jetzt so wertloser.

01:51:51: Das finde ich so schade.

01:51:53: Also da würde ich alle älteren Menschen bitten... diesen Satz vielleicht einfach, selbst wenn sie den Denken nicht auszusprechen.

01:52:02: Weil das ist einfach überhaupt nicht gut.

01:52:05: und vor allen Dingen wir leben doch wirklich in einer Zeit die zumindest in unserer Gesellschaft wo es wirklich überlegt.

01:52:14: also wir haben bislang eben keine Kriege mehr gehabt seit dem Krieg und das ist schon ein wertvolles Gut absolut und wir haben auch uns etwas erarbeitet.

01:52:24: Natürlich haben wir ein Gefälle und wir haben Altersarmut, da müssen wir auch was für tun.

01:52:29: aber trotzdem ist es hier so dass man hier leben kann und Wir haben noch eine Gesundheitsversorgung können wir auch darüber diskutieren.

01:52:36: Da bist du sicherlich auch anderer Meinung.

01:52:37: Aber wenn ich das mit anderen Ländern vergleiche Ich bin immer viel in der Welt unterwegs gewesen dann finde ich geht es uns vergleichsweise gut.

01:52:46: Auch Leute die nicht viel Geld haben können zum Arzt gehen

01:52:50: Definitiv, also auch da gibt es viel Verbesserung und Sachbedarf.

01:52:54: Das ist überhaupt nicht das Problem.

01:52:57: Aber Tatsache ist dass ich weiß als ich in dem Alter war um Kinder zu bekommen die habe ich ja auch bekommen Da hieße schon von anderen... Nee!

01:53:10: In diese Welt will ich keine Kinder messen.

01:53:11: Das kenne ich auch.

01:53:12: Das is mir so im Ohr Ja?

01:53:13: Und ich hab selber vielleicht auch ne Zeit lang gesagt weil ich mit diesem ganzen Gift unsso konfrontiert war.

01:53:17: Habe ich gedacht ja jetzt kann man nicht mehr Ich habe Kernebild zum Beispiel, war auch noch mal so ein Punkt wo ich gesagt habe oh je da kann man doch keine Kinder kriegen denn jetzt der ganze Boden versäucht ist und überall diese Radioaktivität ist.

01:53:29: Und die Pilze darfst du nicht mehr essen und was weiß ich nicht?

01:53:31: Was zwei Jahre später hab' ich ja mein erstes Kind bekommen.

01:53:36: Ich glaube ich auch.

01:53:37: Ja, neun-achtzig.

01:53:39: Neun-Achtzig.

01:53:40: Ahja

01:53:40: meins, acht-Nachtzig!

01:53:41: Genau, ja.

01:53:43: also ich habe genau so gedacht.

01:53:46: Ich glaube, ich war wirklich eine der ersten die nur noch im Bioleden gekauft hat.

01:53:51: Da gab es die Bioläden noch in kleinen Garagen und so.

01:53:55: Und der Salat am Wochenende den Künstler nicht mehr kaufen weil er verwelkt war.

01:53:59: also konntest du immer nur montags hingehen oder je nachdem man die Lieferung war usw.

01:54:04: Aber dieses Thema heute keine Kinder mehr zu bekommen weil die Welt so grausam ist und so feuchtbar und verschmutzt und gar keine Perspektive.

01:54:15: und jetzt kommt die KI dazu, wenn dir das ein junger Mensch sagen würde.

01:54:25: Monika was sagst du dazu?

01:54:27: Was sagst Du diesem jungen Menschen?

01:54:29: Ich sage dann sind wir dazu da und du bist dazu da.

01:54:32: Und deine Kinder sind dazu da dass wir es besser machen, dass wir's verändern.

01:54:36: Wenn da keiner mehr ist, es verändern will, dann ändern wir es auch nicht.

01:54:40: Dann ergeben wir uns im Defetismus.

01:54:43: aber Ich finde, das entspricht nicht dem Menschen.

01:54:46: Der Mensch möchte doch gestalten, möchte doch ändern und möchte doch Sachen besser machen oder?

01:54:53: Das denke ich auch.

01:54:54: aber ob das so ist, ob das wirklich jeder möchte... Ja

01:54:57: vielleicht nicht jeder, aber vielleicht müssen wir mehr Menschen dazu motivieren es zu wollen.

01:55:00: also ich finde manchmal dass Jammern auf hohem Niveau schon unerträglich muss ich sagen.

01:55:07: Also ich höre immer wieder Leute die sagen ja und der Staat ist so furchtbar Die Regierung ist so furchtbar und das Krankensystem ist furchтbar.

01:55:15: Und dann denke ich immer, mein Gott es gibt so viele Länder wo die Leute glücklich wären wenn sie hier wären sonst hätten wir ja nicht leute die herkommen und sagen Sie wollen nie mindestens einen Job haben die sie freuen würden, sie hätten überhaupt eine Krankenversicherung oder Sie hätten überhaupt ne Sozialversicherung.

01:55:33: Kann alles wirklich... Ich bin ein Sozialdemokratin und natürlich will ich das gerecht zugehen und Leute haben.

01:55:40: aber ich finde manchmal ist das Jammern auf hohem Niveau für mich nicht aushaltbar muss ich sagen

01:55:47: Was würdest du denn den Menschen also insbesondere jetzt allen die jetzt Zuschauen zuhören mitgeben?

01:55:59: Angst vor dem Alter werden haben.

01:56:05: Ich kann das verstehen, also ich habe ja gemerkt wo meine Grenzen sind und wo es dann anfängt eben schwierig zu werden weil wahrscheinlich hätte ich ein Netzhautablösung oder eine kaputte Hüfte eben nicht für zwanzig Jahren gehabt oder so sondern da hätte ich den Stress ertragen.

01:56:23: sage jetzt mal und ich glaube ist es wichtig vielleicht sich mit anderen auszutauschen aber auch eine Aufgabe zu finden, die vielleicht befriedigend ist aktiv zu sein.

01:56:38: Weil wenn man Befriedigung durch eine Aktivität hat geht es einem ja selber auch besser und zu sitzen und zu jammern ist glaube ich viel unbefriediger als irgendeine Aktivitätszumachen, die auch befriedigen ist.

01:56:53: oder das meine ich jetzt nicht mit Golf spielen oder so etwas sondern vielleicht irgendwo und sei es bei der Tafel mit bei der Ausgabe zu helfen.

01:57:04: Wie gesagt mal im Senioren haben vorzulesen oder irgendwas zu machen, wo man sagt Mensch das ist ja ein schönes Erlebnis gewesen Leute waren dankbar die haben sich gefreut und so.

01:57:14: Das Thema Einsamkeit da haben wir auch glaube ich noch gar nicht drüber gesprochen.

01:57:21: Die alten Menschen es gibt ganz viele alte oder ältere Menschen die Ganz ganz schrecklich einsam sind hat natürlich auch was damit zu tun dass Teilweise, dass sie auch mit für diese Einsamkeit mit verantwortlich sind.

01:57:39: Natürlich aber vielleicht gibt es ja doch ein möglicherweise eine Empfehlung, einen Tipp von dir das du sagst hey wenn ihr einsam seid dann könnt ihr dieses oder jenes doch mal versuchen.

01:57:55: Gibt's da was?

01:57:57: Also es gibt ja überall Treffs, wo man und sei es nur mal sich zum Kaffee trinken und zum Austauschen treffen kann.

01:58:05: Erwähne mal wieder die Arbeiterwohlfahrt weil sie bietet sowas an.

01:58:09: Da gibt's montags nachmittags.

01:58:10: nennen jetzt mal irgendein Beispiel ja was ich kaffeetrinken von sechzehn bis achtzehn Uhr einfach da einmal hinzugehen Einfach mal auszuprobieren ob vielleicht da jemand ist mit dem man sich mal austauschen kann.

01:58:22: wenn das nicht klappt Vielleicht auch mal beim Nachbarn zu klingeln einfach mal den kennen zu lernen Das ist ja auch unüblich geworden.

01:58:31: Ganz unüglich geworden, dass wenn man irgendwo hinzieht auch mal die Nachbarn einlädt oder mal guten Tag sagt oder sich vorstellt und umgekehrt selbst wenn er da schon lange wohnt einfach sagt naja gut Die Nachbaren sind nicht auf mich zu gekommen aber ich kann denen ja auch mal guten tag sagen Und vielleicht ergibt sich darauf das.

01:58:47: die haben dann jemand im haus was ich auch einen jungen Im haus der sagt okay auch mal für dich einkaufen oder sowas.

01:58:55: also Einfach Mal Aufstehen Und nicht immer gleich die große Aktivität, aber vielleicht die kleine Aktivität.

01:59:05: Das hört sich so simpel an, aber meiner Ansicht nach ist das möglich?

01:59:09: Es ist nicht unmöglich!

01:59:12: Ich

01:59:13: denke gerade noch an Patienten von mir, die in großen Wohnungen ganz alleine gewohnt sind und mir fällt dieses Buch ein, dass ich habe es geliebt zu diesen.

01:59:26: Gemeinsam ist man weniger allein heißt es.

01:59:30: Ich finde auch, das ist eine Möglichkeit einem jungen Menschen.

01:59:35: Eine Wohnmöglichkeit anzubieten und ich glaube damit würde man auch so vieles Schönes bewirken auf einmal.

01:59:45: Man wird in anderer Anregung haben.

01:59:46: Man würde ein anderes Gespräch haben.

01:59:49: Und es würden vielleicht noch der eine oder andere Jüngere dazukommen und man hat wieder das Gefühl doch gebraucht zu werden

01:59:57: und soweit am Leben teilzunehmen

01:59:59: am Leben teilzunehmen.

02:00:01: Genau darum geht es eigentlich, das Leben so zu gestalten dass man bis zu dem Moment in dem es einfach zumindest zieht auf diese Erde und zu Ende ist Teilzunehmung.

02:00:16: Ja ja ich glaube auch aber ich glaube er ist erfordert erstmal den Ruck in sich selbst und sei es mal nur zur nächsten Tür zu gehen.

02:00:24: Einfach mal ausprobieren.

02:00:26: Viele haben glaube ich Angst dass sie abgewiesen werden.

02:00:30: Man kann sich ja auch sagen, vielleicht werde ich einmal abgewiesen oder beim anderen nicht.

02:00:35: Vielleicht freut sich der andere?

02:00:36: Aber genau um diesen Ruck geht es hier einfach.

02:00:39: das euch jetzt zu motivieren dass er tatsächlich auch eigene Initiative mal wieder ergreift weil sich zurückziehen ist die eine Nummer aber davon wird nichts besser.

02:00:54: damit ist man einfach sehr sehr einsam und das braucht es nicht Und von daher wäre es einfach ganz schön, wenn ihr wieder so ein Stück einen Schritt zum Leben macht oder ins Leben macht.

02:01:09: Ich glaube auch was wichtig ist dass man durchaus über dieses Thema mehr spricht, über das schöne älter werden und den Sinn des Älterwerdens.

02:01:22: Das meine ich ja alles hat seine Zeit!

02:01:25: Auch für die ältere Phase hat eine einen Wert Und das müssen sich vielleicht die Zuhörerinnen und Zuhöre auch nochmal selber verdeutlichen, dass sie nicht wertlos sind.

02:01:37: Ja ich glaube es ist das allerwichtigste was wir vielleicht auch in diesem Gespräch herausgearbeitet haben, dass älter werden nicht heißt Es wird weniger weniger weniger in allen Facetten sondern das genau das Gegenteil wird und es wird vielleicht sogar viel viel reicher.

02:02:00: Unika, es war so schön mit dir zu sprechen.

02:02:03: Ich danke dir von ganzem Herzen dass du heute da warst und ich bin ganz gespannt was wir vielleicht noch alles in unserem Alter noch bewegen werden.

02:02:14: Ja vielen Dank Petra für deine Einladung und deine Inspirationen und deine Ermutigungen auch an die Zuhörerinnen und Zuhörer.

02:02:23: das ist ja auch ganz wichtig!

02:02:24: Die Ermutigung ist immer ganz wichtig.

02:02:27: Danke dir sehr!

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